Esser hält dem VfL zum Abschied die Null fest - Note 2

Michael Esser (Mitte) wurde von den Fans zum Abschied gefeiert und hielt dem VfL Bochum die Null gegen Sandhausen fest.
Michael Esser (Mitte) wurde von den Fans zum Abschied gefeiert und hielt dem VfL Bochum die Null gegen Sandhausen fest.
Foto: Udo Kreikenbohm / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wenn es was zu feiern gab aus Bochumer Sicht nach dem 0:0 gegen Sandhausen, dann die Tatsache, dass der VfL unter Verbeek mal wieder ohne Gegentor ausgekommen war. Vor allem dank “Bruno”. Die Einzelkritik.

Bochum.. Michael Esser: Der künftige Grazer durfte sich als Startspieler vom Bochumer Publikum verabschieden. Hatte gut 31 Minuten überhaupt nichts zu tun, bis er von seinen Vorderleuten Bulut und Celozzi zu Glanztaten nach den Abschlüssen von Andrew Wooten aufgefordert wurde (32./35.). Rettete dem VfL damit das zweite Zu-Null-Spiel unter Verbeek. Schlichtweg fehlerlos bei seiner Abschiedsvorstellung. Note: 2

Stefano Celozzi: Spulte auf der rechten Seite zu Beginn einige Meter ab. Hätte mit seinem Horror-Fehlpass durch den eigenen Sechzehner beinahe das 0:1 eingeleitet (35.). Ließ davon aber nicht einschüchtern, zeigte sich weiterhin laufstark und produzierte gute Flanken. Note: 3

Patrick Fabian (bis zur 32. Minute): Musste nach gut einer halben Stunde verletzt runter. Hatte defensiv bis dahin alles, was in diesem Fall nicht viel war, im Griff. Note: 3

Spielbericht Felix Bastians: Gewohnt stark im Zweikampf, gewohnt unspektakulär in der Auswahl seiner Pässe. Hatte in der ersten Hälfte die meisten Ballkontakte aller Bochumer. Vollbrachte keine Wunderdinge, spielte aber einen rundum soliden Part. Note: 2,5

Timo Perthel: Zunächst selten in der Offensive zu sehen, weil tendenziell mehr über rechts ging beim VfL. Erst ab Mitte der zweiten Halbzeit am Bochumer Angriff beteiligt. Bei der Abwehrarbeit ohne große Wackler, dafür einige Male ungenau im Passspiel. Note: 4

Anthony Losilla: Solider Ballverteiler auf der Sechs, die er in der Vorwärtsbewegung allein bekleidete und daher selten den Weg in die Offensive suchte. Zweikampfstärkster Bochumer. Ordentlicher Auftritt in der Bochumer Schaltzentrale. Note: 3

Onur Bulut (bis zur 65. Minute): Sehr beweglich in der Anfangsphase. Spielte bei Ballbesitz auf rechts, rückte beim Verteidigen ins Zentrum. Zeigte bei seinen Offensivbemühungen allerdings, dass er das Flanken nicht erfunden hat. Spielte in der 32. Minute einen haarsträubenden Fehlpass, der Andrew Wooten auf einmal frei vor VfL-Keeper Esser auftauchen ließ. Note: 3,5

Saisonabschluss Michael Gregoritsch: Sehr umtriebig in der Anfangsphase, mit viel Zug zum Tor. Inszinierte seine Großchance in der 7. Minute selbst, als er den Doppelpass mit Terodde suchte. Oft am Ball in der ersten Hälfte, aber auch mit vielen Fehlpässen. Wie die gesamte Offensive zwischendurch eine gute halbe Stunde abgemeldet, bis er in der 65. Minute im Nachschuss nur am auf der Linie postierten Kübler scheiterte. Setzte kurz darauf Terrazzino mit feinem Doppelpass in Szene. Sehr engagiert, aber glücklos bei der finalen Aktion. Note: 2,5

Thomas Eisfeld: Wie seine Nebenmänner im offensiven Mittelfeld sehr bemüht, aber auch um die finale Idee verlegen. Gewann den Großteil seiner Zweikämpfe, brachte die meisten seiner Pässe zum Mitspieler. Note: 3,5

Marco Terrazzino: Zeigte einige beherzte Antritte in der Anfangsphase, ohne aber dabei gefährliche Abschlüsse zu inszenieren. Tauchte danach eine Weile ab, bis er sich in der 64. Minute mit starkem Solo und gutem Abschluss zurückmeldete. Kurz darauf mit weiterem Abschluss nach feinem Doppelpass mit Gregoritsch (69.). Note: 3

Luthe Simon Terodde: Legte Gregoritsch die erste VfL-Großchance in der 7. Minute auf. Kam ansonsten kaum einmal in Position, um sich am Kampf um die Torjägerkanone zu beteiligen. Machte nichts falsch, bekam aber wenig Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen. Note: 3,5

Malcolm Cacutalua (ab der 32. Minute): Kam für den angeschlagenen Fabian in die Partie und sortierte sich neben Bastians in der Innenverteidigung ein. Konnte von Glück reden, dass Bouhaddouz in der 46. Minute nicht mehr aus seinem gegen ihn gewonnen Zweikampf im VfL-Strafraum machte. Fiel danach nicht mehr negativ auf und spielte einen soliden Part. Note: 3

Yusuke Tasaka (ab der 65. Minute): Kam für Bulut und durfte sich daher mit seinem 79. Auftritt im VfL-Trikot von den Bochumer Fans verabschieden. Ohne Note.