Funkel-Entlassung ist für VfL kein Tabu-Thema mehr
13.09.2011 | 21:29 Uhr 2011-09-13T21:29:57+0200
Bochum. Trainer Friedhelm Funkel vom Zweitligisten VfL Bochum ist nach der 1:2-Niederlage am Montag beim Aufsteiger Dynamo Dresden nicht mehr sakrosankt. Aber der VfL tut sich schwer damit, schon wieder die Notbremse zu ziehen.
Ist der Fahrstuhl auf seiner rasenden Fahrt nach unten noch zu stoppen? Und wem könnte das gelingen? Das sind die Fragen, die der Führung des VfL Bochum derzeit unruhige Nächte bescheren. Trainer Friedhelm Funkel jedenfalls ist nach der neuerlichen Pleite (1:2) in Dresden nicht mehr sakrosankt.
Finanzvorstand Ansgar Schwenken wies nach dem Misserfolg gegen die keinesfalls hochbegabten und spielerisch eher limitierten Sachsen darauf hin, dass man sich nun einmal in einer „normalen Leistungsgesellschaft“ befinde und deshalb auch „das Thema Friedhelm Funkel kein Tabu“ sei. Leistung spiegelt sich im Fußball sicher auch im Auge des Betrachters, wesentlich nachvollziehbarer aber in Zahlen und Fakten. Und zwischen dem deutlich formulierten Ziel, nun eben im zweiten Versuch die Rückkehr in die Bundesliga zu realisieren, und der Realität, dem Absturz auf Rang 17 in der Zweiten Bundesliga, klafft eine Lücke, die kein Trainer der Welt würde befriedigend erklären können.
Aber die Bochumer tun sich schwer damit, schon wieder die Notbremse auf dieser zentralen Position zu ziehen. In der jüngeren Vergangenheit war beileibe nicht jeder Schuss ein Treffer, und hatte nicht Funkel selbst in der vergangenen Saison bewiesen, wie gut er mit schwierigen Situationen umzugehen versteht? Man will auch nicht illoyal sein und sich von der öffentlichen Meinung zu einem unüberlegten Schnellschuss treiben lassen.
Trainer-Markt gibt nicht viel her
Hinzu kommt, dass der so genannte Trainer-Markt zu Beginn einer Saison nicht viel hergibt. Bis auf ein paar Ladenhüter und Weltenbummler ist dort momentan nur wenig zu sehen. Und kaum einer erfüllt das Anforderungsprofil: nicht zu alt sollte der Kandidat sein, aber auch nicht unerfahren, voller Elan und Tatkraft, aber ausgestattet mit Augenmaß und vor allem: psychisch unauffällig. Und gänzlich unbekannt darf er auch nicht sein, sonst geht das Gemurre der gerade in Scharen davonrennenden VfL-Anhänger schon wieder los.
Funkel selbst ist bemüht, die Ruhe zu bewahren. Dass es Spitz auf Knopf steht, ist ihm nicht entgangen: „Ich sage das selten, aber jetzt sage ich es: Gegen Paderborn müssen wir gewinnen.“

23:41
Ich kann mich an keinen Verein erinnern, in dem Friedhelm Funkel langfristig Erfolg hatte. Nach dem ersten Jahr ging es fast jedesmal steil bergab. Fragt mal nach bei Köln, Frankfurt, Hertha...
Das erste Jahr ist vorbei, der Aufstieg wurde verpasst. Statt eines erneuten Anlaufs in Richtung erste Liga kommt nun der Funkel-Effekt zum Tragen - es geht abwärts!
Herr Funkel und sein Fußball des letzten Jahrtausends sind einfach nicht mehr tragbar. Mache nie einen Abwehrspieler zum Trainer! Dieser Satz hätte dem VfL eigentlich Warnung genug sein müssen.
Offensivfußball war von solchen Leuten noch nie zu erwarten! Oder warum ist selbst ein Weltklasseverteidiger wie Jürgen Kohler als Trainer kläglich gescheitert?
Aber wer soll der neue werden? P.N.? Ich weiß nicht! Als kurzfristiger Motivator ist er vielleicht zu gebrauchen, aber langfristig? Sein Fußball ist auch nicht viel jünger, als der des F.F.!
Ich wäre für einen unverbrauchten jungen Trainer ohne Nationalmannschafts-Profivergangenheit a la Heiko Herrlich. Erfahrung ja - Selbstüberschätzung nein! Klopp, Büskens, Dutt, Oenning & Co. lassen grüßen. Jogi Löw hat auch mal als absoluter Notnagel und Nobody in Stuttgart angefangen. Leute dieses Schlages sollten eigentlich genug Jahr für Jahr die Sporthochschule in Köln verlassen.
Glück auf!
23:00
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seit mehr als drei Jahren werden Trainer bezahlt, die beim VfL rausgeflogen sind. Erst Koller, dann Herrlich...
Die Ladenhüter sollen bloß nicht nach Bochum kommen... Neuruhrer (sein Gesabbel bei DSF nervt)
Langfristig rechnet sich sportlicher Erfolg, auch wenn dafür der Trainer gefeuert werden muss.
Es ist auch nicht schade um Funkel. Die Trainergehälter sind inzwischen so, dass das Risiko einer Entlassung bereits eingepreist ist.
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23:00
Funkel mit seinem Fußall aus dem letzten Jahrtausend hat fertig. Das muss jedem klar sein, der die letzten Spiele gesehen hat. Die Mannschaft ist total verunsichert, die Serie letzte Saison hat vielen nur Sand in die Augen gestreut. Auch dort war schon viel durch Zufall und Glück erreicht. Ich bin immer noch überzeugt das der Kader zu den stärksten der Liga gehört, es fehlt nur der passende Trainer der die richtigen Einstellungen vornimmt. Mir war vor 1,5 Jahren schon klar dass es mit Funkel nicht funktionieren kann. Die jungen Spieler wollen Fussball spielen und nicht den Ball verwalten. Beispiel Inui, nach drei Wochen Training unter FF war er nicht mehr wiederzuerkennen.
22:46
Beim VFL sitzen halt nur Amateure, ob im Aufsichtsrat oder in der sportlichen Verantwortung.
22:14
Jetzt voten für einen Neuanfang beim VFL Bochum: http://vfl-neuanfang.over-blog.de/article-neuanfang-vfl-bochum-noch-heute-84195830.html
21:56
Funkel Entlassung ist kein Tabu-Thema mehr.
Ich lach mich schlapp.
Hätte sich der Vorstand an dem gehalten was er vor der letzten Saison erzählt und geplant hat. Trainervertrag wird bei Aufstieg verlängert, würde Herr Funkel jetzt gar nicht mehr in Bochum rum rennen und es würde jemand anderes auf der Bank Platz nehmen.
Das macht mir Angst. Den wer an seinen Vorgaben nicht festhalten kann, wird dann vieleicht auch den Trainer nicht entlassen.
Ich würde mich über Peter N. in Bochum freuen. Ich denke er kann die Mannschaft motivieren und die Spieler wachsen dann über sich hinaus.
Bis zum Saison- Ende kann dann nach einem neuen Trainer gesucht werden.
Vieleicht wächst ja Peter der große über sich hinaus und führt uns in der nächsten Saison wieder in die EURO- League. TRAUM!!!
Ich werde trotz dieser Situation Fan vom VfL bleiben und werde meinen Aufkleber am Auto nicht abkratzen. Ich hoffe der Vorstand wird die richtige Entscheidung treffen und es wird wieder aufwärts gehen.
Glück auf und warten auf bessere Zeiten
21:54
Was soll die Rumeierei? Der Trainermarkt gibt genügend her. Es muß gehandelt werden.
21:46
Erst einmal vielen Dank für die schnelle Berichterstattung. Aber in einem Fussballverein ist niemand sakrosankt- Weil hier geht es nicht um Einzelschicksale, sondern um das große Ganze. Unseren VfL-Und wenn ich doch zweifele und nur Geldsorgen vorschiebe, dann ist doch der Trainer gescheitert und muss weg. Irgendwie geht es auch danach weiter. Schlechter geht es ja wohl kaum. Und mit einer Interimslösung überbrückt man auch die Findungsphase, die eigentlich schon im vollen Gange hätte sein müssen. Im Oktober ist wieder eine Länderspielpause,bis dahin hat man ganz sicher auch einen guten Kandidaten gefunden. Der überzeugt, der zum Leitbild passt. Es kann doch nicht sein, das jedes Jahr in dem Trainer ausgebildet werden, nie einer dabei ist und man immer auf die Bewährten zurückgreifen muss. Und danach den Klassenerhalt sicherstellen.