Lieberknecht fordert Ende der Faselei

„Wir können froh über unsere 33 Punkte sein. Das Spiel hat gezeigt, dass diese Aufstiegsfaselei mal aufhören muss, denn da spielen wir keine Rolle.“ Torsten Lieberknechts Kommentar nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserlautern ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Der langjährige Braunschweiger Trainer wollte damit öffentlich einen Schlussstrich unter die Ambitionen der geneigten Öffentlichkeit ziehen; ob aus Einsicht oder aus taktischen Erwägungen, bleibt allerdings offen.

Jedenfalls präsentierten sich die Niedersachsen bei ihrem ersten Pflichtspiel-Auftritt dieses Jahres als wenig durchschlagskräftig. Chancen erspielten sich Lieberknechts Mannen kaum, besonders die Außenpositionen im Mittelfeld lahmten. Gut möglich, dass sich deshalb Hendrick Zuck und Raffael Korte am Freitag die Partie in Bochum zunächst von der Reservebank an aussehen müssen. Nik Omladic, Winterzugang aus Ljubljana, kommt alternativ in Frage, und der junge Norweger Emil Berggreen (21), der auch erst zu Jahresbeginn verpflichtet wurde. Möglicherweise muss Berggreen aber auch seinen unter muskulären Problemen leidenden Landsmann Havard Nielsen in der Sturmspitze ersetzen. Womit Seung-Woo Ryu, die Leverkusener Leihgabe, momentan die einzige Konstante im mäßig aufregenden Offensivspiel der Braunschweiger sein dürfte.

Was Lieberknecht in Bochum sehen will? Sicher nicht einen Auftritt wie gegen Kaiserslautern: „Die Art und Weise hat mich gestört.“