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VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde

30.07.2011 | 23:47 Uhr
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
Die Spieler des VfL Bochum jubeln nach ihrem Sieg gegen den FC Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals. (Foto: dapd)

Rostock.   Ein über weite Strecken schwacher VfL Bochum hat etwas glücklich den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokal geschafft. Die Bochumer gewannen mit 7:5 nach Elfmeterschießen bei Hansa Rostock. Maltritz verwandelte den entscheidenden Elfer.

Der VfL Bochum hat die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Im Duell der Zweitligisten siegte der VfL beim FC Hansa Rostock glücklich mit 5:3 nach Elfmeterschießen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 gestanden.

Im Elfmeterschießen im strömenden Regen am Samstagabend zeigte der VfL Nervenstärke. Kefkir, eigens dafür in der Schlussminute eingewechselt, traf um 22 Uhr zur ersten Bochumer Führung an diesem Pokalabend, während Rostocks Wiemann an Torwart Andreas Luthe scheiterte. Der VfL-Keeper ahnte die vom Schützen aus gesehen rechte Ecke und parierte den flachen und unplatzierten Schuss souverän. Vorteil VfL - und der Gast nutzte ihn. Aydin, Freier und Federico verwandelten ebenso sicher wie Langen, Lartey und Ziegenbein. Marcel Maltritz machte mit seinem platzierten, harten Elfmeterschuss dann alles klar - 5:3 im Elfmeterschießen. Die Bochumer verließen den Platz als glücklicher Sieger.

VfL-Trainer Funkel lobt die Moral der Bochumer

Erfreut über das Weiterkommen waren Profis, Trainer und Sportvorstand Jens Todt. Funkel lobte auch die Moral des Teams, dass sie nach zwei Rückständen „nie aufgesteckt hat und zurückgekommen ist“. Über fast alles andere freilich sollte man lieber den Mantel des Schweigens hüllen. „Mit der Leistung war ich über 120 Minuten nicht immer zufrieden, wir waren in den Zweikämpfen nicht so präsent und haben Hansa zu viele Chancen gelassen“, sagte Funkel. Jens Todt wurde noch deutlicher: „Das war keine gute Leistung über 120 Minuten, erst am Ende der Verlängerung haben wir es geschafft, Druck aufzubauen und Chancen zu erspielen. Das Beste heute war das Ergebnis“, so Todt.

Trainer Friedhelm Funkel wechselte dabei seine Startelf im Vergleich zum Frankfurt-Spiel auf vier Positionen, wirklich überraschend waren diese Änderungen nach den jüngsten Trainingseinheiten allerdings nicht mehr. Bönig spielte hinten links für Ostrzolek, davor ersetzte Berger Kefkir, im Zentrum sollte Federico (für Vogt) für Kreativität sorgen, und als einzige Spitze durfte Neuzugang Ginczek diesmal von Beginn an ran, Aydin blieb auf der Bank. Am System änderte dies nichts, dagegen stieg der Altersschnitt der Startelf auf rund 28 Jahre (Rostock: 26). Nur Ginczek, Kopplin und Luthe sind noch keine 25 Jahre alt, auf der Bochumer Bank dagegen tummelten sich ausnahmslos 19- bis 24-Jährige.

Bochum spielte pomadig

Für mehr Tempo im Spiel nach vorne, man ahnte es, sorgte diese personelle Rotation nicht, da einigen Akteuren dafür die Grundschnelligkeit schlicht fehlt. Im Gegenteil. Rostock - mit Lartey und Perthel für die nach langer Partynacht suspendierten Semmler und Pannewitz - überließ dem pomadig wirkenden VfL zwar zunächst das (Mittel-)Feld, stand aber defensiv sicher und war nach vorne präsenter, zielstrebiger, spritziger - und gefährlicher. Die Bochumer, die eigentlich nur durch ihre knalligen orangefarbenen Auswärtstrikots Farbe ins Spiel brachten, brauchten bis zur 27. Minute, als Federico mit einem harmlosen Distanzschuss Rostocks jungen Keeper Kevin Müller (20) erstmals wenigstens ins Spiel einbezog. Dabei blieb es bis zur Pause - desolat.

Anders der Aufsteiger, unermüdlich angefeuert von seinen Fans auf der Südtribüne (“Wir wolln Hansa siegen sehn, o wie wär das wunderschön“). Und das, obwohl Rostock seinen Führungsspieler schon nach zehn Minuten verlor: Stürmer-Routinier Marek Mintal musste verletzt vom Platz, für ihn kam Marcel Schied als zweite Spitze im 4-4-2-System neben dem quirligen Mohammed Lartey. So ließ der 24-jährige Lartey Johansson, noch Bochums Bester, und Kopplin mit einer Körpertauschung wie Schüler aussehen, nicht zum letzten Mal. Letztlich drosch Tobias Jänicke, der den mitunter indisponierten Kopplin vor große Probleme stellte, den Ball in den grauen Abendhimmel (22.).

Grobe Schwächen in der VfL-Defensive

Erneut Jänicke scheiterte am Pfosten (32.), ehe es vier Minuten später aber klingelte. Kopplin hob nach einem Pass auf der rechten Seite im Zentrum das Abseits auf, Lartey und Jänicke hatten nur noch Kopplin und Luthe gegen sich. Lartey legte im Strafraum seelenruhig quer, Jänicke schob aus kurzer Distanz locker ein - das verdiente 1:0 (36.). Die Bochumer Defensive offenbarte gegen die schnellen Rostocker das ein ums andere Mal grobe Schwächen - auch im weiteren Verlauf sollte sich dies nicht ändern.

Die rund 250 VfL-Fans unter den 12700 Zuschauern, die zum Teil von Staus oder Bahnverspätungen ohnehin geplagt waren, mussten sich schon fragen, warum sie diese beschwerliche Reise in den hohen Nordosten auf sich genommen hatten. Von ihrem VfL bekamen sie in der ersten Halbzeit praktisch nichts zu sehen. Unordnung prägte das Spiel. Ein gescheiter, geschweige denn zügiger Aufbau fand nicht statt, es gab keine Ideen - und keine Chancen. Von schnellem Umschalten keine Spur, dazu kamen technische Mängel (von Berger, Kopplin, Dabrowski, Maltritz und anderen) und leichte Ballverluste. Die erste Halbzeit war schon starker Tobak. Aber einer mit sehr bitterem Geschmack.

Aydin schoss den Ausgleich

Trainer Funkel reagierte: Mirkan Aydin kam nach der Pause für den erneut sehr schwachen Berger. Federico rückte auf die linke Seite, Aydin ordnete sich neben Stoßstürmer Ginczek, der in Durchgang eins mangels Anspiele völlig in der Luft hing, als zweite Spitze ein. Und das zahlte sich schnell aus: Der VfL, nun um Druck zumindest bemüht und mit mehr Einsatz, kam schon in der 53. Minute mit seiner ersten Chance zum glücklichen Ausgleich. Ginczek behauptete auf Höhe des Elfmeterpunktes den Ball, der eher zufällig zu Aydin kam. Und der 24-Jährige vollstreckte entschlossen aus rund elf Metern.

Doch die Freude währte kaum zwei Minuten. Nachdem Timo Perthel nach einer scharfen Hereingabe von Ziegenbein nur um Zentimeter an der erneuten Hansa-Führung vorbeirutschte, machte es Pavel Kostal kurz danach besser. Nach einer Ecke köpfte der Innenverteidiger aus vier Metern zum 2:1 ein (55.) - Christoph Dabrowski, der wieder keinen guten Tag erwischt hatte, hatte ihn gewähren lassen.

Rostock war wieder da, der VfL agierte bis auf wenige Ausnahmen (Aydin, Johansson) immer noch zu schläfrig und blieb hinten anfällig. Dennoch hätte Dabrowski nach der ersten guten Kombination das 2:2 erzielen können, sein Kopfball nach Kopplins Flanke aber flog über das Tor (64.). Auf der anderen Seite vergab erneut Jänicke, eingesetzt von Lartey, völlig freistehend eine „Hundertprozentige“, als er übers Tor zielte.

Zweitliga-Topspiel gegen Hansa Rostock

Die Zeit rannte dem VfL davon, der Druck stieg nun endlich, Wille und Einsatz stimmten wieder. Und Ginczek, lange unauffällig, machte das, was ihn auszeichnet: Er trifft. Nach einer Flanke von Kopplin aus dem rechten Halbfeld - mit seinem schwächeren linken Fuß geschlagen - köpfte die 20-jährige Dortmunder Leihgabe, in dieser Szene von Rostocks Defensive außer Acht gelassen, aus rund zehn Metern eiskalt zum Ausgleich ein (2:2). Die „Doppelspitze“ hatte sich ausgezahlt.

Es entwickelte sich nun eine kampfbetonte Partie auf Augenhöhe, die in die Verlängerung ging. Der VfL hatte am Ende leichte Vorteile, doch viel Zwingendes sprang auf beiden Seiten dabei nicht mehr heraus. Die beste Chance in der Verlängerung vergab Lukas Sinkiewicz mit einem Kopfball, den Müller glänzend parierte (102.). Im Elfmeterschießen aber war der Hansa-Keeper machtlos gegen die sicheren Bochumer Schützen.

Bereits im nächsten Pflichtspiel am Montag, 8. August, können die Rostocker Revanche nehmen. Dann empfängt Rostock den VfL zum so genannten Zweitliga-Topspiel. Funkel: „Wir müssen uns steigern, wenn wir hier im Ligaspiel punkten wollen.“ Und Todt meinte grundsätzlich: „Wir müssen anders auftreten, wenn wir in der Liga eine gute Rolle spielen wollen.“

Ralf Ritter

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Kommentare
02.08.2011
09:36
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von Blautobitus | #31

Vielleicht überrascht der FF uns nächsten Montag mit einer offensiven Aufstellung und sie hauen Rostock bis zur Ostsee!

01.08.2011
09:37
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von shorty12 | #30

#29
Hab ich so weit ich konnte gemacht, aber da sehe ich nix von wegen schlechter Stimmung oder keinen Bock auf die Taktik des Trainers.
Im Gegenteil die Maßnahmen zur Pause wurden gelobt.

01.08.2011
09:18
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von tigerbeimvfl | #29

@28

Die Mannschaft ist intakt und spielstark. Bevor es hier auch noch zu größeren Problemen kommt -schau dir mal die Aussagen der Spieler an, hier hat keiner mehr Bock auf das Ballgeschiebe- muss der Trainer gehen. Vermutlich wird er auch auf absehbarer Zeit auch bei anderen Vereinen keine neue Chance mehr bekommen.

01.08.2011
08:20
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von shorty12 | #28

Ich bin auch maßlos enttäuscht vom Auftreten der Mannschaft.

Es aber allein auf den Trainer zu schieben find ich nicht richtig. Für die Fehlpässe ist nicht das System verantwortlich, sondern die Spieler.

Ja, ich würde auch anders aufstellen und Dabro, Kopplin und Berger hätten in meiner Wunschelf nix zu suchen. Ja, ich würde auch mit 2 Spitzen spielen lassen und Kramer und Toski wären bei mir gesetzt, aber ich bin kein Trainer, ich bin im Training nicht dabei, weiß nicht wieviel Kondition welcher spieler mitbringt, wer sich mit wem verträgt u u u
Dafür wird Funkel bezahlt und er hat es zu richten.
Nach 3 Spielen mit 2 siegen den Kopf des Trainers zu fordern find ich falsch, da die Mannschaft intakt ist und die Stimmung gut.

Ich bin mir sicher, dass Funkel nächste Woche ohne Berger und mit 2 Spitzen spielen lassen wird. Ebenfalls wird Kramer kommen. Ob es schon für Inui reicht, weiß ich nicht.
Wir werden einen anderen VFL zu sehen bekommen!!!

Glück auf VFL

31.07.2011
22:43
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von Bluewonder | #27

@ 25 Ach komm das kann ja kaum dein Ernst sein

Du hoffst wohl auch bei einem Kreisligaspiel auf Besserung bei deinem Optimismus...

Du bist einwenig Betriebsblind meine ich,
wenn es sich ja mal um ein schlechtes Spiel handeln würde dann wäre es ja okay wenn dannach wieder 3-4 bessere kommen.

Der Vfl spielt aber schon seit letzter Saison am Stück den selben Schrott und die Spiele gegen Düsseldorf Frankfurt sowie Rostock waren an GRAUSAMKEIT und spielerischer Armut sowie VORALLEM EINFALLSLOSIGKEIT kaum mehr zu übertreffen...
Da ist kein Fortschritt spürbar man hat NIE das Gefühl das es nächste Woche anders sein wird
Ich will gar nicht wen spezielles kritisieren aber Fakt ist doch das die Art und Weise wie der VFl spielt GRAUSAM ist Woche für Woche ist es eine regelrechte Zumuntung

In der Landesliga wird schneller und direkter nach vorn gespeielt als zurzeit beim VFl

aber für 25-35€ Sitzplatzpreis pro Spiel KANN DARF und MUSS ich als ZUSCHAUER mehr verlangen und erwarten können den schließlich wird uns das ja immer noch als Profifussball verkauft...

31.07.2011
22:27
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von f2soc | #26

Friedhelm lasset.

31.07.2011
22:14
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von Moody | #25

@ 2
Wer ist der dieser Herr Pabst überhaupt ?

@ 19
Jawaoll...da war er wieder der S... mit den C-Wort !


@ alle Malte-Nörgler !

Malte ist wohl z.Z. der stärkste und beständigste Spieler in der Abwehr, den wir haben.
Und das schon seit der letzten Rückrunde !

@ alle Funkel Kritiker

Ihr habt alle DIE Ahnung !
aus diesem Grund verdient Funkel als ausgebildeter Bundesligatrainer mit div. Vereinen auch schon seit Jahren Millionen Euro als so ziemlich jeder der seinen Kommentar hier hinterlässt.
Habt ihr alle euch mal gefragt wie Funkel zu dem erfahrensten Trainer/ Spieler wurde, der er jetzt ist ?
Warum er sich so lange gehalten und andere Taktikfüchse überlebt hat?
Ihr meckert und jammert Ihr hier im Forum nur rum, anstatt sich über eine starke kämpferische Mannschaft zu freuen, die ein schweres Spiel nach 2 maligem Rückstand noch für sich entschieden hat.
Die Moral stimmt zu 100% im Team.
Das ist auch ein Verdienst des Trainers.
Dieser Sieg bringt dem Verein endlich mal wieder mind. 220.000 Euro ein und man ist bei der nächsten Auslosung (mal wieder) dabei !
Warum jammern alle rum ?
Wir haben auswärts gegen einen Zweitligisten gewonnen !
Es gibt einige Vereine, die gegen unterklassige Teams ausgeschieden sind...wir nicht ! Punkt !

Was erwartet ihr denn eigentlich alle ?
Bei so viel Pessimismus und solchen extrem jammernden und erwartungsvollen Fans kann einem der VfL fast schon ein wenig Leid tun !

Ich beende ein Spiel lieber als Gewinner bin optimistisch und hoffe auf Besserung im nächsten Spiel, als immer zu verlieren und zu sagen Na ja...wenigstens haben sie ja ganz gut gespielt

PRO FUNKEL !

So und jetzt könnt ihr alle über mich abkotzen...das ist mir so was von sch...egal !

Glück auf VfL !

31.07.2011
17:36
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von Bluewonder | #24

Mein Gott Herr Funkel,

stellen Sie doch endlich auf 2 Stürmer um und setzen sie den Berger nur noch bei der Reserve ein !

dahinter mit Azouagh Federico oder Inui

über Außen mit Freier und den Kefkir aufbauen

und schon wäre mehr Schwung nach vorn

Ich könnt KOTZEN wenn ich diesen ****** sehe Woche für Woche und wenn Uli Potofski noch kommentiert dann schlafe ich schon bereits nach 15min statt 30 vorm Fernseher ein..........

31.07.2011
15:09
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von Destruvius | #23

Lasst uns ein Auto -Korso starten

31.07.2011
14:51
VfL Bochum rettet sich über das Elfmeterschießen in die 2. Runde
von tigerbeimvfl | #22

@20
Laufwege, Ballannahme, schnelles Umschalten sind in der Trainingslehre nix unbekanntes. Verantwortlich für das Training ist der Cheftrainer.


@21
Die Kritik an Maltritz ist mehr als unberechtigt, der macht derzeit einen guten Job.

Generell hat die Mannschaft eine gute Qualität. Unter Funkel kann die Leistungsfähigkeit nicht abgerufen werden. Sein starres System lässt einfach keine spielerischen Elemente zu.

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