VfL Bochum feilt am „letzten Detail“
15.02.2012 | 19:57 Uhr 2012-02-15T19:57:00+0100
Bochum. Noch sei man tatsächlich keine Spitzenmannschaft, denn dazu fehle, wie gegen Düsseldorf nun auch in Hamburg, das „letzte Detail“. Aber, so VfL-Trainer Andreas Bergmann: „Uns spielt man nicht mehr so einfach her.“ Rund 1300 vergünstigte Karten hat der VfL Bochum für das Spiel gegen Union Berlin an Amateurklubs vergeben.
Diese Aktion ist eine gute Idee gewesen, denn sie ist angekommen: Rund 1300 - vergünstigte - Karten hat der VfL Bochum an 43 Amateurklubs vergeben können. Knapp 1300 Freizeitkicker werden also am Samstag (13 Uhr/live im Ticker bei DerWesten) zuschauen, wenn der VfL Union Berlin empfängt und fortfahren will bei seinem Lern- und Entwicklungsprozess.
Die große Nachfrage nach diesen Tickets freut Sportvorstand Jens Todt. „Das ist mehr als wir erwartet haben“, sagt er und fügt hinzu: „Wir versuchen an die Vereine heranzukommen und als Partner wahrgenommen zu werden.“ Dass bei denen, die sonst vielleicht nicht zum VfL kommen, eine hohe Erwartungshaltung anschließend in Enttäuschung münden könnte, schreckt Todt nicht: „Wir wollen den Leuten ja was bieten. Und ich bin viel optimistischer als manch’ anderer.“
VfL Bochum dass man „jedes Training, jedes Spiel nutzen“ müsse, um sich und das Team „auf ein höheres Level“ zu bringen. Auch nach der knappen Niederlage auf St. Pauli. „Mit der Kritik können wir leben“, sagt der Sportvorstand, der sich mit Trainer Andreas Bergmann auch in diesem Punkt einig ist: „Die Grundausrichtung steht.“ Bergmann erinnert an seinen Start in Bochum („Wir waren Letzter“), an sein Entsetzen nach dem 0:4 gegen Paderborn, und sieht sich und die Mannschaft auf einem zwar langen, aber guten Weg. Dass gelegentlich draußen im Lande von einer ambitionslosen Truppe und fehlenden Zielen geredet wird, bringt ihn auf die Palme. „Niemandsland - da will ich gar nichts von hören.“ Die Mannschaft, besonders die jüngeren Spieler, seien dabei zu lernen,
Der Einsatz stimmte, aber im Spiel nach vorne herrschte „tote Hose“ beim VfL Bochum: Der Zweitligist unterlag daher verdient mit 1:2 beim FC St. Pauli. Slawo Freier sah die Gelb-Rote Karte.
Noch sei man tatsächlich keine Spitzenmannschaft, denn dazu fehle, wie gegen Düsseldorf nun auch in Hamburg, das „letzte Detail“. Aber, so Bergmann: „Uns spielt man nicht mehr so einfach her.“ Es gehe nun darum, den „nächsten Schritt zu machen“, entschlossener zu sein, bewusster.
Chong Tese Die Arbeitstage sind jedenfalls länger geworden für die Bochumer Profis. Am Mittwoch ging der nachmittäglichen Trainingseinheit erneut eine einstündige Analyse voraus. Bergmann sprach dabei „ein paar grundsätzliche Dinge“ an - und zwar „ziemlich deutlich“. Dabei ging es nicht etwa um eventuell fehlenden Willen, sondern um den letzten Tick Konzentration und Entschiedenheit, aber auch um Missverständnisse und ihre Folgen. So stellt man nun Takashi Inui, diesem Vollblutfußballer mit dem Hang zu falschen Entscheidungen und Eigensinn, gelegentlich einen Dolmetscher zur Seite. Nicht nur, um ihm ein paar für den Erfolg des Teams und seine eigene Entwicklung wesentliche Dinge mitzuteilen, sondern auch, wie Bergmann sagt, damit „er seine Sicht der Dinge auch mal darstellen kann“. Offenbar war die Kommunikation einfacher, so lange als spielender Übersetzer an Bord war.
Abseits aller Bemühungen, die Dinge voranzutreiben, darf sich der VfL Bochum voraussichtlich über „eine Summe freuen, die uns hilft“, wie Jens Todt sagt. Weil sich Marcel de Jong schwer verletzt hat, dürfte Matthias Ostrzolek in Augsburg als linker Verteidiger den Rest der Saison bestreiten. Ab einer bestimmten Anzahl von Spielen gibt es für den VfL Nachschlag - im „unteren sechsstelligen Bereich“.

22:26
Das ist die größte Fehleinschätzung seit Jahrzehnten. Ich könnte mich wegwerfen vor Lachen, wenn das nicht sooo unsäglich traurig wäre.
Es stimmt hier seit der Koller - Aera nichts mehr in dieser charakterstarken geilen Truppe - und dann dieser "Klopper" als ernstzunehmende Aussage von Trainer und Journalist???
Diesem Haufen von Antifussballern, Charakterschwachen, Vorruheständlern, Fremdenlegionären und Sprachschülern (mit Dolmetschern) fehlen keine Feinheiten, nein, hier fehlt es an allen Ecken und Enden.
Übrigens, wo ist eigentlich dieser Comedy - Schwätzer im Aufsichtsrat abgeblieben, der uns unseren VfL zurückgeben wollte???????
Heute las ich irgendwo, dass bis dato in den Heimspielen 24.000 Zuschauer und cirka 300.000 Euro an Einnahmen ausgeblieben wären - na toll, dass es die Hauptamtlichen jetzt schon anhand von Zahlen bemerkt haben, dass sich in Bochum bald keine Sau mehr für diesen "Proficlub" mehr interessiert.
Das ist traurig aber leider real !!!!!
18:07
Tut mir leid, aber wenn "grundlegende" Dinge wie Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und der unbedingte Wille zum Siegen fehlt (neben den technischen und taktischen Unzulänglichkeiten), dann kann man nicht von "Details" sprechen.
Ja, wir alle wollen die Zeit zurückdrehen, aber Fakt ist, wir sind auf einer Schussfahrt und haben diese noch lange nicht beendet. Falls der VFL überhaupt jemals wieder angreifen wird, werden noch 7-8 Jahre vergehen, oder mehr.
Denn JETZT haben wir endgültig kein Geld mehr einen Kader für einen Aufstieg länger als 6 Monate zusammenzuhalten. Dann kommt einer mit einer handvoll Geld und wir müssen den Spieler ziehen lassen. DAS war in den Abstiegsjahren früher eben anders.
Jetzt sind alle Polster weg. Dazu kommt ein Kader, der überteuert ist, d.h. zuviel Geld für zuwenig Qualität.
11:33
Da werden wohl einige Jahre vergehen, und manche Feile abgenutzt sein, wenn es bei diesem Verein einmal wieder klappt. Seit 57 Jahren bin ich Anhänger dieses Vereins gewesen, irgendwie ist mir jetzt seit ein paar Monaten der Spaß und die Lust an diesem Verein vergangen. Es hat in der Vergangenheit schon viele präkere Spielzeiten gegeben, aber die letzten zwei Jahre setzt denen die Krone auf, und so wie ich den Verein kenne, wird es noch lange dauern, bis man einigermaßen im deutschen Fußball wieder mitspielen kann. Qualität eines Traditionsvereins fängt schon in der Chefetage an, weiter über den Trainer mit einem sogenannten Manager, den der VfL sich im Moment auch sparen kann. Mir kann keiner erzählen, dass man Fußball spielen, als erfahrener Spieler, der dafür bezahlt wird, in kurzer Zeit verlernen kann. Hier ist ein guter Trainer gefordert, der nicht nur von Phrasen lebt. Die Punkte, die dieser Verein in den letzten Spielen eingefahren hat, waren teilweise sehr glücklich.
hat mit Trainerarbeit nichts zu tun. Ein richtiger Trainer muss eine Mannschaft motivieren können, ihr Sicherheit geben, er muss schon ehrlich sein und sich durchsetzen können, alles für den Verein, der ihn entlohnt. Man sollte eine Mannschaft auch nicht nur an zwei drei Spieler beurteilen, sie besteht, wie man ja weiss, immer noch aus elf Spielern. Wo ist eigentlich der Vorstand?? Hier hört man gar nichts mehr: Na, hoffen wir das Beste und vielleicht einmal in paar Jahren auf bessere Zeiten. Andere Vereine haben das auch geschafft, ich denke da besonders an den Vorortverein von Lünen und insbesondere an die Gladbacher, die im letzten Jahr fast abgestiegen wären, wenn sie nicht auf den VfL gestoßen wären in der Qualifikation.
Daccord !
11:25
Zahlt Inui den Dolmetscher auch selbst? Denke nicht! Wieso immer wieder Leute die es durch magelnde Sprachkenntnis so schwer haben und uns nicht wirklich helfen?!
Das habe ich auch schon hier geschrieben. Abgesehen davon, betrachten insbesondere die Asiaten den VfL als Zirkuszelt für ihre Kunststückchen, um sich den "grossen Vereinen" zu zeigen. Von Teamgeist und Mannschaftsdienlichkeit ist leider nciht viel zu sehen.
11:14
Er spricht vom letzten Detail und geschrieben wird auch : "Bergmann sprach dabei „ein paar grundsätzliche Dinge“ an - und zwar „ziemlich deutlich“.
Manchmal glaube ich nicht, was die Leute erwarten. Soll Bergmann die Mannschaft in aller Öffentlichkeit runterbügeln ? Der "letzte Tick Konzentration und Entschiedenheit, Missverständnisse und ihre Folgen" waren doch genau die Dinge die in Pauli gefehlt haben, daraus resultieren dann die vom Kenner kritisierten Fehler. Das diese Dinge allerdings schon ziemlich lange im Argen liegen, ist auch kein Geheimnis.
10:44
Ich glaube manchmal nicht, bitte entschuldigen Sie, Herr Eckhardt! Ich glaube manchmal nicht, was da geschrieben steht. Will der Trainer uns veräppeln? Da klappt im Spiel nach vorne absolut nichts, da gibt es kein schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, inklusive der fehlenden Laufbereitschaft beim Offensivspiel (woran auch immer das liegen mag) und in der Defensive läßt man sich gerne mal den einen oder anderen Standard einschenken und der Trainer spricht von einem "letzten Detail"?
Manchmal glaube ich einfach nicht, dass er das gesagt hat. Aber das ist wohl mehr ein frommer Wunsch!
Nicht ärgern - nur staunen !!!!