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Maric will "einige Jahre" beim VfL Bochum bleiben

11.01.2010 | 19:40 Uhr
Maric will "einige Jahre" beim VfL Bochum bleiben

Bochum. Nein, Milos Maric erweckt nicht den Eindruck, als ob die Last der hohen Erwartungen sich bleischwer auf seine Schultern senken würde.

Dabei bleibt der Serbe vermutlich der einzige international erfahrene Winter-Transfer des VfL Bochum, sind mit seinem Kommen viele Hoffnungen verknüpft. Der 27-Jährige deutet an, dass er um die prekäre Situation in Bochum weiß, wirkt aber aufgeräumt bis optimistisch, als er sagt: „Mein Wechsel hierhin ist bedeutsam für alle, für mich und genauso für den Klub.”

Es ist nicht so, als wenn Maric noch nie in Bochum gewesen wäre. 2004 spielte er für Serbien und Montenegro im Ruhrstadion die U 21-Europameisterschaft, traf mit seinem Team dabei auf den späteren Turniersieger Italien. Aber jetzt erst ist er in der Bundesliga angekommen, einer Liga, die seiner Meinung nach den „besten Wettbewerb in Europa” zu bieten hat.

War beim Torjubel im Spiel gegen Paderborn noch etwas außen vor, will und muss sich aber schnellstens integrieren: Milos Maric.

Milos Maric, der Single, ist allein gekommen, so wie er bisher allein durch Europa gezogen ist. Im bereits angesprochenen EM-Sommer als vielversprechendes Talent verpflichtet vom griechischen Fußball-Giganten Olympiakos Piräus, wo er die die volle mediale Aufmerksamkeit, die dem Fußball zuteil werden kann, kennen gelernt hat, wo „12, 13 Zeitungen”, wie er sagt, tagtäglich Wichtigkeiten und Nichtigkeiten in die Umlaufbahn geblasen haben. Was er nicht braucht, wie er versichert. Eine Gruppe zu haben, die in gutem und engem Kontakt zueinander steht, eine quasi „familiäre” Bindung, das vor allem zähle. Er hoffe, so Maric, „einige Jahr hier bleiben und dem Klub etwas geben zu können”.

So wie er KAA Gent etwas gegeben habe, zweieinhalb Jahre lang. Maric weist darauf hin, dass Gent momentan Dritter der Jupiler League ist und dass man mit ihm ein Pokalendspiel erreicht habe. Wer gibt, heißt das wohl, hat auch das Recht zu nehmen. Zudem sei er 2007 ablösefrei aus Griechenland nach Belgien gekommen. Das ist seine Antwort auf den Zorn der Belgier, die sich darüber beklagt hatten, dass der VfL Bochum gemeinsam mit ihm Fakten geschaffen habe und damit am längeren Hebel saß, als es um die Ablösesumme ging.

Aber eigentlich ist das für den Mittelfeld-Spieler bereits „Geschichte”. Der Freistoß-Spezialist, erst am Samstag in Bochum eingetroffen, hat Gent schon hinter sich gelassen. Die Zukunft will angepackt werden. Neues Land, andere Liga, schwere Aufgabe. Maric: „Unsere Situation ist nicht einfach, aber wir haben eine große Chance.”

Michael Eckardt

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