"Johnny" und der VfL kommen nicht zusammen
19.01.2010 | 20:44 Uhr 2010-01-19T20:44:00+0100
Bochum. Die leihweise Verpflichtung des brasilianischen Defensiv-Spielers "Johnny" durch den Fußball-Bundesligisten VfL Bochum hat sich offenbar zerschlagen.
„Nach derzeitigem Stand fliegt er morgen zurück.” Ansgar Schwenken, Finanzvorstand des VfL Bochum, hatte am späten Dienstagnachmittag offenkundig keine Lust mehr, sich mit den widersprüchlichen Aussagen aus Brasilien herumzuärgern. „Johnny” Meg do Nascimento Osorio, 24 Jahre alter Defensiv-Spieler, wird also nach einem üblen Hickhack in die Heimat zurückkehren müssen, gegen seinen Willen.
„Wenn man meint, uns nachträglich Dinge diktieren zu wollen, die längst besprochen und geregelt waren, werden wir dem nicht nachgeben”, sagte Schwenken. Dass im weiteren Verlauf des Dienstags noch Bewegung in die Angelegenheit kommen werde, so das Vorstandsmitglied, „kann ich mir nicht vorstellen”. Schwenken bezeichnete „Johnny” als „interessanten, aber nicht bekannten Spieler” und hätte die „Möglichkeit”, ihn „kennen zu lernen”, gerne wahrgenommen. Aber nicht zu jedem Preis.
Zumal man ja beim VfL „grundsätzlich mit dem Kader zufrieden” sei, so Schwenken. Man müsse derzeit „nicht unbedingt etwas machen”, auch nicht auf der linken Abwehr-Position. Philipp Bönig zum Beispiel, sagte Heiko Herrlich, habe gerade eine „Trainingseinheit mit hoher Intensität gut weggesteckt”. Und dass Christian Fuchs wegen Rückenbeschwerden kürzer treten musste, sei nur eine Momentaufnahme. Am Mittwoch wird der Österreicher im Training zurückerwartet. Nicht kalkulieren könne man allerdings im Hinblick auf das Heimspiel gegen Schalke 04 am Samstag, wie sich die Erkältung von Mergim Mavraj auswirken wird. Mit Anthar Yahia ist jedenfalls nicht zu rechnen, nachdem Algerien, ohne den Innenverteidiger, das Viertelfinale des Afrika-Cup erreicht hat. Die Algerier werden am Sonntag vermutlich auf die Elfenbeinküste treffen.
Konnte der VfL die laufenden Kosten bereits durch die Ausleihe von Daniel Fernandes reduzieren, so ist eine weitere Chance der Minimierung geplatzt. In den Führungsgremien von Hannover 96 hat man sich für Mirko Slomka als neuen Trainer entschieden und nicht für Marcel Koller, der mit Manager Jörg Schmadtke verhandelt hatte.

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