Rzatkowski sorgt für einsames Highlight
17.10.2009 | 17:59 Uhr 2009-10-17T17:59:00+0200
Bochumer Talent rettet mit seinem Traumtor ein 1:1-Remis gegen Bonn. In einem kampfbetonten Spiel bleibt der Treffer jedoch einer der wenigen Höhepunkte.
VfL Bochum U 23 - Bonner SC 1:1 (1:1)
VfL Bochum U 23: Esser - Duah, Fabian (26. Kalina) , Acquistapace, Pellowski - Zech, Rzatkowski - Semlits (87. Mengert), Labiadh (46. Ostrzolek) - Prokoph, Aydin
Tore: 0:1 Hammes (21.), 1:1 Rzatkowski (29.)
Nico Michaty hatte vor der Partie schon auf die Spielstärke des Tabellenletzten aus Bonn hingewiesen und ein schweres Spiel prophezeit - Der VfL-Trainer behielt recht: Am Ende einer kampfbetonten Partie konnten sich die zu Hause ungeschlagenen Bochumer glücklich schätzen, überhaupt einen Punkt im Lohrheidestadion behalten zu haben – der VfL II hat, gelinde gesagt, schon bessere Tage erlebt in dieser insgesamt bisher erfolgreichen Saison. „Man hat deutlich gesehen, dass Bonn stärker ist, als es der Tabellenstand aussagt. Nach dem Spielverlauf ist es für uns ein klarer Punktgewinn”, relativierte Michaty nach einer nervenaufreiben Partie.
Die jungen Bochumer traten, bis auf Kevin Vogt und Salvatore Bari, in Bestformation an und legten zunächst dementsprechend forsch los. Die erste Druckphase, mit Chancen von Oliver Zech (4.), Mirkan Aydin (5.) und Marc Rzatkowski (19.), durchbrachen die Bonner allerdings mit dem Führungstreffer durch Jan-Phillip Hammes, der nach einem von Torhüter Michael Esser abgewehrten Ball am schnellsten reagierte.
Der nächste Rückschlag ereilte die Bochumer in der 26. Minute. Patrick Fabian, zuvor unsanft von Evangelista de Souza attackiert, musste mit einem doppelten Bänderriss raus. Die Bochumer zeigten aber die richtige Reaktion: Marc Rzatkowski, in der ersten Hälfte Dreh- und Angelpunkt des VfL-Spiels, fasste sich in der 29. Minute ein Herz und erzielte aus gut 18 Metern ein unhaltbares Traumtor. Nur neun Minuten später klingelte es wieder im Kasten von Bonns Torwart Andy Hubert, doch Schiedsrichter Andreas Robke hatte vor dem Kopfballtreffer von Christian Kalina ein Foulspiel gesehen.
Nach dem Seitenwechsel nahmen die Gäste, bei denen vor allem Ercan Aydogmus für ständige Unruhe im Bochumer Strafraum sorgte, das Heft in die Hand. Bochum rackerte ordentlich auf dem Rasen, der Ertrag in Form von Torchancen blieb bis auf eine Möglichkeit für Roman Prokoph (82.), aber aus. Gerade das Spiel über die neu besetzten Flügel lahmte beinahe über 90 Minuten. So blieben die Stürmer Aydin und Prokoph, die in den vergangenen Woche beide bei den Profis mittrainiert hatten, gegen die robust und sicher stehende BSC-Defensive größtenteils auf sich alleine gestellt und konnten sich dabei nur selten durchsetzen.
Während Bochum also kaum für Entlastung sorgte, drehten die Bonner in der Schlussphase noch einmal auf, zum Sieg fehlte dem Aufsteiger nur ein wenig Glück. So kratzte Esser einen Kopfball von Leon Binder von der Linie (77.), Karnay streifte mit seinem Versuch nur den Außenpfosten (80.), und Evangelistas Schuss knallte gegen den Innenpfosten (86.).
„Wir haben im Verlaufe des Spiels die Kontrolle verloren und hatten vorne einfach keine Durchschlagskraft”, musste sich Michaty eingestehen, blickte aber wie gewohnt auch gleich wieder positiv nach vorne: „Gerade für unsere jungen Spieler war dieses körperbetonte Spiel eine wichtige Erfahrung.”

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