Mannheim ist abgehakt
18.02.2010 | 17:45 Uhr 2010-02-18T17:45:00+0100
VfL II setzt ohne Profis auf Wiedergutmachung gegen Leverkusen.
Wenn die Leverkusener Platzkommission um 12 Uhr ihr „Okay” gibt, dann hat Bochums U 23 schon heute die Chance, das laut Trainer Nico Michaty „schlechteste Spiel der Saison” wiedergutzumachen. Im Kölner Südstadion treffen die VfL-Talente auf die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen (19 Uhr).
Am Tag nach der 0:1-Pleite gegen Waldhof saß die Enttäuschung bei den Bochumern noch tief. Saft- und kraftlos traten die Amateure im heimischen rewirpower-Stadion gegen den, zu diesem Zeitpunkt, Vorletzten der Regionalliga auf. „Das ist mittlerweile abgehakt”, sagt Michaty: „Das war einfach ein Tag, an dem nichts passte. Wir sind froh, dass es jetzt direkt weitergeht und richten den Blick nur auf das kommende Spiel.”
Auf vier Positionen wird Michaty seine Elf ändern müssen, denn Unterstützung aus dem Profi-Kader wird es laut Heiko Herrlich nicht geben. Statt Anthar Yahia, Marc Pfertzel, Philipp Bönig und Andreas Luthe wird also wieder eine „echte” Regionalliga-Defensive auflaufen, mit Michael Esser zwischen den Pfosten – und die hat ihre Sache ja meistens sehr gut gemacht. Ein Nachteil muss der „Ausfall” der Profis bei den am Dienstag gezeigten Leistungen der vier Bundesligaspieler jedenfalls nicht sein. Im Gegenteil.
Ansonsten wird Michaty seine Elf aber nicht durcheinanderwirbeln. Alle Akteure sollen die Chance bekommen, ihre Fehler wiedergutzumachen und die Partie gegen Mannheim als Ausrutscher zu kennzeichnen. „Das kann jedem passieren. Ich werde also nicht gleich alles über den Haufen werfen. Wir haben in dieser Saison oft gezeigt, dass wir es deutlich besser können”, erklärt Michaty.
Defensivarbeit, Abstimmung, Ordnung, Zweikampfverhalten, Spiel nach vorne - gegen Leverkusen muss der VfL sich im Vergleich zum Waldhof-Spiel in allen Bereichen verbessern. Vor allem, da die Leverkusener ein ganz anderes Kaliber als der Traditionsverein aus Mannheim sind. Zwar befinden sich die Rheinländer in der Tabelle in einer ähnlichen Situation, sie stehen mit 22 Punkten auf dem 16. Platz - die Spielanlagen sind jedoch völlig andere. Der Werksclub wartet nämlich mit einer jungen und technisch starken Elf auf, ähnlich wie der VfL II in Normalform.
Dass Richard Sukuta-Pasu, Bayers einziger Torschütze beim 3:1-Sieg der Bochumer im Hinspiel, mittlerweile für St. Pauli in der zweiten Liga aufläuft, hält Michaty für keinen großen Vorteil - auch er müsse, mit Roman Prokoph und Kevin Vogt, auf zwei Leistungsträger aus der Hinrunde verzichten. Mit Marc Rzatkowski und Oliver Zech sind auf Bochumer Seite immerhin zwei der Torschützen des Hinspiels mit dabei.

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