Donougher rettet Remis
18.09.2010 | 18:20 Uhr 2010-09-18T18:20:00+0200
Bochum. Für Bochums U 23 war gegen den SC Verl mehr drin als nur ein Unentschieden. Der VfL verharrt damit auf dem letzten Tabellenplatz.
VfL Bochum U 23 -
SC Verl
1:1 (0:1)
Bochum: Luthe - Mengert, Kalina, Fabian, Pellowski - Vogt, Donougher - Semlits (80. Wassinger), Kefkir (46. Eilers) - Azaouagh (43. Avci) - Freiberger
Tore: 0:1 Schröder (3.), 1:1 Donougher (74.)
Bochums U 23 stehen schwierige Zeiten bevor. Auch im sechsten Spiel der neuen Saison ist die Elf von Trainer Nico Michaty noch auf der Suche nach der richtigen Ordnung. Gegen den SC Verl kamen die Bochumer trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Der VfL ist damit weiterhin sieglos und kann den letzten Tabellenplatz nicht verlassen.
Ohne den verletzten Kapitän Oliver Zech (Oberschenkelprobleme) hatten sich die VfL-Talente nach zehn Gegentoren in den letzten drei Spielen fest vorgenommen, hinten die Null zu halten. Schon nach drei Minuten mussten sie ihr Vorhaben aber ad acta legen. Spielerisch leicht kombinierten sich die Gäste durch den Bochumer Defensivverbund, bevor Lars Schröder von der Strafraumgrenze Andreas Luthe keine Chance ließ. Ansonsten bekam der Torhüter, der in der Regionalliga Spielpraxis sammeln sollte, nicht viel auf sein Tor.
Die Gastgeber zeigten sich nach dem frühen Gegentreffer feldüberlegen und behielten die Ruhe, waren allerdings fast ein wenig „zu ruhig“, wie Michaty bemerkte. Ein Distanzschuss von Pascal Pellowski (8.), zwei Möglichkeiten durch den Ex-Verler Kevin Freiberger (13./28.) und ein Freistoß von Oguzhan Kefkir (43.) blieben die einzigen nennenswerten Chancen in der ersten Halbzeit. Aus den Schnitzern in den Reihen der Bochumer konnten die Verler, die sich vornehmlich auf die Defensivarbeit konzentrierten, keinen Profit schlagen.
Kurz vor der Halbzeit musste Mimoun Azaouagh, der ordentlich auf die Knochen bekam, aber keinen Zweikampf scheute, mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Jungjahrgang Ridvan Avci kam für den Deutsch-Marokkaner aufs Feld und bildete nach dem Seitenwechsel mit dem für Kefkir eingewechselten Justin Eilers das Sturmduo.
In der Halbzeitpause fand Michaty wohl die passenden Worte, denn die Bochumer kamen mit neuem Elan aus der Kabine. Was aber weiter fehlte, waren klare Tormöglichkeiten. Verl machte die Räume eng und die VfL-Offensive tat sich schwer gegen den tief stehenden Gegner. „Es war unheimlich schwierig für meine Spieler. Da fehlt uns ein Brecher ganz vorne drin“, so Michaty.
Nach ersten Möglichkeiten durch Eilers (47.) und Christian Kalina (55.) hatten die Gastgeber sogar Glück, dass sie nicht mit 0:2 in Rückstand gerieten. Nachdem Sascha Brinker Andreas Luthe umdribbelt hatte, kratzte Patrick Fabian mit vollem Einsatz den Ball noch von der Linie.
Dass es doch noch zu einem halbwegs versöhnlichen Ende kam, dafür sorgte Sascha Donougher, der mit Kevin Vogt die Fäden im Mittelfeld zog. Fabian schickte Pellowski über die linke Seite, dessen Flanke Donougher in der Mitte zum Ausgleich über die Linie drückte (74.). Nur wenig später die gleiche Situation auf dem anderen Flügel: Die Flanke von Philipp Semlits beförderte Kevin Freiberger jedoch über das Tor, so dass die Bochumer weiter auf ihren ersten Dreier warten müssen.
„Klar hätten wir gerne gewonnen, aber mit dem Unentschieden müssen wir jetzt leben. Ich bin froh, dass wir den Ausgleich überhaupt gemacht haben, mehr war heute wohl nicht drin. Trotzdem, die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und Moral gezeigt“, sagte Michaty und blieb optimistisch: „Ich bin absolut überzeugt davon, dass wir mit diesem Kader auf die Erfolgsspur zurückfinden.“

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