VfL Bochum bezwingt Hoffenheim
13.02.2010 | 17:34 Uhr 2010-02-13T17:34:00+0100
Bochum. Mit dem zweiten Heimsieg dieser Saison hat der VfL Bochum einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Dank des 2:1-Erfolges gegen die TSG 1899 Hoffenheim sind die Bochumer nun schon seit sechs Spielen unbesiegt.
Womit viele Beobachter schon vor Wochen gerechnet hatten, wurde am Samstag wahr: Heiko Herrlich beorderte Slawo Freier, anstelle von Roman Prokoph, in die Startelf. Ansonsten spielte die Bochumer Mannschaft, die gegen Leverkusen ein 1:1 ertrotzt hatte. Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick konnte wieder auf seine Innenverteidiger Josip Simunic und Marvin Compper, auch Demba Ba stand zur Verfügung, blieb aber erst einmal auf der Reservebank.
Individuelle Fehler schafften Unruhe
Die Gastgeber begannen konzentriert und standen ähnlich kompakt und sicher, wie in den letzten Spielen. Die Kontrahenten neutralisierten sich weitgehend, deshalb blieben Torraumszenen Mangelware. Individuelle Fehler schafften jedoch allmählich Unruhe in Reihen des VfL. So brachte Christoph Dabrowskis Fehler Vedad Ibisevic in eine gute Schussposition, Schlussmann Philipp Heerwagen musste erstmals eingreifen. Nur gut, dass Hoffenheim keinen Vorteil aus Mergim Mavrajs Abspielfehlern ziehen konnte. Der Bochumer Innenverteidiger, der eine schwache erste Halbzeit hinlegte, wurde zudem zweimal von Ibisevic getunnelt, ohne dass sich etwas am Ergebnis änderte. Weil Maicosuel aus guter Position zu hoch zielte.
Wie effektiv der VfL momentan in der Offensive zu Werke geht, zeigte sich bei der ersten Nachlässigkeit der Hoffenheimer Abwehr. Christian Fuchs hatte steil gespielt, Compper erwischte den Ball nicht richtig, und Stanislav Sestak überwand in aller Ruhe Timo Hildebrand. Es war nicht nur der fünfte Saisontreffer des Slowaken, sondern auch sein viertes Bundesliga-Tor gegen Hoffenheim.
Rot für Luiz Gustavo
Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck der Gäste zu, während der VfL seine Konter nicht zu Ende spielte. Konnte Heerwagen noch Salihovic Schuss parieren, so war der lange Bayer in der nächsten Szene machtlos. Wieder kamen die Hoffenheimer über die linke Abwehrseite des VfL durch. Fuchs konnte Maicosuels Flanke nicht verhindern, Ibisevic staubte ab. Die Hoffnungen der Bochumer Fans auf den lang ersehnten zweiten Heimsieg dieser Spielzeit erhielten einen Dämpfer.
Aber dann setzte sich fort, was Heiko Herrlich nach den letzten Partien gesagt hatte. "Der Erfolg kommt von der Bank." Zlatko Dedic, bereits gegen Leverkusen erfolgreich, platzierte - nach Fuchs' Vorarbeit, den Ball wunderbar und unerreichbar für Hildebrand ins Netz. Wieder hatte der VfL Bochum nach einem Treffer des Gegners die passende Antwort parat. Nun skandierten auch die Bochumer Fans unter den nur 17000 Besuchern: "Steht auf für den VfL."
Als dann Schiedsrichter Fritz Luiz Gustavo, der in Lewis Holtby geradezu reingeflogen war, die Rote Karte präsentierte, war der zweite Heimsieg so gut wie perfekt.

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