In Bochum wachsen die Ansprüche
08.02.2010 | 06:43 Uhr 2010-02-08T06:43:00+0100
Bochum.Selbst ein 1:1 gegen den Spitzenreiter Bayer Leverkusen löst beim VfL Bochum keinen richtigen Jubel aus. Die Ansprüche sind gewachsen.
Ist was passiert am Samstag in Bochum? Nichts Dolles, nach Meinung der Leverkusener. „Spiele wie das heutige sind ganz normal und auch nicht so schlimm”, sagte Jupp Heynckes, und René Adler, sein Torwart, ging noch einen Schritt weiter: „Bayern ist der Klassenprimus. Das Titelrennen zwischen uns wird uns immer von den Medien angedichtet.” Womit Rudi Völler am liebsten ein für allemal aufgeräumt hätte: „Die Bayern sind eine andere Kragenweite.”
Eigentlich haben die Bayer-Verantwortlichen es ja gar nicht nötig, sich zu erklären. Immer noch sind sie unbesiegt in dieser Saison, ein Unentschieden nach vier Erfolgen ist wahrlich kein Misserfolg, und die zwei Punkte gelassen haben sie bei einem Gegner, der unter der Regie von Heiko Herrlich immer stabiler wird und nun ebenfalls bereits fünf Spiele lang nicht mehr verloren hat.
Wenn man genau hinhörte, vernahm man sogar ein leises Zähneknirschen, als die VfL-Crew ihre Freude über das Unentschieden gegen den Bundesliga-Spitzenreiter in Worte fassen sollte. Herrlich ärgerte sich zum Beispiel darüber, „dass wir in der Schlussphase unsere Konter nicht effektiv genutzt und dadurch zwei Punkte haben liegen lassen”, Sportvorstand Thomas Ernst sprach davon, dass es sich diesmal nicht, wie noch beim 2:2 gegen Schalke, um einen „gefühlten Sieg” handeln würde, und Torwart Philipp Heerwagen fand es „schade, dass wir kurz vor der Pause das Tor bekommen haben, sonst wäre vermutlich noch mehr drin gewesen”.
In Bochum will man raus aus der Opferrolle und sich nicht mehr mit der Beschreibung des wirtschaftlichen Status’ zufrieden geben. Leverkusens erste Saison-Niederlage, das wäre der Knaller gewesen, mit dem man sich republikweit Aufmerksamkeit hätte verschaffen können - und natürlich eine schöne Distanz zu den unangenehmen Tabellenplätzen. Der VfL-Trainer erinnerte daran, dass bereits nach dem 0:0 in Berlin ein „Gefühl der Unzufriedenheit” in den Reihen seiner Spieler geherrscht habe.
Bessere Stimmung könnte sich einstellen, wenn Milos Maric und Lewis Holtby, die beiden Winter-Transfers, in Zukunft halten, was sie derzeit versprechen. Der Serbe Maric passt mit seiner Ruhe und Ballbehauptung perfekt in die Bochumer Mannschaft, und Holtby, der bei seinem VfL-Debüt losrannte, als wolle er die Leverkusener in Grund und Boden laufen, hatte trotz seiner hohen Fehlerquote die Nerven und das Können, den entscheidenden Pass auf Zlatko Dedic zu spielen. Womit der Slowene den Leverkusener Führungstreffer durch Eren Derdyok egalisieren konnte und jubelte, als würde er sich ebenso wie der 19-jährige Holtby „ein bisschen fühlen wie im Wunderland”.
Abzielend auf nun drei Unentschieden in Serie beendete Thomas Ernst den Abend mit dem Satz: „Kommenden Samstag gegen Hoffenheim bekommen wir die nächste Chance, die wir nutzen wollen.” Das klang nach Zuversicht und Optimismus.

14:58
Punkt für Punkt zum Klassenerhalt. 5 Spiele ungeschlagen und Schalke und Leverkusen abgewatscht. Maric und Holtby als Erneuerung geholt. Gute Arbeit Herr Herrlich, den keiner so richtig lieb haben wollte, als er als neuer Trainer vorgstellt wurde. Schon vergessen. Eure Stimmung schwankt aber sehr stark. Sicherlich wird es langsam besser. Die Liga hat wieder Respekt vor der grauen UNABSTEIGBAREN Maus.Dennoch sind noch viele Baustellen abzuarbeiten. Feiern wollen wir doch bitte erst, wenn der Klassenerhalt in Sack und Tüten ist, bevor schon wieder von der EL geträumt wird.
11:09
Die Ansprüche in Bochum waren und bleiben bis auf weiteres: KLASSENERHALT! Und dafür erwarten die Fans KANPF, LEIDENSCHAFT, WILLE! Und genau DAS ist jetzt wieder zu sehen, wurde unter Koller vermisst (nachzulesen in hunderten von Kommentaren auf den VfL-Seiten zu Kollers Zei). Wenn mal mehr als der Klassenerhalt rauskam, dann war das (und dessen sind sich alle Fans auch sehr wohl bewusst) eine echte Sensation und Ausnahme. Okay, zu Th. Ernst: WENN er für die Verpflichtungen von Heiko Herrlich, Maric und Holtby verantwortlich ist, muss ich meine frühere Kritik an ihm revidieren und sagen: SAUBERE ARBEIT!
08:19
Keine Frage, wir brauchen mehr Unterstützung, jedoch hat nicht jede ein so kleines Erinnerungsvermögen. Der Ernst hat mit seinen Fan-Schelten einige Verärgert. Wenn der jetzt noch weg wäre, könnten wir wirklich durchstarten. Auffällig, dass die Verpflichtungen erst wieder passen, seit der HH da ist. Die Position muss erneuert werden. Der Bobbi Bolzer Club ist ein Witz. Wie kann man versuchen, neue Leute mit dem Virus VFLzu infizieren und diese dann bei den Gästen platziert. Peinlich, die Kinder hören nicht einen Schlachtruf unseres Vfl’s und fangen dann sogar an die Schalker anzufeuern. Die Verpflichtung von HH lag auch schon fertig in der Schublade seines Vorgängers. HH, mach weiter so.
08:00
Es hat sich doch bereits eine Menge geändert, es wird wieder Fußball gespielt.
Ist doch auch daran zu erkennen, dass die Zuschauer von Block M bis A ganz anders hinter der Mannschaft stehen.
So ist es gut, der Weg scheint der richtige zu sein, aber man darf den ernst der Lage nicht vergessen.
Mit Herrlich ab Sommer 2009 am Ruder hätte der VfL 6 Punkte mehr und wäre schon fast durch.
Weiter so, Jungs!
06:49
Was für Ansprüche? Den einzigsten Anspruch den die oder wir VfL Fans haben, ist nicht abzusteigen aus Liga 1! Alles andere sind Illussionen!
Egal ob der Trainer Koller hieß oder Herrlich, es wird sich nichts ändern solange Herr Altegoer am Hebel sitzt!
05:00
Wieder Freude am VFL. Weiter so.Heiko Herrlich war ein Glücksgriff.
21:57
Die Fesseln des Anti-Fussballs ala´ Koller scheinen sich endlich zu lösen.... Und der dicke Altegoer wollte das es mit der Bratwurst weiter geht.... Unfassbar und unverantwortlich ist dieser Mann....
Glückwunsch Heiko Herlich, mach weiter so....