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VfL Bochum ist auf der Suche nach der Leichtigkeit

07.11.2012 | 18:23 Uhr
VfL Bochum ist auf der Suche nach der Leichtigkeit
Der VfL Bochum will zu spielerischer Leichtigkeit finden.Foto: Ap

Bochum.  Mit der Aufholjagd gegen Energie Cottbus markierte der VfL Bochum ein positives Signal an all seine Fans. Bislang reicht es beim Revierklub jedoch nur für 30 gute Minuten. Für größere Aufgaben fehlt noch die spielerische Leichtigkeit. Doch der VfL hat die Suche danach bereits aufgenommen.

Was hatte sich Trainer Karsten Neitzel am vergangenen Sonntagmittag gefreut, über diese 30 „geilen Minuten“ gegen Energie Cottbus. Der VfL Bochum hatte in der Endphase einen 0:2-Rückstand aufgeholt, sich kurz vor dem Abpfiff noch ein Unentschieden erkämpft. Von einem „positiven Signal“ sprachen die VfL-Profis später unisono, einem Erfolg der Moral. Doch was fehlt dem VfL eigentlich zu 50 oder 60 „geilen Minuten“?

Pro & Contra
Ist Neitzel die richtige Lösung für den VfL Bochum?

Der VfL Bochum hat die Trainerfrage vorerst geklärt: Der bisherige Co-Trainer Karsten Neitzel soll der Mannschaft neues Leben einhauchen und den Verein vor dem Abstieg retten. Doch ist das die richtige Lösung für den VfL Bochum? Ein Pro und Contra.

Neitzel, der mit seinem Assistenten Thomas Reis inzwischen seit über einer Woche das Sagen hat nach der Entlassung von Andreas Bergmann , hat da eine Erklärung. „Wir legen aktuell großen Wert darauf, die spielerische Leichtigkeit wieder zu finden“, sagt der 43-Jährige: „Das haben wir in den letzten drei, vier Wochen vernachlässigt.“ Und auch die Arbeit gegen den Ball sei zwar schon „ordentlich“ gewesen, das reiche aber nicht: „Sie muss sehr, sehr gut sein.“

Den VfL stehen in Hamburg wohlmöglich einige Umstellungen bevor

Einer der Wenigen, sagt Neitzel, der momentan die eingeforderte Leichtigkeit am Ball habe, sei Michael Ortega. Die Leihgabe aus Leverkusen hat im Pokal gegen Havelse getroffen, das 2:2 gegen Cottbus vorbereitet - und wurde jeweils eingewechselt. „Allzu lang wird es nicht mehr dauern“, bis Ortega seine Chance von Beginn an erhalte, so Neitzel. Vielleicht also schon im Auswärtsspiel am Montag beim FC St. Pauli (20.15 Uhr/Live im Ticker bei DerWesten). Schließlich habe der Kolumbianer nach anfänglich „großen Problemen bei gegnerischem Ballbesitz“ zuletzt „zwei Schritte nach vorn“ gemacht. Es seien „viele Fortschritte“ zu erkennen.

Einzelkritik
Lukas Sinkiewicz mit starker Leistung als Sechser

Bochums Ex-Nationalspieler Sinkiewicz geht gegen Cottbus mit gutem Beispiel voran. Auf der Sechser-Position überzeugte er mit großem Einsatz und leitete mit seinem Treffer die Wende ein. Carsten Rothenbach enttäuscht erneut.

Ein möglicher Startelf-Einsatz Ortegas wäre nicht die einzige personelle Umstellung in Hamburg. Denn derer zwei muss Neitzel ohnehin gezwungenermaßen vornehmen. Der zuletzt so wichtige, weil an allen Ecken und Enden aushelfende Lukas Sinkiewicz (Sperre) sowie der verletzte Paul Freier fallen aus. Klar scheint: Christoph Kramer, im Cottbus-Spiel nicht einmal eingewechselt, übernimmt Sinkiewicz’ Position im defensiven Mittelfeld. Davor könnten Marc Rzatkowski in der Mitte und Leon Goretzka auf der rechten Seite spielen. „Eine Variante“, bestätigt Neitzel: „Aber wir probieren noch aus.“ Innenverteidiger Holmar Eyjolfsson indes wird wieder im Kader stehen. Hätte sich gegen Cottbus ein Innenverteidiger verletzt, wäre Lukas Sinkiewicz eingerückt, erklärt Neitzel die Nicht-Berücksichtigung des Isländers gegen den FC Energie.

Neitzel: „Nicht rumweinen, wenn wir mal umgeschubst werden“

Und vielleicht dürfen sich die VfL-Fans, die die Reise nach Hamburg antreten, sogar auf Michael Delura freuen. Aus dem Trio der Dauer-Rekonvaleszenten, zu dem noch die Leidensgenossen Faton Toski und Mirkan Aydin gehören, ist Delura am weitesten. Während Toski in vielen Situationen „noch nicht durchzieht“ und Aydin nach einer erneuten Pause erst gestern wieder eingestiegen ist, könne es bei Delura „jetzt ganz schnell gehen“ mit einer Berufung in den Kader.

Neitzel, der sich nach seinem guten Start betont optimistisch, tatendurstig gibt , erwartet in Hamburg „eine reizvolle Aufgabe. Pauli wird uns körperlich überlegen sein. Aber wir dürfen nicht rumweinen, wenn wir mal umgeschubst werden“, appelliert der 44-Jährige.

Felix Groß



Kommentare
08.11.2012
08:03
VfL Bochum ist auf der Suche nach der Leichtigkeit
von JanSattlegger | #3

@Felix Groß
Haben Sie für den Artikel so lange gebraucht, dass der zu Beginn 43jährige Trainer am Ende 44 war? ;-))
Den Herren Neitzel und Reis im Sinne des VfL alle Gute!!!

07.11.2012
19:33
Das vor einigen
von friedo48 | #2

Wochen die Leichtigkeit verlorengegangen sein soll, kann ich nicht bestätigen.
Hier eine Halbzeit,da 25 Minuten überzeugen mich nicht das die Mannschaft
spielerische Elemente verinnerlicht hatte oder hat.
Bitte wieder keine Wolkenkukuksheime sondern vom Ist-Zustand ausgehen.
Besser wäre vielleicht, wenn der Trainer vorrangig den Kampf in den Mittelpunkt
der kommende Spiele stellen würde.Wenn der Erfolg nicht eine Eintagsfliege bleibt
kommt alles Andere zu seiner Zeit
Das Kramer und Rzatkowski die Position der gesperrten Sinkiewicz übernehmen ist
glaube ich ein guter Zug.Ortega ist bestimmt in der Lage von Beginn an der
Mannschaft etwas vom vielerwähnten"Spielerischen" zugeben und wenn es nur für
60 Minuten reicht.Eyolfssons Einsatz ist eigentlich zwangsläufig und hätte früher
und öffter erfolgen müssen.
Man soll es nicht beschwören aber ob der Mirkan Aydin es noch einmal schafft
seine alte Torgefährlichkeit zu finden sehe ich mit vielen Fragezeichen.

07.11.2012
19:09
Auf der Suche nach der Leichtigkeit
von karlkutta | #1

Ortega und Delura wären natürlich eine gute Wahl für die Startelf. Ich warte da schon länger drauf auch ein fitter Toski kann uns weiter bringen.Der Trainer verfügt über eine Mentalität und Aussprache wie sie bei uns nicht unbekannt ist. Leider habe ich morgen Früh nicht die Möglichkeit das ausführliche Interview auf 98,5 zu hören, wird sicher recht interessant .Würde ihm wünschen das er hier was bewegt.Vielleicht in der Winterpause kurzfristig für 1-2 Positionen Spieler, die uns weiter helfen, für die Rückrunde ausleihen.Ist zwar nicht Nachhaltig aber erst mal müssen wir in ruhendes Fahrwasser kommen und mal wieder die Möglichkeit zu haben, etwas entspannter ins Stadion gehen zu können.

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