Bochum

Sama verlässt den VfL Bochum - Jungwirth vor dem Absprung

Zuletzt nur noch im Regionalliga-Team und damit unzufrieden: Florian Jungwirth ist noch ein Wechselkandidat beim VfL Bochum.
Zuletzt nur noch im Regionalliga-Team und damit unzufrieden: Florian Jungwirth ist noch ein Wechselkandidat beim VfL Bochum.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ FotoPool
Stephen Sama, der Probespieler der letzten Tage, wurde am Mittwoch vor der Mannschaft verabschiedet beim VfL Bochum. Dagegen wird Malcolm Cautalua am Donnerstag erstmals mittrainieren. Für Florian Jungwirth soll es erste Nachfragen anderer Klubs gegeben haben.

Bochum. Der eine ging gestern, der andere kommt heute. Innenverteidiger Stephen Sama, der einige Tage mittrainiert hat beim VfL Bochum, wurde am Mittwoch vor versammelter Mannschaft freundlich verabschiedet von Trainer Peter Neururer. Der zuletzt beim FC Liverpool aktive 21-Jährige wird „aus sportlichen Gründen“, so der Trainer, nicht verpflichtet.

Malcolm Cacutalua dagegen nimmt heute erstmals am Training teil. Gestern hat der 19-jährige U-20-Nationalspieler einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben, der VfL leiht den 1,88m-Jungen, wie in der gestrigen Ausgabe bereits berichtet, von Bayer Leverkusen bis 2016 aus.

Bereits vor dem Trainingsauftakt in diesem Sommer, sagt Peter Neururer, sei der mehrmals von ihm und Funny Heinemann und anderen beobachtete Cacutalua ein „Wunschspieler“ gewesen. Jetzt ist er der „adäquate Nachfolger“, so Neururer, von Lukas Klostermann, dem 18-Jährigen, den der Verein nur ungern nach Leipzig ziehen ließ. Hält Cacutalua, was man sich von ihm verspricht, ist er mehr als nur ein Ersatz - rein sportlich. Finanziell kann er das nicht sein, weil er als Leihspieler dem VfL ja keine Ablöse bescheren kann.

Als „sehr guten Techniker“ beschreibt der Trainer den Hochbegabten, „er ist ballsicher, vielseitig im Defensivverbund einsetzbar, hat ein gutes Zweikampfverhalten und ordentliches Kopfballspiel“. Erkenntnisse aus „U-23-Spielen in der Regionalliga und U-20-Länderspielen“, schränkt der Trainer ein. Auf dem robusten Zweitliga-Niveau der „alten Haudegen“ muss sich das Talent erst noch beweisen.

Cacutalua für Braunschweig noch keine Option

In Fürth, wo er ja erst im Juli anfing, hat er es nicht geschafft. „Leider haben sich die gegenseitigen Erwartungen nicht erfüllt“, sagte Fürths Präsident Helmut Haack. Jedenfalls war Cacutalua nach nur einem Pflichtspieleinsatz für die Profis, beim 3:0-Sieg beim sechstklassigen SV Waldeskirch, fortan nur noch für die Regionalliga vorgesehen. Anders als nun in Bochum. Für das Spiel am Sonntag, beim Bundesliga-Absteiger Eintracht Braunschweig, kommt er freilich noch nicht in Frage. Obwohl in Heiko Butscher die derzeitige Nummer drei in der Innenverteidigung eventuell ausfällt. Dienstag und Mittwoch musste der Routinier jedenfalls mit Halswirbelsäulen-Problemen passen. Auch Onur Bulut fehlte gestern. Der „neue“ Rechtsverteidiger war am Ende des Dienstagtrainings ausgerutscht, sein Hüftgelenk herausgesprungen. Nachdem Neururer spontan an eine „Notschlachtung“ gedacht hatte angesichts eines humpelnden Bulut, wie der Coach mittlerweile grinsend erzählen kann, sah Bulut gestern wieder ganz passabel aus. Voraussichtlich kehrt er heute ins Training zurück.

Für beide, Bulut wie Butscher, wäre der erste Nachrücker in den Kader Florian Jungwirth, so der Coach - sofern er dann noch zum VfL gehört. Es soll erste Nachfragen interessierter Klubs geben für den mit seiner Reservisten-Rolle unzufriedenen Mittelfeldspieler. Auch ein Wechsel von Adnan Zahirovic ist noch nicht ausgeschlossen. Transferschluss ist am Montag, 18 Uhr. „Mal sehen, was bis dahin passiert“, sagt Neururer. Und: „Sollte noch ein Spieler gehen, würden wir noch einen verpflichten.“

Man ist also bestens vorbereitet.