Ein Hauch von Erstliga-Fußball in Bochum

VfL-Trainer Andreas Bergmann.
VfL-Trainer Andreas Bergmann.
Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der VfL Bochum und der TSV 1860 München gehören zu den Traditionsklubs in Deutschland. Wenn sie aufeinander treffen, geht es meist torreich zu. Am Freitagabend ist es wieder soweit. Die "Löwen", hofft VfL-Trainer Andreas Bergmann, werden nicht "so tief" stehen wie zuletzt Aufsteiger Regensburg.

Bochum.. Die satt roten Zahlen sind einigermaßen verdaut, der neue Aufsichtsrats-Chef ist gekürt - allmählich rückt beim VfL Bochum wieder der Sport in den Vordergrund. Der TSV 1860 München, einer der Mitfavoriten auf den Aufstieg in dieser Saison, gastiert am frühen Freitagabend in Bochum (18 Uhr, live im DerWesten-Ticker). Und man darf sich auf eine andere Spielweise als zuletzt vom VfR Aalen - erfolgreich - praktiziert freuen. Die „Löwen“, die in der Vergangenheit immer für ein torreiches Spiel gut waren, erwartet auch VfL-Trainer Andreas Bergmann, werden nicht „so tief“ stehen wie der Aufsteiger.

VfL Bochum Der Besuch der Münchener weht einen Hauch von Erstliga-Fußball ins Stadion, wie er im weiteren Saisonverlauf auch zu verspüren sein wird, wenn die Kölner, Lauterer, Berliner oder Hamburger, die vom Kiez, zu Gast sind. So viele Traditionsklubs haben sich wohl noch nie in der Zweiten Bundesliga befunden wie in dieser Spielzeit. Und alle wollen sie nur das Eine: wieder rauf. Dagegen spielt der VfL Bochum derzeit eine eher bescheidene Rolle. Aber man hat ja auch noch nicht eine dermaßen lange Durststrecke hinter sich wie die „Löwen“, die nun bereits neun Zweitligajahre durchleiden mussten und deren Fans allmählich unruhig und ungeduldig werden.

VfL-Stürmer Dedic ist "müde, aber einsatzfähig"

Die Gastgeber werden die Partie vermutlich mit unverändertem Personal angehen. Zlatko Dedic ist „müde, aber einsatzfähig“, so Andreas Bergmann, vom zweiten WM-Qualifikationsspiel der Slowenen zurückgekehrt. Allerdings war Dedic bei der 1:2-Niederlage gegen Norwegen lediglich Zuschauer. Ein paar Tage lang Ruhe und der Verzicht auf das U19-Länderspiel gegen Wales in Lübeck haben sich positiv auf das Befinden von Leon Goretzka ausgewirkt. Er konnte am Mittwoch wieder trainieren und wird ebenfalls zur Verfügung stehen. Und Michael Ortega, der vergangene Woche beim Trainingsspiel gegen den SV Bommern bewusst „sachlich“ und schnörkellos aufgetreten war, wird erneut zum Kader gehören. „Er muss noch mehr Disziplin abrufen“, fordert Bergmann, der mit dem Kolumbianer immerhin eine Alternative in der Hinterhand hat.

Mehr tut sich personell nicht. Oder doch? Faton Toski hat am Mittwoch erstmals seit langer Zeit im Kreise der Mannschaft den Ball bewegt, Jonas Acquistapace und Mirkan Aydin vergnügten sich zu zweit mit dem Spielgerät. Demnächst verfügt Bergmann wieder über einen größeren Handlungsspielraum.