Neue Namen, neue Räte beim VfL Bochum?
05.09.2010 | 20:14 Uhr 2010-09-05T20:14:00+0200
Bochum.Im Fußball werden Personalien immer heiß diskutiert, auch die jenseits des Platzes in den Führungsgremien. Dass der kritische VfL-Fan und Autor Frank Goosen künftig, wenn er denn gewählt wird am 4. Oktober, im Aufsichtsrat Verantwortung übernehmen will, war das Bochumer Thema der letzten Tage.
Nun aber hat es den Anschein, als ob weitere Veränderungen anstünden.
Goosen, der sicher kein Geld mitbringt und auch nicht die große Fußball-Kompetenz, wie er selbst einräumt, sieht seine Aufgabe vor allem in der Außendarstellung. Daneben muss der Klub aber bemüht sein, sich weitere Reputation und Kontakte auf Wirtschaftsebene zu verschaffen. Zwei Plätze sind noch, Goosens Wahl vorausgesetzt, frei, dann wäre die Maximalzahl von zehn Aufsichtsräten erreicht - sofern niemand abspringt.
Dass der „Reviersport“ vor der anstehenden Mitgliederversammlung mit den Namen von Bernd Wilmert und Hans-Peter Villis spekuliert, kommt nicht von ungefähr. Wilmert, seit 1993 bei den Bochumer Stadtwerken Sprecher der Geschäftsführung, hat in den letzten Jahren über die Stadtgrenzen hinaus stetig an Ansehen und Einfluss gewonnen. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender der Trianel-Gruppe, in der 80 kommunale Wasser- und Energieversorger vereinigt sind, und seit ein paar Monaten steht er sogar als Präsident dem europäischen Verband lokaler Energieunternehmen vor. Die „CEDEC“ nähert sich mit ihren angeschlossenen Unternehmen allmählich einem Jahresumsatz von 100 Milliarden Euro.
Bereits seit einiger Zeit ist man bei den Stadtwerken nicht gerade erfreut darüber, dass der größte Geldgeber des VfL Bochum weder Sitz noch Stimme hat in dem entscheidenden Gremium des Klubs. Was nicht unbedingt und ausschließlich am VfL Bochum selbst liegen muss. Denn für eine Führungskraft einer Stadt-Tochter sind weitere Aktivitäten, vor allem die, die dem Image des Unternehmens abträglich sein könnten, genehmigungspflichtig. Letztlich dürfte also Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz darüber entscheiden, ob Bernd Wilmert beim VfL Bochum mit von der Partie sein darf. Gelegentlich ändert man ja seine Meinung.
Hans-Peter Villis, Diplom-Ökonom wie Wilmert, ist derzeit Vorstandschef des drittgrößten Energieunternehmens Deutschlands EnBW. Villis hat sich auf seinen Stationen Veba, Gelsenwasser und EON einen guten Namen gemacht und sich für höhere Aufgaben qualifiziert. Obwohl er in Karlsruhe präsent sein muss, hat der langjährige VfL-Fan noch immer einen Wohnsitz in der Heimat Castrop-Rauxel. Villis gilt als kompetenter, sachorientierter Mann und wurde von der „Financial Times“ in einem Vergleich mit seinem omnipräsenten und zu Provokationen neigenden Vorgänger mal als „Anti-Claassen“ bezeichnet. Weil EnBW bereits den VfB Stuttgart und den KSC sponsert, würde der Sohn eines Bergarbeiters neue Finanzquellen nicht direkt sprudeln lassen können für den VfL, vielleicht aber durch seine Verbindungen.
Ob Villis überhaupt zur Verfügung steht, ist schwer einzuschätzen. Als er vor zwei Jahren bei EnBW antrat, endete der Artikel darüber in der „Financial Times“ mit diesen Worten: „Nun aber werden die Wurzeln langsam abreißen - die Wurzeln zur Heimat und früher oder später wohl auch die zu seinem VfL.“

21:39
@6 Graf Engelbert und Opa Friedhelm sind eine Person.
Nur wer Verbindungen und Geld hat kann dem VfL helfen, hat WA auch schon mal für uns erledigt (schon vergessen??). @10 11 haben tiefergründig den nötigen Überblick...VfL for ever, wir steigen mit dieser G.-truppe (wg. 2010 ihr werdet schon sehn....)......Revierderbys wirds dann jedoch nicht mehr geben, weil es Ückendorf/Münster -Süd und Lüdenscheid nicht mehr gibt (modern: Insolvenz mangels Masse abgelehnt).
21:24
Ey Leute, was habt IHR für Probleme, es bewegt sich etwas beim VfL und IHR seid unzufrieden....
das geht nicht, @10 hat tiefergründig Recht.
Erst überlegen, dann schreiben. Vfl vor ever.
21:07
Vielleicht kommen jetzt die Stromgewinne auch zum Vfl. In Lüdenscheid haben diese (Eon) ja wohl schon Wunder bewirkt und ich möchte als Bochumer auch mal etwas davon haben.
16:11
Sparkasse und Stadtwerke sind letztlich städtische Betriebe und damit werden die Spitzenpositionen politisch besetzt und nicht aufgrund des unternehmerischen Sachverstandes. Daran fehlt es dem VfL. Verwaltungshengste haben wir genug.
Aber ich freue mich dennoch, wenn die Stadtwerke Bochum im ähnlichen Umfang wie die Betriebe in Gelsenkirchen (und die sind viel kleiner) den VfL mit ca. 20 Mio. unterstützen. Nur bitte versucht die Konzepte aus Schalke und Dortmund nicht wieder zu kopieren. Bitte versucht Euch ein eigenes Profil zu geben... Goosen ist ein vortrefflicher Redner. Er muss nur gut gefüttert werden durch Konzepte, Strategien und Ideen...
14:37
@7
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich sehe hier keine Interessenskonflikt und halte den Mann für Profi genug um dies auch so durchzuziehen. es müssen Leute mit den Entsprechenden Verbindungen her.
11:25
Der Wilmert bringt doch kein eigenes Geld mit, der schenkt dem VfL doch unser Geld aus den Strom-, Wasser- und Gasgebühren. Diese Finanzierung ist rechtlich gar nicht legal. Aus diesem Grund darf Wilmert gar nicht in den Aufsichtsrat, da die Finanzierung des VfL mit Stadtwerke-Gebühren quasi den Straftatbestand der Untreue erfüllen würde. Der Mann müsste sofort verhaftet und in Untersuchungshaft gebracht werden. Wenn da die OB kein Veto einlegt, hagelt es auf alle Fälle Strafanzeigen!
08:57
Warum sollten Opa Friedhelm und Graf Engelbert eigentlich nicht kandidieren,Opa Friedhelm bringt
den notwendigen Sachverstand mit und vielleicht hat Graf Engelbert Kohlen um bei diesem maroden VfL
mal wieder etwas zum Positiven zu verändern!
07:36
Also wenn Leute die Geld mitbringen oder gute Beziehungen zu Leuten mit Geld haben, dann sollte man die in den Aufsichtsrat wählen!
Natürlich muß die Liebe zum Verein vorhanden sein.
02:49
Kein Bock auf AKW Lobbyisten!
23:45
Bernd Wilmert? Hat der sich nicht auch in der Heldengedenkhalle des Platzes des Europäischen Friedens in einer Steinplatte verewigt? Was sagte nochmal Jochen Malmsheimer dazu: „Dies ist auch die Stadt, die einen „Platz des europäischen Versprechens“ für Kunst hält, anstatt sich einzugestehen, dass solcher Unfug nur etwas für die ganz besonders eitlen Idioten ist, denen es nicht schnell genug geht, ihren Namen auf einem Stein lesen zu können.“ Mehr ist zu Wilmert doch nicht zu sagen!