Fußball-Bundesliga
Marcel Koller nimmt Entlassung sportlich
23.09.2009 | 14:43 Uhr 2009-09-23T14:43:00+0200
Bochum. Nach der Entmachtung durch den VfL Bochum äußerte sich Ex-Trainer Marcel Koller auf Anfrage der WAZ zur Trennung, zu seiner Situation und zu seinen Plänen. Die Unterstützung durch Aufsichtsratschef Werner Altegoer sei "top" gewesen.
„Ganz o.k.”, sagt Marcel Koller auf die Frage nach seinem Befinden kurz nach seiner Entmachtung als VfL-Trainer. „Ich hätte meinen Arbeitsplatz gerne behalten”, sagt er einerseits. Andererseits: „Wenn man ständig auf die Fresse kriegt, ist es die Frage, ob es nicht besser so ist.”
Der 48-Jährige, dem (nicht nur) Fans stets eine unterkühlte Distanz vorwarfen, blieb seinem Typ auch nach dieser persönlichen Niederlage treu, blieb im Gespräch mit der WAZ höflich und sachlich, trat in keiner Silbe nach. Freilich steht Koller, formal freigestellt, noch bis Juni 2010 unter Vertrag, als Angestellter also auf der Gehaltsliste des Vereins. Und daran dürfte sich wohl erst etwas ändern, wenn er einen neuen Klub in Aussicht hat.
Kleinere "Aufräumarbeiten" zu erledigen
Seine Wohnung in Bochum werde er erstmal nicht aufgeben, verrät Koller. Er wolle zunächst kleinere „Aufräumarbeiten erledigen und den Kopf frei kriegen” – und dann wieder „viele Spiele sehen, am Ball sein”. In der Schweiz, in Deutschland, vielleicht auch ganz woanders. Ein drittes Engagement in der Bundesliga – nach Köln und Bochum – könne er sich jedenfalls vorstellen, so Koller.
Keinen Hehl macht der Schweizer daraus, dass die massive Anti-Koller-Haltung der Fans, die am Samstag eskalierte, ihm nahe ging – und dass er diese Kritik nicht nachvollziehen kann. „Die Erwartungshaltung im Umfeld”, so Koller, sei angesichts des finanziell Machbaren „unrealistisch, überzogen”. Darüber müssten sich „die Fans Gedanken machen”. Sonst werde es „für den VfL nicht einfacher”.
Unterstützung durch Vereinsseite in positiver Erinnerung
Was ihm am positivsten in Erinnerung bleibt? „Die Unterstützung von Vereinsseite, speziell von Herrn Altegoer, war top”, sagt Koller – gerade in Krisenzeiten. Mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden hatte er am Sonntagnachmittag – vor der Entscheidung der Gremien – unter vier Augen über die Situation „diskutiert”, sagt Koller. Aufgrund der explosiven Stimmungslage, „nicht nur zum Schluss”, habe er sich schon gefragt, „ob das noch das Wahre ist” – ohne von sich aus aufzugeben: „Ich bin keiner, der wegrennt.”
Die Gesamtsituation sprach gegen ihn, das war Koller schon vor seinem letzten Training klar: „Ich habe mich da bereits von der Mannnschaft verabschiedet.” Groll gegen Vorstand oder Mannschaft hege er keineswegs, versichert Koller. Allerdings bestreitet er die Erklärung von Sportvorstand Thomas Ernst, sein Verhältnis zum Team sei „belastet” gewesen. Die Konsequenz der sportlichen Talfahrt indes akzeptiert er: „Das ist schade für mich, aber es gehört zum Geschäft.”
16:49
Sollte H.Fach tatsächlich kommen, so werde ich auch tatsächlich gehen! Dann ist es mit der Liebe zum VfL vorbei. Kenne den persönlich aus Wuppertal und kann nur sagen: arroganter als er geht nimmer, ex-Inka Grings kann nen Lied darüber trällern
15:38
Paule war echt super!haha Note 6 auch in der Reviersport
15:37
Wenn Holger Fach kommt,gucke ich mir kein Spiel mehr an.Das ist der Trainer den ich auf keinen Fall möchte.Überall wo er war nur Misserfolge und sowas von Arrogant
14:51
Soso, der arme Herr Koller. Fakt ist, er hielt dreimal die Klasse, nur in welcher Art und Weise. Sorry, aber der schon in Köln praktizierte Kollersche Schlaffußball ist so ansähnlich und unterhaltsam wie das zuschauen beim Eisstockschießen. Ich denke kein Vflér hat den Sinn zur Realität verloren. Was wir sehen und spüren wollen, ist doch ehrlicher VfL-Fußball. Das heißt für mich 90 Minuten Fight, ackern und den Gegner mit unseren Mitteln fair mürbe machen. Das ist der Fußball, der auch mehr als 16000 Zuschauer ins Ruhrstadion zieht. Ich kann mich in den letzten Jahren in der Koller Ära kaum an ein Spiel errinnern, was mir damals den Grund gab mit dem Herzen VfL´er zu werden. @ 10 War ich im falschen Stadion??? das war eine Paule auf dem richtigen Weg, der endlich mal ein wenig seines Potenzials abgerufen hat. Ich hoffe für die Zukunft auf einen Trainer, der versteht wie in Bochum die Uhren ticken und das ich endlich wieder Fußball sehe, der Ruhrstadion würdig ist.
09:06
@10
Freier der schlechteste Mann auf dem Platz?
Ne,sicher. Kein Wunder dass du Koller mochtest.
22:38
Schafstall, Gelsdorf, Matthäus, Slomka, Hannes Bongartz, Berti Vogts, Gerd vom Bruch, Legat, Strunz, Rudi Bommer, Augenthaler, Jörg Berger, Sammer, Kohler, Lorant.
Ich tippe aber eher auf Holger Fach - angeblich heute auf der Castroper Straße gesehen worden.
21:05
#9
So schlecht wie gestern habe ich Bochum zuhause noch nie gesehen und die Aufstellung war katastophal.Koller hätte Freier den schlechtesten Mann auf dem Feld spätestens in der 50min,rausgeholt
Pro Koller!!!!
18:06
Bye bye Koller - als Mensch tut eine Entlassung einem immer weh. Aber was das Geschaeft anbelangt, ist die Entscheidung richtig. Ohne Kampf, ohne System, ohne Spielwitz war das Spiel gegem Mainz. Da ist schlicht der Trainer schuld. Und was sollte bitte Maltritz auf der rechten Seite. Der war zu langsam! Und dann nur mit einem Stuermer... Das sind die Gruende, warum Koller scheiterte, nicht die menschliche Seite!
Alles Gute Koller!
17:14
Unglaublich...irgendwie ist Marcel Koller anscheinend der Berti Vogts von Bochum gewesen. Was für Kollerteralschäden wurden hinterlassen? Mehrmals kein Abstieg? Leider kommen sogenannte Fans mit der Umstellung von MTV + VIVA, bunten Ballerspielen etc. auf die Realität, die in Bochum schon immer ganz einfach hieß: alles, nur nicht absteigen nicht so ganz klar. Der Kontrast dieser bunten Beschallungen hin zur Realität mit einem nüchternen Schweizer war wohl einfach zu krass. Wie wäre es mit also mit Marylin Manson, Lord Voldemort oder Hulk Hogan als neuem Coach und Wrestling oder einer Lesung aus „Feuchtgebiete“ in der Halbzeitpause? Was haben diese „Fans“ denn so alles geleistet in ihrem Leben, dass sie nun meinen zu wissen, wie mit einem anderen Trainer aus einem grauen, aber extrem zähen Esel, ein Rennpferd gemacht wird? Wird als nächstes der Kopf des Direktors der örtlichen Schule gefordert, weil die Lehrer nur schlechte Noten geben? Wird der Kopf vom ARD-Wettermann gefordert, weil er nur noch mieses Wetter ansagt? Soll ich versucht sein, Kommentatoren (Entschuldigung, normalerweise ist es mir egal, wer wie schreibt, spricht, welcher Nation wer angehört und welchen Beruf wer gelernt hat oder ausübt oder auch leider nicht…aber wer an anderen dermaßen öffentliche Kritik übt, der stellt sich nun mal selbst in das Rampenlicht und muss damit rechnen, dass der Stein zurückgeworfen wird!), die noch nicht mal die Groß- und Kleinschreibung beherrschen, als anscheinend treibende Kräfte dieser oftmals tief unter die Gürtellinie gehenden „Fanrevolte“ auch noch ernst zu nehmen? Was ist denn das für eine Art? Ein weiteres Beispiel: Auspfeifen der eigenen Spieler, wie z.B. Zwetschge! Das zeugt(e) tatsächlich von unermesslich großem Sachverstand! Geht doch zu Nokia und pfeift die aus, die haben es wohl offensichtlich verdient! Die Realität heißt VfL Bochum! VfL Bochum heißt übersetzt in etwa: „wenig Geld, meist mittelmäßige Spieler aber bloß nicht absteigen, egal wie!“ Ein fassungsloser VfL-Fan.
14:31
Dass der Bochumer Fan NUR Rennen und Beißen sehen will, ist schlichtweg falsch! Ich war am ersten Spieltag (Gladbach) im Stadion, und pünktlich zum ersten Fehlpass regt sich der gemeine Bochumer Fan auf! Dauernde Kommentare über das Können unserer Spieler sind doch an der Tagesordnung...
Naja, hoffen wir mal auf ein mittleres Wunder, den Klassenerhalt!
Glück auf!