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Sportdirektor Todt warnt VfL Bochum vor einer "Lebenslüge"

09.11.2012 | 18:23 Uhr
Sportdirektor Todt warnt VfL Bochum vor einer "Lebenslüge"
VfL-Sportdirektor Jens Todt ist sich der schwierigen Lage des Revierklubs durchaus bewusst. Foto: imago

Bochum.   Im großen WAZ-Interview spricht Bochums Sportdirektor Jens Todt über die alten Zeiten des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum. Damals gehörte der VfL noch zum Bundesliga-Inventar. Aktuell steckt der Revierklub in der Krise - und Todt erklärt warum. Er ist sich sicher: "Wir steigen nicht ab."

Herr Todt, bei einem Team im Keller der 2. Bundesliga liegt die erste Frage nahe: Was stimmt in Bochum nicht?

Jens Todt: Vordergründig haben zuletzt die Ergebnisse nicht gestimmt. Aber das hat seine Geschichte.

Welche?

Todt: Der Verein hat vor ein paar Jahren eine Grundsatzentscheidung getroffen: Wir wollen und wir müssen stärker auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen. Heute stehen zehn, elf dieser Jungs im Kader. Das muss eine unserer Säulen sein.

Klingt immer gut, funktioniert aber selten...

Todt: Natürlich war uns klar, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Spieler mit Erfahrung dazu holen mussten. Im Rahmen unserer Möglichkeiten heißt: wir konnten keinen Cent an Ablöse ausgeben.

Erklärt das schon den aktuellen Zwischenstand im Keller?

Schauen Sie auf den Saisonverlauf. Wir hatten zu Beginn die Chance, uns im Mittelfeld festzusetzen. Dann wäre der Druck viel geringer, die Sicherheit höher und die Entwicklung der jungen Spieler einfacher. Aber diese Chance haben wir durch unglückliche oder unnötige Niederlagen verpasst. Jetzt sind wir unten reingerutscht.

Also haben Sie Trainer Andreas Bergmann entlassen, den Sie vor einem Jahr geholt haben. Ist das eine persönliche Niederlage?

Todt: Man muss das unterscheiden. Mein Verhältnis zu Andreas Bergman ist bis heute sehr gut, aber das darf keine Rolle spielen. In Bezug auf meine Entscheidungen für den VfL ist es egal, ob ich einen Trainer persönlich schätze. Jedes schlechte Ergebnis trifft mich. Es gibt Gegenwind, das ist doch klar.

Während alles auf den neuen Coach von außen gewartet hat, haben Sie Co-Trainer Karsten Neitzel zum Chef gemacht und gesagt: Er bleibt bis auf weiteres. Klingt arg unentschieden, oder?

Todt: Wir sind von unserer Lösung überzeugt, das vorweg. Und gleichzeitig nimmt sie Dampf aus dem Kessel. Wir wollten auf keinen Fall unter äußerem Druck irgendwen holen, nur um ein neues Gesicht präsentieren zu können. Karsten Neitzel und Thomas Reis haben unser Vertrauen und eine echte Chance, ich finde das in unserer Situation sehr schlüssig.

Viele sagen, der Trainermarkt gebe im Moment ohnehin so wenig her wie selten.

Pro & Contra
Ist Neitzel die richtige Lösung für den VfL Bochum?

Der VfL Bochum hat die Trainerfrage vorerst geklärt: Der bisherige Co-Trainer Karsten Neitzel soll der Mannschaft neues Leben einhauchen und den...

Todt: Sehe ich anders. Der Markt ist immer ähnlich. Aber wir wollten nie reflexartig nach einem so genannten Retter greifen, nur weil das dann kurzfristig Ruhe bringt. Man sollte im Verein eine klare Idee von dem haben, was auf dem Platz passieren soll. Die haben wir. Und du musst als Trainer auch die Situation in Bochum annehmen wollen.

Kommentare
17.11.2012
12:20
Sportdirektor Todt warnt VfL Bochum vor einer
von FAN58 | #25

Lebenslüge ?

Ein User in der RN (Ostblog) rescherschierte und fand ein Link zur NWZ online .
Ganz vage wird hier J.T als Nachfolger von Ex...
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Sportdirektor Todt warnt VfL Bochum vor einer "Lebenslüge"
Sportdirektor Todt warnt VfL Bochum vor einer "Lebenslüge"
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http://www.derwesten.de/sport/fussball/vfl/sportdirektor-todt-warnt-vfl-bochum-vor-einer-lebensluege-id7277107.html
2012-11-09 18:23
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