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Fußball - Bundesliga

Gerühmte Malochermentalität

26.02.2010 | 19:35 Uhr

„Kein Erstliga-Verein in Deutschland strahlt wohl mehr Malochermentalität aus als der VfL Bochum.”

Klagt über Rückenschmerzen, ist aber im Aufgebot: Slawo Freier, hier gegen Nürnbergs Havard Nordtveit. Foto: Getty Images

So stand es neulich in der Hilpoltsteiner Zeitung. Die Dörfer und Weiler, die dafür sorgen, dass Hilpoltstein in der Summe 13 000 Köpfe zählt, darf man getrost, ohne despektierlich zu sein, Provinz nennen. Also kommt die Behauptung, dem VfL mangele es an Bekanntheit, fast einer üblen Nachrede gleich.

Malochermentalität, dieses den Franken wie den Bayern eigentlich sehr fremde Wort, drückt eine Menge Achtung aus. Und wenn Club-Torwart Raphael Schäfer sagt, dass man „die Bochumer beackern muss, dasselbe haben sie mit uns vor”, dann trifft dieses Zitat das, was an diesem Samstag zu erwarten ist: Die Auseinandersetzung zweier Teams, die an sich glauben und die sich nichts schenken werden.

„Nürnberg wird seine Chance suchen”, sagt Heiko Herrlich, der nicht erleben will, dass sich seine Mannschaft nach sieben Niederlagen-losen Spielen und angesichts eines ansehnlichen Punktepolsters in die „Komfortzone” zurückzieht. Kompaktheit und Laufbereitschaft bleiben die Grundlagen des Erfolges, ebenso wie der Ehrgeiz, sich ständig weiter zu entwickeln. Herrlich hat das mal so erklärt: „Der Gewinner vergleicht seine Leistung mit seinen Zielen, der Verlierer mit den Leistungen anderer.” Herrlichs Ziele haben sich nicht nach sieben Spielen erschöpft.

Zudem habe man „Lunte gerochen”, sagt Christian Fuchs, die Begehrlichkeiten wachsen. Der Österreicher gehört weiterhin, wie die komplette Defensive, zur Stammformation. Dass Milos Maric, der in Mainz fehlte, wieder an Christoph Dabrowskis Seite rückt, ist schon erwähnt worden und war angesichts der Leistungen des Serben zu erwarten. Ob Slawo Freier, der in Rheinhessen einen guten Auftritt hatte, der aber auch am Freitag wegen Rückenbeschwerden im Training kürzer treten musste, erneut beginnen wird, ist dagegen fraglich. Vielleicht ist ja anfangs Roman Prokoph wieder erste Wahl in dem Bemühen, den Gegner zu bekämpfen, ihm keine Ruhe zu lassen und ihn zu Fehlern zu zwingen. Eine (Malocher-) Rolle, die bislang auch Joel Epalle zugekommen ist.

Dass er nur noch zu Kurzauftritten kommt, wird dem Kameruner sicher nicht schmecken. Heiko Herrlich bleibt bei diesem Thema kühl: „Unser Gesamterfolg ist auch in Epalles Interesse.”

Michael Eckardt

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Kommentare
27.02.2010
12:23
Gerühmte Malochermentalität
von amigo | #4

Seppl kennt seine Manschaft sehr gut! Deswegen ist er auch zu Hause geblieben und feuert seinen Glubb vor dem Fernseher an. Ich fahre gleich ins Stadion und freue mich auf ein tolles Spiel, grandiose Stimmung und 3 Punkte für den VfL Bochum.

27.02.2010
11:41
Gerühmte Malochermentalität
von Sarinho dos Santos | #3

@ Seppl:

Schwaches Spiel mit Sicherheit, scheiß Stimmung kann sein, hängt wiederum vom Spiel ab. Bier ist Geschmackssache. Aber was die 3. Halbzeit angeht, das ist ja wohl freier Wille. Ich bin seit über 15 Jahren als Fan unterwegs und habe inkl. PSG und RS Belgrad schon so ziemlich alles gesehen. Ich hatte noch nie irgendwo Probleme, man kann sich aus allem raushalten.

27.02.2010
11:17
Gerühmte Malochermentalität
von Bochumerin1989 | #2

die scheiß stimmung kommt wohl dann von glub und aufs maul bekommt ihr auch wir stehen nicht da ganz unten drin also immer schön leise sein ! ihr könnt euch ja montags frei nehmen um dsf zu schauen

27.02.2010
10:17
Gerühmte Malochermentalität
von seppl.frolgeut | #1

Hach was wird das Herrlich. Schwaches Spiel, scheiß Stimmung, schlechtes Bier und anschließend noch schön aufs Maul. Ach was lieben wir die Auftritte in Bochum...

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