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Gianluca Zavarise empfiehlt sich

10.04.2010 | 19:38 Uhr
Gianluca Zavarise empfiehlt sich

Bochum. Der 23-jährige Italiener, dessen Vertrag ausläuft, schießt Bochum zum Sieg gegen den Bonner SC. Eine starke erste Halbzeit legt die Grundlage für den Erfolg in der ehemaligen Hauptstadt. Nach dem Seitenwechsel hält René Renno den Sieg fest.

Bonner SC - VfL Bochum U23 0:1 (0:1)

VfL: Renno - Duah, Kalina, Hrustic, Pellowski - Mengert, Rzatkowski (88. Acquistapace) - Eilers (79., Braininger), Labiadh - Zavarise - Aydin (85., Slavkovski)

Tor: 0:1 Zavarise (13.)

Bochums U23 hat den von ihrem Trainer ausgerufenen „Härtetest“ bestanden und aus Bonn dank einer starken ersten Halbzeit drei Punkte entführt. Die VfL-Talente rücken damit, sechs Spieltage vor dem Saisonende, bis auf zwei Zähler an den Tabellenzweiten aus Lotte heran, der nicht über ein Remis in Elversberg hinauskam. „Wir schauen nur auf uns“, erklärte VfL-Trainer Nico Michaty: „Wir wollen erfolgreich spielen und das ist uns heute gelungen.“

Gianluca Zavarise, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, sorgte mit seinem spektakulären Treffer zum 1:0 in der 13. Minute schon früh für die Entscheidung. Einen abgewehrten Freistoß von Mohamed Labiadh versenkte der Italiener aus 16 Metern mit einem Volleyschuss im rechten Eck. Ob der 23-jährige sich mit seinem Tor für weitere Aufgaben in seinen Farben empfahl oder damit schon ein Bewerbungsschreiben für andere Vereine abgab, werden die Verhandlungen der nächsten Tage zeigen. Michaty jedenfalls freute sich, dass der lange verletzte Zavarise „langsam wieder auf Touren kommt“.

Und auch sonst hatte der VfL-Trainer allen Grund zur Freude, denn in der ersten Halbzeit sah Michaty „ein Spiel nur auf ein Tor“. Einziger Kritikpunkt war die fehlende Durchschlagskraft. Ob Mirkan Aydin, Marc Rzatkowski oder Justin Eilers, nach dem Führungstreffer ließen die VfL-Talente die Konsequenz vor dem Tor vermissen.

Die hoch gelobte Bonner Offensive trat nur einmal in Erscheinung: den Kopfball von Adama Niang fing René Renno jedoch problemlos ab. Ansonsten erstickte die früh attackierende VfL-Defensive jede Offensivbemühung der Gastgeber schon im Keim. Bochums Viererkette stand kompakt und Christian Mengert machte den Job von Kapitän Oliver Zech vor der Abwehr „exzellent“, so Michaty.

Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Spiel. Die VfL-Talente konzentrierten sich auf die Arbeit nach hinten und sorgten selbst kaum noch für Torgefahr. Mit starkem Rückenwind wurden die Bonner hingegen wortwörtlich nach vorne getrieben. Die Blau-Weißen hielten dem Druck der Rheinlöwen aber stand, wobei besonders Renno eine überragende Leistung zeigte und mehrere Möglichkeiten entschärfte. Die größte Chance vom Bonner Torjäger Ercan Aydogmus klärte der Bochumer Torhüter mit einer Klasse-Parade zur Ecke (74.).

So blieb es beim „insgesamt nicht unverdienten“ 1:0-Sieg der Bochumer über Bonn, die damit erstmals seit September 2009 im heimischen Sportpark Nord besiegt wurden. „Die erste Halbzeit war hervorragend. In der zweiten Hälfte haben wir konzentriert gestanden und wenn etwas durchkam, war René Renno auf dem Posten“, lobte Michaty seine Elf, war dabei aber nicht ganz zufrieden: „Nach dem Seitenwechsel hätte ich mir gewünscht, dass wir für mehr Entlastung sorgen.“

Felix Kannengießer

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