Luthe und Simunek mischen wieder mit beim VfL Bochum

Wieder mittendrin: Torwart Andreas Luthe am ersten Januar-Montag beim Trainingsauftakt.
Wieder mittendrin: Torwart Andreas Luthe am ersten Januar-Montag beim Trainingsauftakt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Torwart Andreas Luthe (nach Beurlaubung) und Jan Simunek (nach Verletzung) mischten beim Trainingsauftakt des VfL Bochum wieder mit. Angeschlagen ist nur Peniel Mlapa.

Bochum.. Ist das ein gutes Omen? Kurz nachdem die 30 Profis des VfL Bochum ihre erste lockere Trainingseinheit des Jahres begonnen hatten, hörte es auf zu regnen an diesem total verregneten ersten Montag im Januar. Die gute Laune, die viele VfL-Spieler offenbar mitgebracht hatten aus dem Weihnachtsurlaub, hätte aber wohl selbst Hagel nicht erschüttert.

Auch Gertjan Verbeek, der ja nicht immer so amüsierende Niederländer, war sichtlich gut aufgelegt. Auf die Frage, ob er nach der fußballfreien Zeit wieder heiß sei auf den Ball, sagte er schmunzelnd: „Ich bin immer heiß. Das hat meiner Freundin auch Spaß gemacht.“

Nicht ganz so freizügig war der Coach bei Fragen nach seinen Überlegungen zu einem neuen Vertrag. Der VfL will den im Sommer auslaufenden Kontrakt ja verlängern, der Niederländer scheint nicht abgeneigt zu sein. Seine Gedanken dazu aber, so Verbeek, werde er nicht den Medien, sondern zuerst Sportvorstand Christian Hochstätter mitteilen. Im Trainingslager, das der VfL für eine Woche im türkischen Belek bezieht ab Freitag, werde man sich austauschen. „Da ist man 24 Stunden beisammen und hat mehr Zeit dafür“, sagte Verbeek.

Luthe darf wieder mitwirken

Seine Unterschrift über einen neuen Kontrakt würde jedenfalls nicht überraschen. Fraglicher ist da schon ein Verbleib von Andreas Luthe über den Sommer hinaus. Fakt ist: Zunächst einmal erhöht er wieder die Qualität im Torwart-Training - und er könnte auch wieder zwischen die Pfosten rücken. Luthe hatte vor rund vier Wochen via Facebook seine Reservisten-Rolle im Spiel gegen Heidenheim öffentlich kritisiert und wurde daraufhin bis zum Trainingsauftakt 2016 beurlaubt. Der war am Montag, und der Keeper pflügte mit Manuel Riemann, Felix Dornebusch und Torwart-Trainer Peter Greiber den Rasen um. „Es ging um die Art und Weise, wie er sich ausgedrückt hat“, erklärte Verbeek rückblickend. „Wir hatten beide nochmal 14 Tage mehr Bedenkzeit. Das Thema ist nicht vergessen, aber abgehandelt.“ Für den sportlichen Kampf um den Platz im Tor spiele der Facebook-Auftritt keine Rolle mehr.

Auch auf anderen Positionen sieht Verbeek einen Konkurrenzkampf, der beflügeln soll: „im Mittelfeld, im Sturm“. Zuletzt spielte Peniel Mlapa als zentrale Spitze, zuvor war Simon Terodde dort eine Bank. Der Torjäger meldete sich nach seiner Bauchmuskelzerrung am Montag trainingsfit zurück, ebenso wie die in Duisburg fehlenden Giliano Wijnaldum und Timo Perthel.

Auch Weis wäre wie ein Neuzugang

Peniel Mlapa dagegen musste sich mit einer Laufeinheit begnügen. Beim 0:0 gegen den MSV hatte er sich eine Bänderdehnung im linken Fuß zugezogen. Trainer Verbeek hofft aber, dass er am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Mittendrin waren am Montag zwei Routiniers, die bei entsprechender Fitness fast wie Neuzugänge zu werten sind. Tobias Weis, der bereits im Dezember zum Kader zählte bei den Pflichtspielen, trainierte ebenso mit wie Jan Simunek. Der Innenverteidiger, der bei seinem einzigen Saisoneinsatz von Beginn an auch im Mittelfeld überzeugte (gegen St. Pauli), nimmt nach seiner Sprunggelenksverletzung einen neuen Anlauf, wieder Stammkraft zu werden.

Das dürfte für einen weiteren Rückkehrer schwer werden. Henrik Gulden absolvierte nach seiner Ausleihe an den norwegischen Klub Mjøndalen IF erstmals wieder beim VfL eine Einheit. Am Anfang sei es gut gelaufen in seiner Heimat, sagte der 20-Jährige. Doch Pfeiffersches Drüsenfieber zwang ihn zu einer Pause von rund zweieinhalb Monaten. Gulden konnte daher am Montag nur laufen, soll zunächst daheim trainieren und nicht mit in die Türkei fliegen. Das gilt auch für Selim Gündüz und Jan Gyamerah. Gemeinsam werden sie zwei weitere Wochen zur Reha in Dortmund gehen. Gündüz hofft, „dass ich danach wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“. Zuletzt gab’s Probleme im Hüft-/Leistenbereich.