Sestak glänzt in starker VfL-Offensive - Note 1,5

Zweifacher Torschütze für den VfL Bochum: Stanislav Sestak (r.).
Zweifacher Torschütze für den VfL Bochum: Stanislav Sestak (r.).
Foto: Bernd Thissen / dpa
Was wir bereits wissen
Bochum spielte auch beim 4:1 gegen Heidenheim gefällig nach vorne. In der Hauptrolle: Sestak, der an drei Treffern beteiligt war. Die Einzelkritik.

Bochum.. Michael Esser: Hatte eine gute halbe Stunde lang eine sehr ruhige Schicht, bis ihn Perthel zur Doppelparade gegen Leipertz und Niederlechner zwang - eine bärenstarke Aktion (36.). Machtlos beim Elfmetertor von Leipertz zum 1:2. (41.). Starke Parade gegen Schnatterer (61.), noch stärker beim Rauslaufen gegen Leipertz (66.). Richtig guter Auftritt. Note: 2

Stefano Celozzi (bis zur 46. Minute): Kurbelte das Tempo an vor dem 1:0 und fand den richtigen Zeitpunkt für das Zuspiel auf den Flankengeber Sestak (11.). Machte den VfL-Angriff in der 23. Minute mit einem ganz feinen Lupfer in den Lauf von Eisfeld scharf. Schlug in der 38. Minute eine Maßflanke auf Terodde, der den Ball eigentlich zum 3:0 hätte einköpfen müssen. Bis zu seiner Auswechslung zur Halbzeit mit starker Partie in der Offensive, allerdings ein wenig lässig bei der Abwehrarbeit. Note: 2,5

Felix Bastians: Grundsolide im Zweikampf, im Laufduell kaum zu schlagen. Hielt sich weitgehend aus dem Aufbauspiel heraus, zeigte aber auch einen ganz starken Vorstoß, der mit einem feinen Pass auf Sestak endete (64.). Note: 3

Patrick Fabian: Nicht immer glücklich in seinen Zweikämpfen, kam diesmal aber ohne grobe Schnitzer wie in der Vorwoche in Düsseldorf. Ordentlicher Auftritt. Note: 3,5

Timo Perthel: Spielte rund 35 Minuten einen soliden Part, bis er mit der schlampigen Brust-Rückgabe seinen Torwart in arge Bedrängnis brachte - ein gruseliger Patzer. Sorgte kurz vor dem Pausenpfiff mit sattem Dropkick aus 25 Metern noch mal auf der anderen Seite für Gefahr. Hatte schon bessere Tage. Note: 4

VfL Bochum Anthony Losilla: Leitete mit seiner Balleroberung und einem Pass auf Celozzi den Angriff ein, der zum 1:0 führte (11.). Bestätigte seine starke Form der letzten Wochen mit großer Passsicherheit und viel Engagement. Note: 2,5

Danny Latza (bis zur 46. Minute): Bis zur 36. Minute mit grundsolidem Auftritt als Arbeiter und Ballverteiler auf der Sechs. Stellte sich dann allerdings im Zweikampf mit Niederlechner sehr ungeschickt an und verursachte den Strafstoß, der Heidenheim den Anschlusstreffer zum 1:2 brachte. Note: 4

Stanislav Sestak (bis zur 71. Minute): Durfte nach seinem Doppelpack in Düsseldorf seinen Platz in der Bochumer Startelf behalten. Kam diesmal über rechts und führte sich mit zwei starken Flanken ein - eine davon fand vor dem 1:0 den Weg über Witteks Kopf zum Torschützen Terodde (11.). Hatte danach genug der Vorlagen - und haute den Ball in der 20. Minute einfach mal aus 20 Metern mit links ins Tor. Machte in der zweiten Halbzeit Platz für Gündüz und rückte auf die linke Mittelfeldseite. Auch von der neuen Position aus torgefährlich - wie bei seinem Flachschuss in der 58. Minute. Zwang FCH-Keeper Zimmermann mit starkem Volleyschuss zu einer Glanztat (66.). Stand auch in der 70. Minute goldrichtig und staubte zum 3:1 ab - seine fünfte Torbeteiligung in den letzten beiden Spielen. Durfte sich kurz darauf verdientermaßen von den Fans feiern lassen und ging im Tausch für Gregoritsch runter. Note: 1,5

Thomas Eisfeld: Kehrte nach abgesessener Rotsperre zurück in die Startelf und übernahm wieder die Zehner-Position. Nach der Auswechslung von Latza zur Halbzeit als Sechser neben Losilla unterwegs. Bereitete mit einem 40-Meter-Traumpass das 4:1 durch Gregoritsch vor. Richtig stark als Ballverteiler, technisch auf ganz hohem Niveau. Note: 2

Marco Terrazzino: Hatte die erste große Chance des Spiels, traf den Ball in der 7. Minute nach Gewühl im FCH-Strafraum aber nicht sauber. Viel unterwegs, brachte seine Aktionen aber nicht immer konsequent zu Ende. Leitete den ganz wichtigen Treffer zum 3:1 ein, als er den Weg in den Strafraum und den Doppelpass mit Terodde suchte. Holte geschickt den Elfmeter raus, den Terodde in der 83. Minute verschoss. Note: 3

Simon Terodde: Bewies direkt in der 11. Minute mal wieder seinen Torriecher, als er nach Sestaks Flanke und Witteks Verlängerung zum 1:0 einnickte - sein 13. Saisontor. Vergab in der 38. Minute auf Flanke von Celozzi die Riesenchance zum 3:0, als er aus rund sechs Metern freistehend am Tor vorbeiköpfte. Auch bei seiner Chance in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit etwas zu umständlich. Am 3:1 wieder maßgeblich beteiligt, als er den Ball für Terrazzino prallen ließ, vo dem der Ball dann den Weg zum Torschützen Sestak fand. Schoss den Elfmeter in der 83. Minute etwas zu unplatziert. Note: 2

Onur Bulut (ab der 46. Minute): Kam für Celozzi und nahm dessen Platz als Rechtsverteidiger ein. Wirkte besonders zu Beginn der zweiten Hälfte nicht immer sattelfest. Wurde im Laufe der Halbzeit mutiger und blieb ohne große Fehler. Note: 3,5

Selim Gündüz (ab der 46. Minute): Kam für Latza und rückte auf die rechte Außenbahn. Startete unglücklich mit einigen überhasteten und ungenauen Ballaktionen. Forderte viele Bälle und haute sich wie immer voll rein, hinterließ aber einen alles in allem eher unglücklichen Eindruck. Note: 4

Michael Gregoritsch (ab der 71. Minute): Kam für Sestak - und ersetzte ihn adäquat: Blieb nach Eisfelds Traumpass cool und traf zum 4:1 (74.). Ohne Note.