In Verl hängen die Trauben hoch
04.03.2011 | 18:22 Uhr 2011-03-04T18:22:00+0100
Das dürften die wenigsten mitbekommen haben: Die U23 des VfL Bochum hat in den letzten elf Spielen 21 Punkte hamstern können; eine bemerkenswerte Ausbeute nach miserablem Start. Am heutigen Samstag (14 Uhr) könnte der Regionalligist beim SC Verl einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt tun.
„Ein kleines Polster“, so Trainer Nico Michaty, habe man sich ja inzwischen erarbeitet, aber man müsse weiterhin „wachsam bleiben“. Der Vorsprung der Bochumer auf einen Abstiegsplatz beträgt momentan acht Punkte, zudem hat der VfL in diesem Jahr von den bislang gespielten fünf Partien nur eine - gegen Mönchengladbach - verloren. Es ist schon bemerkenswert, wie man den Verlust von Mirkan Aydin und Patrick Fabian, zu denen sich später Matthias Ostrzolek und Mimoun Azaouagh gesellten, sowie die weitgehende Absenz von Marc Rzatkowski und Roman Prokoph zu kompensieren vermochte.
Prokoph zählt diesmal mal wieder zum Profi-Aufgebot, Oguzhan Kefkir, Marc Rzatkowski und Philipp Semlits stehen Michaty zur Verfügung. Andererseits fällt mit dem gesperrten Kapitän Oliver Zech die zentrale Stütze des Teams aus. Für ihn wird Christian Mengert in die Mannschaft rücken. Fraglich ist noch die Spielfähigkeit von Kevin Freiberger, den der Grippevirus erwischt hat.
In Verl hängen für die VfL-Talente traditionell die Trauben hoch. „Immer schlecht ausgesehen“, sagt Michaty, habe man dort - gegen eine „robuste ostwestfälische Mannschaft“. Das aktuelle Verler Team hat gerade eine längere Durst- und Angststrecke beendet und nach sieben sieglosen Spielen mal wieder voll gepunktet - gegen die Zweitvertretung des BVB. Allerdings gelten die Verler nicht als Himmelsstürmer. Mit Ausnahme von Lars Schröder, der wegen eines Kreuzbandrisses seit einiger Zeit fehlt, halten sich die Offensivkräfte des SCV vornehm zurück. Die andere Seite dieser Medaille kennt Michaty allerdings auch: „Es ist schwierig, gegen diese Abwehr Tore zu schießen.“ Das ostwestfälische Bollwerk ist fast so sicher wie das westfälische aus Münster.

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