VfL Bochum will das Jahr beginnen, wie das alte geendet ist
15.01.2010 | 12:53 Uhr 2010-01-15T12:53:00+0100
Bochum. Eigentlich war Heiko Herrlich davon ausgegangen, mit den vorhandenen Spielern die Saison zu Ende zu bringen. Doch bevor der Startschuss zur Rückrunde fällt, haben zwei Akteure den Bochumer Schauplatz verlassen.
Shinji Ono (Herrlich: „Ein guter Fußballer, der unter mir immer gespielt hat”) wollte man auf dem Weg zurück in die Heimat und zur Familie keine Steine in den Weg legen, auch Daniel Imhof ließ man ziehen. Anstelle des Kanadiers wird am heutigen Freitag ein Abwehrspieler aus Brasilien in Bochum erwartet. Fällt die sportärztliche Untersuchung positiv aus, wird ein Vertrag unterzeichnet.
Der zweite Neuling wird sich allerdings, im Gegensatz zu Milos Maric, noch etwas gedulden müssen, bevor er Bundesligaluft schnuppern kann. Von Maric, der sich im Trainingslager befand, als man sich mit KAA Gent einigte, weiß man, dass er die nötige Fitness mitbringt, er soll und muss sofort loslegen. Man darf gespannt sein, wie er sich nach nur wenigen Trainingstagen in die Mannschaft einfügt.
Eine Mannschaft, die einmal mehr auf Diego Klimowicz verzichten muss. Den Argentinier hat, ebenso wie Marc Pfertzel, eine dicke Grippe erwischt, die notwendigen Antibiotika-Gaben lassen seinen Einsatz nicht zu. In Sachen Pfertzel, so Herrlich, gebe es dagegen „eine Restchance”. Sollte aber auch der Elsässer ausfallen, neben Yahia (Afrika-Cup), Bönig und Vogt, dann blieben exakt 16 Feldspieler übrig, die am Samstag in Mönchengladbach die hübsche Auswärtsbilanz des ausgehenden alten Jahres fortschreiben sollen: Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen brachten die VfL-Akteure aus der Fremde mit, und vor allem an dem 17. Spieltag möchte sich Heiko Herrlich nun auch am Niederrhein orientieren: „Mönchengladbach hat fünf Punkte Vorsprung vor uns, das ist eine ähnliche Konstellation wie vor unserem Spiel in Hannover.” Heißt: Im Falle eines Sieges könnte man dem Gegner auf die Pelle rücken.
Betrachtet man die bisherigen Partien unter Herrlich, stellt sich die Mannschaft fast von alleine auf. An Philipp Heerwagen im Tor führt kein Weg vorbei, auch die Vierer-Abwehrkette mit Matias Concha, Marcel Maltritz, Mergim Mavraj und Christian Fuchs bleibt unverändert. Christoph Dabrowski und Milos Maric sollen das Spiel aus der Zentrale heraus lenken, Stanislav Sestak und vermutlich Zlatko Dedic die Flügel beleben. Bleiben noch Vahid Hashemian als Profiteur von Klimowicz' Erkrankung und Joel Epalle in der Spitze.
Einzig Dedic könnte wackeln, schließlich wollen auch Mimoun Azaouagh, Slawo Freier, Dennis Grote und Roman Prokoph ins Team. Dass Freier, der in Hannover großen Anteil daran hatte, dass der VfL die Partie noch zu drehen vermochte, noch nicht ganz dort ist, wo ihn Heiko Herrlich haben will, machte der VfL-Trainer unmissverständlich deutlich: „Er hat eine super Entwicklung genommen, aber im Moment ist es noch besser, wenn er reinkommt.”

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