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Fußball-Regionalliga

Folgt Mustroph auf Schröder?

04.12.2009 | 17:02 Uhr

VfL II auf der Suche nach einem neuen Co-Trainer. Spiel gegen Preußen Münster wegen schlechten Platzverhältnissen abgesagt.

Seine Zeit in Herne ist vorbei. Kehrt Mirko Mustroph (li., gegen Essens Abdou-Nassirou Ouro-Akpo) nach Bochum zurück? Foto: Michael Gohl.

Bis in die Haarspitzen waren die Talente des VfL Bochum II motiviert, ob der anstehenden Spitzenpartie der Regionalliga-West gegen Preußen Münster, doch nichts wird's mit dem Lokalduell am Samstagmittag. Weil der Rasen im Lohrheidestadion bei der Platzbegehung des Sport- und Bäderamtes noch immer für unbespielbar befunden wurde, muss das Spiel ins neue Jahr verlegt werden. Vorraussichtlicher Termin für die Nachholpartie ist der 6. Februar 2010.

„Das ist ärgerlich. Wir haben uns auf die Begegnung gefreut, können jetzt aber nichts daran ändern und müssen das so akzeptieren”, kommentierte Trainer Nico Michaty die Verschiebung des Hinrundenfinales. Derart kurzfristig werden die VfL-Amateure auch keinen Testspielgegner organisieren können, so dass die jungen Bochumer am Wochenende an der Hiltroper Straße trainieren werden.

Während das Spiel gegen Münster in weite Ferne rückt, nähert sich eine noch offene Personalie beim VfL II dem Abschluss. Weil es Co-Trainer Rouven Schröder aus familiären Gründen zurück in den hohen Norden zum VfB Lübeck zieht, wurde in Bochum in den letzten Wochen nach Ersatz gesucht.

Mirko Mustroph hat sich dabei als aussichtsreichster Kandidat herausgestellt. Der 27-jährige spielte sechs Jahre in Bochums Jugend, bevor er von 2002 bis Ende 2005 für den VfL II kickte. Der Defensiv-Allrounder ist zur Zeit bei Westfalia Herne aktiv, wo sein Vertrag zum Saisonende ausläuft. Dass man sich in Herne für eine vorzeitige Trennung zum 31. Dezember 2009 entschied, darf als deutliches Zeichen gewertet werden. Hernes Trainer Frank Schulz scheint sich jedenfalls mit dem Verlust seines Stammspielers schon abgefunden zu haben: „Ich kann ihn verstehen, aber er hinterlässt ein großes Loch bei uns.”

Auch Mustroph selbst, der nebenbei BWL studiert und im Familienunternehmen arbeitet, bestätigt erste Gespräche: „Ich werde wohl kein Bundesligaspieler mehr und möchte mich deshalb umorientieren. Ich würde mich über eine Rückkehr freuen.”

In Bochum hält man sich derweil bedeckt, weil die Gespräche noch andauern, an Mustroph bestehe aber Interesse. In das Profil, dass der VfL für seinen neuen Co-Trainer ausgegeben hat, passt Mustroph, der noch ohne Lizenz ist, jedenfalls perfekt: Jung, engagiert sowie charakterlich stark soll er sein und zusätzlich eine Verbindung nach Bochum haben. „Er ist ein Super-Typ. Ich hoffe, dass es klappt”, sagte Michaty.

Felix Kannengießer

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