Schulden beim VfL Bochum steigen auf sechs Millionen Euro
02.02.2012 | 18:39 Uhr 2012-02-02T18:39:00+0100
Bochum. Obwohl die Schulden bis zum Saisonende auf etwa sechs Millionen Euro steigen werden, will man beim VfL Bochum auch in der kommenden Spielzeit das Ziel Aufstieg nicht aus den Augen verlieren.
Einige sprechen von Ausverkauf, andere sehen den VfL Bochum bereits auf dem Weg in die dritte Liga oder gar in die Insolvenz. Wie es um den Klub momentan tatsächlich bestellt ist, darüber sprachen vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock die beiden Vorstände Jens Todt (42) und Ansgar Schwenken (42) mit WAZ-Redakteur Michael Eckardt.
Kurz gefragt, muss man sich Sorgen machen um den VfL ?
Jens Todt: Hier muss niemand Angst um den Klub haben. Wir haben einen Weg eingeschlagen, mit dem ich sehr zufrieden bin. Wir haben die Liquidität erheblich verbessert, ohne sportliche Substanz verloren zu haben.
Also ist die laufende Saison finanziert?
Ansgar Schwenken: Es ist zwar eng, aber diese Saison ist finanziert.
Wie eng ist es denn konkret? Die Saisonplanung, vorgetragen auf der letzten Mitgliederversammlung, ging von Verbindlichkeiten in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus zum Ende dieser Spielzeit. Bleibt es dabei?
Schwenken: Wir werden vermutlich bei 6 Millionen landen nach diesen zwei Zweitligajahren. Das ist aber, dank der Transfererlöse, immer noch ein geringerer Verlust als in unserer Zweitligasaison 2005/2006. Damals waren es es rund 4,5 Millionen Euro.
Wie kommt denn die Differenz zustande zwischen den kalkulierten 3,5 Millionen und den jetzt als realistisch betrachteten 6 Millionen?
Schwenken: Wir verlieren an TV- und Zuschauer-Einnahmen jeweils etwa 500000 Euro im Vergleich zur Kalkulation.
Aber gleichen die Einnahmen aus dem DFB-Pokal diesen Fehlbetrag nicht aus?
Schwenken: Wir können damit dieses Minus tatsächlich zwar nicht ganz, aber annähernd kompensieren.
Dann bleibt ja nur noch der Sestak-Transfer als großer Verlustbringer. 2,8 Millionen Euro waren mit MKE Ankaragücü vereinbart, wie viel davon ist bislang beim VfL Bochum angekommen?
Schwenken: Es fehlen noch 2,3 Millionen Euro, davon wären 950000 Euro bereits fällig gewesen. Deshalb die 6 Millionen, von denen ich eingangs gesprochen habe.
Haben Sie sich in dieser Angelegenheit etwas vorzuwerfen, waren Sie zu blauäugig?
Todt: Wir müssen schon offen ansprechen, dass uns der Ausfall der Sestak-Gelder trifft. Wir standen unter Zeitdruck. Es hat leider eine vertragliche Konstruktion gegeben, nach der wir nach Ablauf einer bestimmten Frist die Transferrechte verloren hätten. Wir werden jetzt einen Titel erwirken und müssen dann sehen, was mit Ankaragücü passiert.
Schwenken: Jedenfalls haben wir über die Sportgerichtsbarkeit mehr Chancen Geld zu bekommen als wenn wir es in der Türkei zivilrechtlich versuchen würden.
Man könnte angesichts der Zahlen meinen, dass die finanzielle Not Ihre Transferpolitik diktiert hat. Ist es so?
Todt: Nein, wir waren nie getrieben, etwas zu tun.
Schwenken: Wir haben kein Tafelsilber weggeben. Im Angriff haben wir einen Tausch vorgenommen, der wirtschaftlich ausgeglichen ist, uns aber einen Spieler mit dreieinhalbjähriger Vertragslaufzeit beschert. Das stellt für uns einen ganz anderen Wert dar.
Um 20 Prozent etwa, so wurde bereits kommuniziert, soll der Profi-Etat in der kommenden Saison gesenkt werden. Wie viel Geld steht genau zur Verfügung?
Todt: Mit den geplanten 7,5 Millionen Euro werden wir knapp oberhalb des Zweitliga-Durchschnitts liegen. Aber ich will gar nicht jammern, sondern kämpferisch an die Sache herangehen. Wir planen auch keine Einschnitte bei der Verwaltung.
Schwenken: Wir vermarkten uns inzwischen vollständig selbst und haben dadurch unsere Erlöse steigern können. Außerdem wollen wir den engen Kontakt zu unseren Fans beibehalten.
Was werden diese Fans denn zu sehen bekommen? Das große Ziel ist ja weg.
Todt: Es wird ein harter Weg, den die Fans hoffentlich mitgehen werden. Wir wollen aber weiter offensiv und mutig spielen. Hier wird nichts plätschern, wir werden keinen Punkt herschenken.

10:12
...mein alter VfL. In guter Tradition wurden nun die beiden Spieler mit dem größten Potenzial verscherbelt. Wenn die Leute jetzt trotzdem noch rennen und kämpfen würden wie früher und immer irgendwie in Liga EINS bleiben würden, dann könnte man fast sagen: Der VfL ist wieder da!
Die drei größten Wendepunkte waren dabei aus meiner Sicht:
1) Das verlorene Lüttich-Spiel - kann passieren, aber das war schon ein Meilenstein, der einiges zum Guten hätte wenden können.
2) Intern schon den Klassenerhalt in Liga eins zu feiern, um dann noch genau einen Punkt aus den letzten zwölf (?!) Spielen zu holen und sang- und klanglos sowie völlig überflüssig abzusteigen. Da haben uns charakterschwache Spieler wie Fuchs, die meinten, vom Abstieg profitieren zu können, einen Bärendienst erwiesen.
3) Das viel zu lange Festhalten am Trainer Funkel. Hätte man hier rechtzeitig reagiert, dann gäbe es jetzt vielleicht noch eine Perspektive.
Stimmt genau...wie sagte seinerzeit noch Peter Peschel- Wir haben noch 5 Heimspiele,da holen wir die Punkte!...War aber nicht so,weils keiner begreifen wollte,daß man in höchster Gefahr war.
00:00
Werdet Mitglieder, und laßt euch in den Aufsichtsrat wählen,......oder vielleicht besser nicht.
erneut ein "klase" Beitrag.
Wie immer belanglos, klase
Kannste auch was zum Wohle oder Verbesserung des VfL beitragen?
Dies schreibt ein eingeschriebenes Mitglied beim VfL und Vertreter eines VfL-Fanclubs.
Armselig sowas,wie die 6 MIO Schulden.....
23:42
Für Stani Sestak wird der VfL keinen Cent mehr sehen.
Da hat Bochums Vorstand für Finanzen dem VfL ja einen Bärendienst erwiesen.
Amateurhaft, Herr Schwenken !
Siehe meinen ersten Kommentar......Bei Sestak hat der Finanzvorstand total versagt!
Da hätte man seitens des VfL sofort gerichtlich (nicht nur über FIFA ) vorgehen müssen.
Die Kümmels lachen sich ins Fäustchen.
20:11
ohne Stadtwerkezuschuss wären es sogar 7,5 Mill !!!!!!
So kann man auch das Geld der Allgemeinheit verbrennen indem man
es in einen Amateurverein steckt.
Heulsuse
19:28
Was sich in den letzten 3 Jahren beim VfL abgespielt hat ist kaum in Worte zu fassen!
Chronologie:
1. Endlich Koller die Trocken.flaume entlassen.
2. Heinemann und Wosz nur kurz zum Einsatz gebracht.
3. Herrlich den Paranoiker nach kurzem Gastspiel entlassen.
4. Wosz mit dem Abstieg alleine gelassen:
5.Funkel den Passiv Trainer geholt:
6. Gustl als sogenannter Sportlicher Direktor geduldet
7. Präsident verloren (Gottseidank)
8. Neues Präsidium kaum in Erscheinung getretten (Wer ist das noch mal?)
9. Neuer Sportlicher Direktor und Finanzvorstand sind nur Selbstdarsteller ohne sachlichen Hintergrund.
10. Viele treue Fans vergrault nicht nur durch unatraktive Spielweise und Einstellung, sondern auch durch miese Logistik, mieses Catering und miesen und überheblichenFankontakt!
Jetzt dem VfL Fan erzählen, das eine 6 Millionen Verschuldung nichts besonderes ist, die müßen ein doch für Bescheuert halten! Spätestens im April wird der VfL finanziell in absolute Schwierigkeiten geraten und auch noch um ihre Lizenz bangen müßen!
Trotz allem, wünsch ich dem VfL GLÜCK AUF und das er endlich mal wieder in ruhiges Fahrwasser gerät!
12:50
Erstmal den Liga 2-Klassenerhalt erreichen.Dann rechtzeitig Abgänge und Zugänge bekanntgeben,denn dieser Kader hat nicht das Zeug nach ganz oben.Was ist mit den Leihspielern? Wer hat weiterhin einen gut dotierten Vertag für ein weiteres Zweitligajahr?
Allerdings bin ich der Meinung,daß bei Tese undYahia das Butterbrot zu dünn belegt war,da hätte mehr Geld reinkommen müssen.
Und diesen Sestak-Klüngel müssen sich die entsprechenden Vorstandsmitglieder selber ans Bein binden.Da hätte nach Ausbleiben der nächsten Rate schon härter durchgegriffen werden müssen.
Ansonsten Glückauf VfL....strengt Euch an.
Hallo VfL
Nach Kuntz kam nur noch Kernschrott. Und das Spiel-Niveau hat nur noch Bezirksligaformat. Sie können halt nicht mehr.
Alles Gute