Nur ein Heimsieg fehlt zum Glück beim VfL Bochum
12.02.2010 | 21:07 Uhr 2010-02-12T21:07:24+0100
Bochum. Der VfL Bochum hat trotz neuer Stabilität seit acht Spielen zu Hause nicht mehr gewonnen. Das soll sich am Samstag gegen 1899 Hoffenheim ändern.
Es ist schon erstaunlich, was derzeit in Bochum passiert. Seit fünf Spielen ist der VfL, der Dauer-Abstiegskandidat, unbesiegt, er hat sich unter Trainer Heiko Herrlich zu einer stabilen Einheit gemausert, die sich auch von Rückständen gegen Top-Teams wie Schalke (2:2) und zuletzt Leverkusen (1:1) nicht aus der Ruhe bringen lässt. Und trotz des konstant eiskalten Winterwetters, gemeinhin nicht gerade der Freund von Fußballer-Muskeln, handelte Herrlich die Frage nach den Ausfällen im Rekordtempo ab. Nur Talent Kevin Vogt, ohnehin noch ohne Einsatz, ist verletzt. Alle anderen sind bereit für das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag.
Nur 22000 Zuschauer
Es läuft rund beim VfL, könnte man meinen. Doch es gibt einen Makel, der so gar nicht in diese heile Welt passt. Im August gewann der VfL mit 1:0 gegen Berlin, es folgten acht sieglose Heimspiele – Vereinsrekord. Und wohl ein Grund dafür, dass selbst gegen den Spitzenreiter nur 22 000 Zuschauer kamen.
Herrlich weiß natürlich genau, dass ein Heimsieg „auch für die Emotionen wichtig” wäre, und er ist sich sicher, dass dieser Erfolg „bald gelingt, wenn wir weiter so auftreten wie gegen Leverkusen”. Vielleicht „schon” gegen Hoffenheim.
Höchster Respekt
Vor der TSG hat Herrlich allerdings höchsten Respekt, trotz der für die Ansprüche der Kraichgauer unbefriedigenden Saison zweifellos zu Recht. Nach zuvor vier Niederlagen hat Hoffenheim gegen Hannover die Wende geschafft, und das Pokalspiel in Bremen (1:2) hätte das taktisch und spielerisch überzeugende Team von Ralf Rangnick durchaus gewinnen können – trotz zahlreicher Ausfälle. Während Rechtsverteidiger Andreas Beck und Chinedu Obasi weiter fehlen, dürften in den Innenverteidigern Josip Simunic und Marvin Compper zwei Stützen wieder dabei sein. Auch Demba Ba zählt wieder zum Kader. Rangnick jedenfalls setzt auf Sieg.
Herrlich übrigens auch. Er drückt das nur anders aus: „Wir kämpfen”, sagt er, „weiter auch um jeden Fan.”

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