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VfL Bochum beschenkt Paderborn großzügig

12.08.2012 | 18:41 Uhr
Der Ball ist im Netz, der Frust groß: Andreas Luthe nach dem Treffer zum 0:2. Foto: Hartwig Sellmann

Bochum.   Nein, vergleichen wollte Andreas Bergmann dieses 0:4 nicht mit dem vor einem knappen Jahr, als er seinen Einstand gegeben hatte in Bochum - mit eben diesem Ergebnis gegen eben diesen Gegner.

„Nicht so hilflos“ wie damals fühlte sich Bergmann am Samstag und befand, er könne die erneute Schlappe gegen den SC Paderborn „schon richtig einordnen“. Heißt: Der VfL-Trainer wird diesmal nicht Willen und Mentalität seiner Spieler in Frage stellen müssen wie damals, als er nach zwei Trainingstagen noch gar keinen richtigen Eindruck von seiner Mannschaft hatte.

Am schlimmen Ergebnis ändert das ebenso wenig wie die Erkenntnis, dass „der eine oder andere Spieler Lehrgeld“, so Bergmann, zahlen musste in der Benteler-Arena. Gemünzt war das in erster Linie auf Florian Brügmann, der müde und überfordert wirkte, und Leon Goretzka, der als 17-Jähriger den Unterschied zwischen der A-Jugend und dem Zweitligafußball zwangsläufig hin und wieder zu spüren bekommt und weiterhin bekommen wird.

„Mindestens drei Geschenke“

Gelegentliche Fehler der jungen Akteure muss man, wenn man den Weg der Erneuerung geht, erwarten und auch aushalten, die Patzer der etablierten Kollegen indes geben Anlass zu Sorge. Sportvorstand Jens Todt sprach von „mindestens drei Geschenken."

Bochumer 0:4-Blamage in Paderborn

Die Schleifchen bei den Treffern von Mario Vrancic (2), Alban Meha und Deniz Yilmaz banden unter anderem Spieler wie Lukas Sinkiewicz, Christoph Dabrowski, Carsten Rothenbach, Andreas Luthe, seit der Niederlage gegen Mönchengladbach auf wackeligen Beinen, und Marcel Maltritz. Dass Christoph Kramer vor der Abwehr viel zu offen agierte, war ein weiterer Grund dafür, dass nichts mehr übrig blieb von dem guten Eindruck, den die Mannschaft eine Woche zuvor gemacht hatte.

Bedenken auch in der Offensive. Gegen Dresden hatte Yosuke Tasaka erst nach einer halben Stunde aufgedreht, diesmal benötigte er eine Stunde, um auf sich aufmerksam zu machen. Beinahe wäre ihm dabei ein Tor gelungen.

Einzelkritik
Siebenmal Note 5 für die konfusen Bochumer

Mit 0:4 (0:2) ging Zweitligist VfL Bochum im Spiel beim SC Paderborn unter. In unserer Einzelkritik gibt es für sieben Spieler des VfL die Note 5 -...

Oder Zlatko Dedic. Diejenigen, die nur die Torjägerliste referieren können oder wollen, trauen dem Slowenen ja alles Mögliche zu. Aber Dedic’ Abstauberinstinkt ist deutlich stärker ausgeprägt als sein Durchsetzungsvermögen. Der Ball muss ihm schon, ohne dass ein Gegenspieler ihm in die Quere kommt, vor die Füße fallen, wenn’s rappeln soll. Aber wer soll die Vorarbeit liefern? Alexander Iashvili, erneut viel unterwegs, wird perspektivisch mit der Doppelrolle Angreifer/Spielmacher überfordert sein. Das ist absehbar. Was bleibt? Harte und konzentrierte Arbeit im Kollektiv.

„Uns hat nach zehn Minuten der Mut verlassen, den Gegner zu dominieren“, sagte Lukas Sinkiewicz. Man ist geneigt zu fragen: Warum eigentlich?

Frustrierte VfL-Fans beim 0:4

Michael Eckardt

Kommentare
14.08.2012
19:46
Über das Grundproblem des VfL Bochum
von haruo | #29

Für einen ehemals etablierten Bundesligisten ist die Lage so bitter-ernst, dass einem der Spaß, die Freunde vergeht. Denn der Verein bedeutet einem...
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VfL Bochum beschenkt Paderborn großzügig
VfL Bochum beschenkt Paderborn großzügig
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2012-08-12 18:41
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