Heiko Herrlich muss aussortieren
11.02.2010 | 18:40 Uhr 2010-02-11T18:40:00+0100Wann hat es das zuletzt gegeben beim VfL? Den nicht nur unangenehmen, sondern auch verletzungsträchtigen Witterungsbedingungen zum Trotz konnte Bochums Trainer Heiko Herrlich gestern die Frage nach den Ausfällen schnell abhandeln.
Lediglich Kevin Vogt ist nach einer „Überdehnung” im Sprunggelenk, die er sich im Pokalspiel der A-Junioren am vergangenen Sonntag zugezogen hatte, nicht einsatzfähig. Der Verdacht auf einen Bänderriss bestätigte sich aber nicht, so dass er bald wieder ins Training zurückkehren wird. Wenn man bedenkt, dass der 18-jährige Pechvogel des VfL in dieser Saison noch keinen Bundesliga-Einsatz hatte, darf man behaupten: Herrlich hat alle Mann an Bord. Auch Philipp Bönig ist wieder eine Option. Roman Prokoph, Stanislav Sestak und Milos Maric haben ihre leichteren Blessuren überwunden.
Eine komfortable Situation für den Trainer, zugleich aber auch eine heikle. Neben Torwart Rene Renno muss Herrlich fünf weiteren Spielern erklären, dass sie nichtmal zum Kader gehören. Der Unmut der Unzufriedenen dürfte steigen. Herrlich räumt ein, dass ihm dieses Aussortieren von Spielern, „die es auch verdient hätten zu spielen”, nicht leicht fällt.
Etwa bei Andreas Johansson, der gegen Leverkusen nicht zum Kader zählte. Oder bei Diego Klimowicz: Der 35-Jährige wird, sofern nichts mehr passiert, gegen Hoffenheim nicht zum Aufgebot gehören, verriet Herrlich, „dafür hat er zu viele Trainingseinheiten in den letzten zwei Monaten verpasst”. Vahid Hashemian, als Joker zuletzt überzeugend, hat die Nase vorn.

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