Fußball-Bundesliga
VfL Bochum fährt ohne Maric nach Mainz
18.02.2010 | 22:42 Uhr 2010-02-18T22:42:00+0100
Bochum. Nach zwei Spielen mit unverändertem Kader darf wieder spekuliert werden beim VfL Bochum. Leider, muss man aus Bochumer Sicht sagen: Neben Mimoun Azaouagh fällt in Mainz auch der zuletzt so starke Winterzugang Milos Maric aus.
Den Ausfall von Mimoun Azaouagh, der beim 1:1 gegen Leverkusen und beim 2:1 gegen Hoffenheim nicht übers Warmlaufen hinauskam, kann man derzeit wohl verkraften. Der einst in Mainz unter Jürgen Klopp groß herausgekommene Mittelfeldspieler muss wegen seiner Virus-Infektion passen, die bei ihm „länger dauert als bei mir”, wie Heiko Herrlich sagte. Denn der Trainer stand nach einem Tag Bettruhe gestern schon wieder auf dem Platz.
Schwerer, viel schwerer wiegt das Fehlen des neuen Mittelfeld-Strategen: Milos Maric, der so wichtige Sechser des VfL, muss erstmals seit seiner Ankunft Anfang Januar passen. Schon vor den letzten beiden Partien gegen Leverkusen und Hoffenheim hatte der Serbe jeweils die ersten drei Trainingstage wegen Leistenbeschwerden verpasst, jetzt „haben wir ihn für eine Woche komplett rausgenommen, er fällt definitiv in Mainz aus”, stellte Herrlich klar. Maric selbst hätte zwar „auf die Zähne gebissen”, so der Trainer weiter. Der Serbe soll die Verletzung aber nicht von Woche zu Woche weiter mit sich rumschleppen. Es ist ja richtig, wenn Herrlich feststellt, dass es keinen Sinn mache, wenn ein (Führungs-)Spieler stets erst am Donnerstag mittrainieren könne. Und nach Mainz kommen ja noch elf weitere Partien – so wichtige wie das nächste Heimspiel gegen Nürnberg.
Wäre Mainz ein „Endspiel” um den Klassenerhalt, Maric hätte wohl gespielt. Das ist es aber – für beide Teams – derzeit bei weitem nicht, und das liegt nicht nur daran, dass die Saison dafür noch zu jung ist. Der Aufsteiger hat bereits 31 Punkte, der Klassenerhalt ist überraschend früh zum Greifen nah. Und der VfL hat immerhin schon 25 Zähler. Tendenz steigend.
Dabei gibt es – mittlerweile – einige Parallelen, die sich nicht darin erschöpfen, dass in Thomas Tuchel (36) und Heiko Herrlich (38) die jüngsten Trainer der Liga aufeinandertreffen. Beide Mannschaften kommen mehr als andere über Kampf, Disziplin, einer von kluger Taktik geprägten, defensiven Grundordnung zum Erfolg. Beide Teams lassen nur wenige Chancen zu, erarbeiten sich umgekehrt selbst auch nur wenige. Beide Teams sind extrem effektiv im Abschluss. Folge: Mainz kassierte zuhause erst sieben Gegentore, ist am Bruchweg noch unbesiegt. Bochum ist seit sechs Spielen insgesamt und seit fünf Spielen auswärts ungeschlagen.
Übersicht und Zweikampfstärke
Einer der Garanten dafür war seit dem Jahresauftakt-Sieg in Gladbach Milos Maric mit seiner Übersicht und Zweikampfstärke. Einen 1:1-Ersatz gibt es derzeit im Bochumer Kader nicht für ihn. Herrlich wird aber an seinem System festhalten, als Kandidaten „für die Sechs” – neben dem gesetzten Christoph Dabrowski – nannte er den zuletzt nichtmal im Kader stehenden Andreas Johansson („Er hat seine Sache in Hannover gut gemacht und mit zur Wende beigetragen”), Marc Pfertzel und, als „defensivere Variante”, auch Anthar Yahia.
Überhaupt, so Herrlich, habe Maric zwar „absolut gut” gespielt zuletzt, doch weißgott nicht allein gewonnen. „Wir haben”, darauf legte Herrlich einmal mehr viel Wert, „mehr als nur elf Stammspieler”, und die Mannschaft habe insgesamt, als kompakte Einheit, überzeugt zuletzt.
Ob auch der längst genesene Stürmer Diego Klimowicz wieder zum Kader zählt, ließ Herrlich offen – anders als in der Vorwoche, als er dies frühzeitig ausschloss. Vielleicht auch, weil Stanislav Sestak gestern nicht mittrainieren konnte. Den zuletzt starken Slowaken plagten Rückenprobleme. Nicht zum ersten Mal, weshalb man davon ausgehen kann, dass Sestak in Mainz wieder dabei ist.
15:19
#6, wenn das mit den Getränken so ist, sollten Sie unter Umständen besser die Hände davon lassen.
14:48
@Sprachtrainer
Rhetorisch hoffentlich korrekt:
Getränke früh am Morgen, vertreiben Kummer und Sorgen (leider auch die Wahrnehmung)!
@Tagina
Auf den Punkt gebracht!
GLÜCK AUF VfL
12:24
Für mich war Maric der Garant für die Erfoge in diesem Jahr. Er hat Struktur ins Mittelfeldspiel des VfL gebracht. Ohne spektakuläre Kabinetstückchen (wie es Azaouagh immer wieder vergeblich versucht) hat er das Spiel geordnet und wenn nötig verschleppt, oder auch schneller gemacht. Ich denke, daß es ohne ihn schwerer wird in Mainz etwas zu holen, hoffe es aber trotzdem.
10:04
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09:40
Ich finde es immer wieder frustrierend, dass in unserem Verein so viele Spieler mit Verletzungen zu kämpfen haben. Mittlerweile stelle ich mir auch die Frage, ob man nicht mal die medizinische bzw. physiotherapeutische Abteilung überprüfen sollte. Es kann doch nicht sein, dass so auffallend viele Spieler immer wieder Probleme mit Gelenken, Rücken, Schulter, etc. haben. Vielfach treten die Verletzungen ja nicht mal in bzw. nach den Spielen, sondern im Training auf. Hier sollten sich Trainerstab und medizinische Abteilung mal Gedanken machen und ihre Arbeit und ihre Konzepte abstimmen.
Was nützen uns denn die guten Spieler, wenn sie verletzt sind?
Für das Spiel gegen Mainz wünsche ich den Jungs Mut, Kraft und Aggressivität. Holt Euch die drei Punkte! Und am 13. März wird endlich mal wieder ein Derby gegen den BVB gewonnen. Für jeden echten VfL-Fan das Spiel des Jahres. Ich hoffe, das weiß auch die Mannschaft. Und ich hoffe insbesondere, dass sie dieses Mal gegen den BVB bis zum Umfallen kämpt.
Drei Punkte gegen den BVB machen jeden VfL-Spieler zur lebenden Legende!
Ins diesem Sinne:
Glück auf, VfL!
09:25
@1
Wenn Dir außer HH zu schulmeistern nichts anderes einfällt würde ich Deinen Kommentar als SPAM bezeichnen.
Der Ausfall von Maric ist zwar nicht einfach zu kompensieren, aber durchaus machbar. Drei Punkte aus Mainz sind durchaus möglich.
08:09
Rhetorik muss Herr Herrlich aber noch üben. Statt er hätte auf die Zähne gebissen meinte er wohl er hätte die Zähne zusammengebissen, und anstelle von dass es keinen Sinn mache wäre dass es keinen Sinn habe/ergäbe. Naja, der Mann ist ja noch jung und lernfähig.