Nach der 1860-Pleite ist Charakter gefragt beim VfL Bochum

Andreas Luthe und Marco Terrazzino wussten nach der Pleite in München, dass ihre Leistung nicht stimmte.
Andreas Luthe und Marco Terrazzino wussten nach der Pleite in München, dass ihre Leistung nicht stimmte.
Foto: Getty Images
Vier Bochum-Fans bewerten für uns jeweils im Wechsel die Auftritte ihres VfL. Kevin Fischer von "Freude Edertal" schreibt über 1:2 bei 1860 München.

Bochum.. Der Auftritt bei der 1:2-Niederlage in München war insgesamt sehr enttäuschend. In der Pause habe ich auf die Anzeigetafel geguckt in der Arena: Die Statistik war super, wir hatten alles im Griff, auch wenn es spielerisch noch Luft nach oben gab. Für die Löwen hat es gereicht, die hatten sichtbar Angst. Wir hätten das 2:0 machen müssen, dann wäre alles erledigt gewesen.

Aus mir unerklärlichen Gründen kamen wir in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr ins Spiel. Wir haben die Sechzger, die am Boden waren, wiederbelebt. Der Trainer dürfte Recht haben, dass es an der Einstellung lag. Etliche Spieler dachten wohl, gegen einen Abstiegskandidaten reicht es auch mit weniger Aufwand. Wer sich für einen Vertrag empfehlen will, bei uns oder woanders, der muss ganz anders auftreten.

Das München-Spiel war sicherlich ein Rückschritt, insgesamt will ich aber noch nicht von einem krassen Abwärtstrend sprechen nach drei Niederlagen. Die Spiele gegen Darmstadt und Leipzig waren ja auch ausgeglichen, und wir hatten zuletzt zehn, elf Ausfälle.

Entwicklung ist nicht beruhigend

Allerdings ist die jüngste Entwicklung auch nicht gerade beruhigend. Und die nächsten Spiele gegen Auf- und Abstiegskandidaten werden nicht einfach. In diesen Spielen wird sich jetzt der Charakter der Mannschaft zeigen. Trotz einiger Ausfälle hat sie es in der Hand und muss sich nicht am Gegner orientieren, auch nicht an Kaiserslautern - die Klasse hat sie. Wir haben oft gezeigt, dass wir gegen Teams von oben mithalten können, auch wenn die individuell etwas besser besetzt sind.

Ich hoffe, dass das ‘60-Spiel auch ein Wachrüttler war, dass man nur mit vollem Einsatz punkten kann. Wenn wir über das Kollektiv und mit Kampf kommen, wenn wir uns zusammenraufen, ist auch gegen Kaiserslautern etwas drin.

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