Terrazzino bewirbt sich für weitere VfL-Startelfeinsätze

Torschütze für den VfL Bochum: Marco Terrazzino (l.).
Torschütze für den VfL Bochum: Marco Terrazzino (l.).
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach einer halben Stunde Anlaufzeit zeigte der VfL beim 3:2 gegen Braunschweig vor allem dank des quirligen Mittelfeldmotors, dass er durchaus ansehnlichen Angriffsfußball zeigen kann. Die Einzelkritik.

Bochum.. Michael Esser: Machtlos beim 0:1, weil Mirko Boland vor seinem Schlenzer ewig lange Zeit hatte, den Winkel anzuvisieren und sehr zielsicher schoss (3.). Packte bei Bolands zweitem (und ähnlich ungestörten) Versuch aus der Distanz sicher zu (18.). Machte bei seinen langen Pässen nicht die beste Figur. Glanzparade beim 18-Meter-Hammer von Zuck (76.). Beim 2:3 wiederum chancenlos. Note: 3

Stefano Celozzi: Leitete mit seinem schlampigen Pass in die Mitte den Braunschweiger Angriff vor dem 0:1 ein (3.). Wählte in dieser Szene die denkbar schlechteste von vielen Optionen. War auf dem Weg, unglücklichster VfL-Spieler der ersten Hälfte zu werden, haute dann aber eine Maßflanke auf Terrazzino raus und bereitete so das 2:1 vor (41.) - seiner zweiter Assist der Saison. Danach allerdings wieder weitgehend unauffällig. Note: 3,5

Felix Bastians: Strahlt Sicherheit aus, weil er solide Pässe spielt und so gut wie jedes Laufduell gewinnt. Was er nicht mehr so oft probieren sollte, sind Torabschlüsse aus 35 Metern - Das Exemplar in der 30. Minute ging zumindest sehr weit am Ziel vorbei. Ein großer Gewinn für die Bochumer Defensive. Note: 2,5

Patrick Fabian: Von Vorsicht wegen seines Nasenbeinbruches war bei ihm nichts zu sehen. Haute sich in jeden Zweikampf rein - auch ohne Schutzmaske. Bereitete mit kluger Brustablage das 1:1 von Terodde vor (36.). Ganz stark in der Luft. Ein grundsolider Auftritt. Note: 2,5

Timo Perthel: Trat in der ersten Hälfte selten in Erscheinung - weil Braunschweig selten über die rechte Angriffsseite kam, da er mit Thomas Eisfeld einen in der Offensive sehr engagierten Vordermann hatte. Bekam in der zweiten Hälfte direkt ein paar Chancen, sich in Szene zu setzen, ließ aber alle ungenutzt. Note: 4

Selim Gündüz: Wie schon in der Vorwoche nimmermüder Aktivposten, der seine Aktionen auf der rechten Mittelfeldseite meistens erfolgreich zu Ende brachte. Ganz starker Abschluss, als er die Kopfball-Ablage von Bulut aus der Drehung an die Latte nagelte (69.). Note: 2,5

Anthony Losilla: Markierte mit seinem Kopfball in der 6. Minute die erste VfL-Chance des Tages. Konzentrierte sich danach eher auf die Abwehrarbeit. Laufstärkster Bochumer, alles in allem aber unauffällig. Note: 3

Danny Latza (bis zur 46. Minute): Spielte vor dem 2:1 einen Traumpass in den Lauf von Celozzi, der danach den Torschützen Terrazzino bedienen konnte - seine erste und einzige starke Szene. Verlor vor dem 0:1 den Zweikampf gegen Kruppke, der den Ball zum Torschützen Boland spitzelte. Wirkte bei der Abwehrarbeit nicht immer sattelfest. Ging zur Halbzeit im Tausch für Zahirovic runter, weil er obendrein auch noch Gelb-Rot-gefährdet war. Note: 4

Spielbericht Thomas Eisfeld (bis zur 79. Minute): Feierte sein Startelfdebüt im VfL-Trikot und führte sich mit einer guten Ecke ein, die Losilla knapp übers Eintracht-Tor köpfte (6.). Zeigte auch danach viele gute Standards. Viel unterwegs und immer irgendwie dabei in Bochums Offensive. Eine richtig gute Heimpremiere für den Mann, der aus Fulham kam. Note: 2,5

Marco Terrazzino: Rückte für Sestak in die Startformation, benötigte allerdings rund eine halbe Stunde, um ins Spiel zu finden. Dann allerdings voll dabei: War erst mit seiner Flanke auf Fabian maßgeblich am 1:1 beteiligt (36.), schoss dann das 2:1 selbst (41.) und holte mit seinem Haken gegen Correia den Strafstoß heraus, den Terodde zum 3:1 verwandelt. Das war eine dicke Empfehlung für weitere Startelf-Einsätze. Note: 2

Simon Terodde: 35 Minuten so gut wie wirkungslos, bis er Eisfeld in den Lauf spielte, der danach die Ecke erzwang, die zum 1:1 führte - beim Ausgleichstor in der Manier eines Torjägers (36.). Hatte in der Drangphase des VfL kurz vor der Halbzeitpause sogar das 3:1 auf dem Fuß, scheiterte aber nach etwas holpriger Ballmitnahme an Gikiewicz (43.). Machte es kurz nach dem Wechsel besser, als er aus elf Metern die Nerven behielt (47.) - Doppelpack und sein zwölftes Saisontor. Ein Brustlöser für den Torjäger, der nach seinen Treffern richtig gut mitspielte und bei seinem Pfostenknaller in der 87. Minute nur um ein Haar den Dreierpack verfehlte. Note: 2,5

Adnan Zahirovic (ab der 46. Minute): Kam für Latza. Weitgehend mit biederem Defensiv-Handwerk beschäftigt - und damit, Mirko Boland kaum noch einen Stich zu gönnen. Spielte Terodde vor dessen Pfostenschuss in der 87. Minute frei. Note: 3,5

Onur Bulut (ab der 66. Minute): Kam für Terrazzino. Hatte direkt eine ganz starke Szene, als er Teroddes Flanke auf Gündüz abtropfen ließ und ihm damit den Lattenkracher ermöglichte (69.). Machte ordentlich Betrieb nach seiner Einwechslung. Note: 3

Stanislav Sestak (ab der 79. Minute): Kam für Eisfeld. Ohne Note