Rzatkowski sorgt für versöhnlichen Jahresabschluss
19.12.2009 | 17:45 Uhr 2009-12-19T17:45:00+0100
Beim 1:1-Remis gegen Gladbachs Zweite bekam der scheidende Co-Trainer Rouven Schröder sein "Abschiedsspiel". VfL II bot eine starke Leistung.
Borussia Mönchengladbach II - VfL Bochum II 1:1 (1:0)
Tore: 0:1 Pisano (44.), 1:1 Rzatkowski (55.)
VfL Bochum U 23: Esser - Duah, Schröder, Kalina, Pellowski - Zech, Megert - Semlits, Labiadh (86. Hibbeln) - Rzatkowski - Aydin
Zwar ohne Sieg, dafür aber mit einer ansprechenden Leistung beendete die U 23 des VfL Bochum das insgesamt erfolgreiche Fußball-Jahr 2009, an dessen Ende die jungen Talente sich auf dem dritten Platz in der Regionalliga festgebissen haben. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Die gesamte Truppe hat eine sensationelle Leistung abgerufen”, lobte Trainer Nico Michaty seine Schützlinge nach dem 1:1-Remis gegen Mönchengladbachs Zweite.
Vielleicht war es die Tatsache, dass Co-Trainer Rouven Schröder in einer Art Abschiedsspiel noch einmal für den VfL Bochum auf dem Platz stand, welche die Blau-Weißen zu dem versöhnlichen Jahresabschluss antrieb. Die Bochumer machten jedenfalls mit spektakulärem Offensivspiel von der ersten Minute an klar, wer die spielbestimmende Mannschaft an diesem so verschneiten Samstag werden sollte.
Allein das Glück war dem VfL nicht hold. Gleich zwei Mal verweigerte Schiedsrichter Jablonski einen Elfmeter, was Trainer Michaty auch nach dem Spiel kaum fassen konnte: „Zumindest das Foul an Marc Rzatkowski war eine glasklare Sache.” In der 35. Minute legte der Mittelfeld-Dribbler, der gegen Gladbach als hängende Spitze fungierte, den Ball an Torwart Löhe vorbei und wurde dann, wie im Spiel gegen Lotte, elfmeterreif umgerissen.
Dieser Frederic Löhe, der eigentlich schon unter der Dusche hätte stehen müssen, vereitelte in der Folge eine Möglichkeit nach der nächsten. Zu allem Unglück traf Gladbach kurz vor der Pause mit seinem ersten Torschuss gleich ins Schwarze. Mit einem 0:1-Rückstand musste die Michaty-Elf also in die Kabine.
Bochums U 23 steckte den Rückstand aber gut weg und machte da weiter, wo sie aufgehört hatte. In der 55. Minute wurde das VfL-Offensivspiel schließlich belohnt. Eine schöne Kombination über Philip Semlits und Mirkan Aydin, schloss Rzatkowski trocken zum 1:1-Ausgleich aus wenigen Metern ab. Beinahe hätte Schröder sein „Abschiedsspiel” sogar mit einem Tor gekrönt, aber Löhe, der auch in der zweiten Hälfte überragte, fischte den hart platzierten Kopfball des scheidenden Co-Trainers aus dem Winkel.
So war Michaty zwar am Ende traurig, einen statt drei durchaus verdienten Punkten mitgenommen zu haben, gab sich aber, ob der starken Leistung seiner Elf, sehr zufrieden mit dem würdigen Jahresabschluss: „Wir haben das Spiel auf schwierigen Bodenverhältnissen über 90 Minuten dominiert. Uns hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt. Ich bin stolz auf meine Truppe.”

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