Funkel kehrt mit Aachen zum VfL Bochum zurück
20.09.2011 | 19:39 Uhr 2011-09-20T19:39:28+0200
Bochum/Aachen.Am vergangenen Mittwoch noch packte er mit einem „hohen Frustfaktor“ seine Sachen, vor dem Stadion des VfL Bochum. Sechs Tage später, am Dienstag, sagte Friedhelm Funkel: „Ich habe gelernt, Dinge sehr schnell abzuschütteln und habe damit abgeschlossen. Es war eine saubere Trennung.“
Funkel sagte das bei seiner Präsentation als neuer Trainer von Alemannia Aachen. Eine Woche nach seinem Rauswurf beim VfL Bochum , den er weißgott so nicht gewollt hatte, weil er hinter seiner Mannschaft und die hinter ihm gestanden habe. Und da hatte er noch deutlich gemacht, dass er fest davon ausgegangen war, nach dem 1:2 in Dresden den VfL nicht verlassen zu müssen. Dafür, sagte Funkel, hätte es aber „eines Mannes mit einem starken Kreuz“ bedurft, und der sei „nicht mehr da“. Er meinte Werner Altegoer und kritisierte damit dessen Nachfolger Ernst-Otto Stüber.
Eine saubere Trennung?
Formal: ja. Professionell gesehen in diesem mitunter verlogenen Geschäft: auch. Man muss Funkel, der stets sachlich und im Umgang korrekt war, nicht vorwerfen, dass er so zügig von einem Zweitligisten zum nächsten gewandert ist. Im Gegenteil: „Ich arbeite gern“, hatte er bei seinem Amtsantritt in Bochum gesagt. Und wenn einer einen neuen Job annimmt, statt sich bei guter Bezahlung auszuruhen, ist das nicht verwerflich.
Perfekte Lösung für beide Seiten
Nicht nur für Funkel, auch für Bochum ist diese Lösung ja - nach der Trennung - perfekt: Der Ex-Trainer und sein Co-Trainer Christoph John, der ebenso in Aachen einen Vertrag bis 2013 unterschrieb, verschwinden von der Gehaltsliste des VfL, der beide sonst bis Juni 2012 noch hätte bezahlen müssen. Die Bochumer hatten sich bereits am späten Montag mit Funkel und John auf Auflösungsverträge geeinigt. „Wir hatten ein kollegiales und vertrauensvolles Verhältnis; selbstverständlich haben wir den beiden die sofortige Freigabe erteilt“, sagte Sportvorstand Jens Todt. Damit kehrt Funkel schon bald nach Bochum zurück: Am Freitag, 28. Oktober, wenn der VfL die kriselnde Alemannia (vier Punkte, Vorletzter) empfängt.
Für Funkels Nachfolger Andreas Bergmann steht am Mittwoch nach einer Einheit am Morgen (10.30 Uhr), wie berichtet, das Testspiel beim SC Weitmar II an, dem Tabellenzweiten der Kreisliga A 2. (18 Uhr, BZA Roomersheide). Bergmann plant mit zwei Teams pro Halbzeit, will alle gesunden Profis einsetzen: „Jedes Erfolgserlebnis tut der Mannschaft gut“, sagte er. Auch Lars Tolk, Trainer des Fairplay-Preis-Siegers des Kreises, der dieses Spiel gegen den VfL damit „gewann“, setzt auf je ein Team pro Halbzeit, auch einige Landesliga-Akteure sollen zum Einsatz kommen. Tolk: „Wir wollen so vielen wie möglich die Chance geben, dabei zu sein.“

15:08
Funkel ist glücklicherweise Geschichte.
Können wir das Thema nicht endlich beenden?
Mittlerweile habe ich überhaupt keine Lust mehr einigen Holzköpfen hier zu erklären, warum Funkel von Anfang an ein großes Missverständnis war.
14:41
#13 Mensch Friedhelm musst doch nicht unter JotZee schreiben. Kannst doch ganz offen mit und diskutieren. Und mal ganz im Ernst. Wir sind doch Bochum-Fans. Ist das nicht Strafe genug. Kannst Du nicht in der Freude, das Du jetzt bei einem Traditionsverein arbeitest uns den Klassenerhalt wünschen. Wäre doch ne feine Geste.
13:54
Aachen hat OHNE Trainer einen Punkt gegen bärenstarke Fürther geholt.
Funkel hingegen hinterließ einen VFL, der nicht mal mehr in der Lage ist zu laufen oder 3 Meter Pässe zu spielen.
Was gibt es da noch zu beschönigen?
Das Spieler wie Dabro dem Dabro hinterhertrauern ist mir klar, immerhin würde jeder gerade aus denkender Trainer diese Spieler sofort verbannen!
Die fehlende Kondition kann man nicht ebenso aufbauen, die Funkel versäumte. Daher wird Funkel mit Aachen schnell punkten, aber hinten raus versagen!
12:17
#1 hat absolut recht. Zum VfL stehen, auch wenn es nicht so läuft am Sonntag. Zur Mannschaft und vor allem zum Trainer stehen. Aber die Mannschaft muss sich zumindest den A***h aufreißen, das muss man verlangen können.
11:53
jede zeit hat ihren trainertyp. aber vereine die die zeit verpennt haben müsen eben auf einen antiquierten trainer zurückgreifen. siehe unser club. deshalb ist es auch verkehrt, jetzt, wo dem vfl die kimme auf grundeis geht, auf einen sogenannten coach mit visionen und zum aufbau einer neuen mannschaft zu setzen.
11:39
Ouh, ouh, ooh! Granate !!!!
Hasse nich so verstanden, watt ichsachmaso fragen wollte!
Das war übrigens eine Frage. Und Fragen soll man nicht mit einer Gegenfrage beantworten! Aber eigentlich sollten Leute, die sagen Natürlich ist Funkel der perfekte Mann zum richtigen Zeitpunkt in Aachen - genau wie seinerzeit hier., die sollten lieber nicht antworten!
11:29
Aachen hält mit Funkel die Klasse und Bochum steigt ab - das wär die gerechte Strafe für diese Anti-Funkel-Hetzjagd von Fans, die keine Ahnung vom Fußball haben.
10:59
Na - jetzt wird`s aber richtig interessant: wer gehört denn zur Ehrengarde deutscher Fussballtrainer? Meistertrainer? Zweit-Liga-Meistertrainer? Bezirksliga-Meistertrainer? Weltmeister-Trainer? Oder gar Feuerwehrtrainer wie PN oder Jörg Berger (Gott-hab-ihn-selig) die sich für kurzfristigen Erfolg den Ast vergolden lassen auf dem sie sitzen?
10:50
Ich finde das immer wieder erstaunlich, wie besonders im Fussball diejenigen Trainer, die schon überall und nirgends beschäftigt waren, und im Grunde nichts erreicht haben, doch wieder eine Anstellung finden. Herr Funkel gehört ja nicht gerade zur Ehrengarde deutscher Fussballlehrer. Warum holt man solche Leute? Erfahrung? Im Abstiegskampf vielleicht! Respekt? Hat er bisher wohl nicht geschafft sich zu erarbeitet. Leistung? Bis jetzt nichts nennenswertes dabei gewesen! Also warum? Kann das jemand plausibel erklären?
10:14
Erstaunlich, wie schnell hier vergessen wird! Natürlich ist Funkel der perfekte Mann zum richtigen Zeitpunkt in Aachen - genau wie seinerzeit hier. Dass er Mannschaften zumindest kurz- bis mittelfristig helfen kann, hat er nicht erst bei uns zuletzt bewiesen. Aachen wird mit dem Abstieg nachher nichts zu tun haben.
Bei allem nachvollziehbaren Frust, sollte man die Kirche jetzt auch im Dorf lassen und anfangen wieder vor der eigenen Haustüre zu kehren, was zumindest für mich heisst: hoffen, dass der neue Trainer greift und die Blockaden lösen kann und am Sonntag ins Stadion gehen und die Mannschaft unterstützen.