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VfL Bochum

Der „Willi“ macht’s für den VfL Bochum

05.02.2012 | 20:34 Uhr
Der „Willi“ macht’s für den VfL Bochum
Freute sich riesig über sein erstes Tor im ersten Spiel: VfL-Neuling Nikoloz Gelashvili. Foto: Lars Baron/Getty Images

Bochum.  Erfolgreich startete der VfL Bochum ins Jahr 2012. Nach dem 2:1-Sieg über Hansa Rostock feierten die Bochumer den Traumeinstand des Torschützen Nikoloz Gelashvili. Als Hansa aber den Vorwärtsgang einlegte, griff Konfusion um sich.

Am Anfang vielversprechend, später zittrig, letztlich aber erfolgreich startete der VfL Bochum ins neue Jahr. Nach dem 2:1-Sieg gegen Hansa Rostock stellte sich - unabhängig vom positiven Ergebnis und dem Traumeinstand des Siegtorschützen Nikoloz Gelashvili - aber einmal mehr die Frage: Ist das Glas nun halbvoll oder halbleer?

Verglichen mit dem Hinspiel, als der VfL bei der für ihn äußerst schmeichelhaften Nullnummer an der Ostsee eine erbärmliche Figur abgegeben hatte, ist das Glas sicher halbvoll. Ein halbes Dutzend Tormöglichkeiten, teilweise ansehnliche Kombinationen - da schimmerte Potenzial durch. Aber der verschwenderische, ja sorglose Umgang mit den Tormöglichkeiten dürfte gegen bessere Mannschaften zu einem echten Problem werden.

Bergmann musste auf die Tribüne

Und die Konfusion, die um sich griff, als die spielerisch limitierte Hansa-Crew mit Brachialgewalt den Vorwärtsgang einlegte, bereitet Sorgen, wenngleich man gerade der VfL-Defensive ihr jugendliches Alter zugute halten muss. „In der Fehlerphase hat’s ja richtig gebrannt, das macht eine junge Mannschaft nicht sicherer“, sagte Andreas Bergmann, der kurz vor der Pause auf die Tribüne geschickt wurde und sich später dafür entschuldigte, dass er die angemessene „Distanz“ zum vierten Offiziellen „nicht bewahrt hatte“: „Das war dumm von mir.“

Auslöser von Bergmanns Wutausbruch war der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Patrick Ittrich. Der VfL führte durch Giovanni Federicos Treffer angesichts der Chancen von Takashi Inui und Mirkan Aydin viel zu knapp mit 1:0, da versuchte Jonas Acquistapace seinen Oberkörper mit den Armen zu schützen. Ittrich pfiff - und Marek Mintal verschoss. Diesmal hatte Andreas Luthe, der Bochumer Elfmeter-Killer, seine Hände nicht im Spiel.

Einzelkritik
Traumtor von Gelashvili rettet verunsicherten VfL

Traumeinstand mit Traumtor für den neuen Bochumer Stürmer Nika Gelashvili. Der Georgier erzielte mit seinem Ballkontakt das Siegtor zum 2:1 gegen Rostock. In unserer Einzelkritik gibt das die Note 2. Auch Torwart Andreas Luthe überzeugte.

Die Absenz des Trainers dürfte kaum der Grund dafür gewesen sein, dass die Bochumer nach dem Seitenwechsel, wie Bergmann sagte, „30 Minuten keinen Faden hatten“. Es ging nun drunter und drüber, der Ball, der zuvor noch gut in den Reihen der Hausherren zirkuliert war, konnte kaum noch behauptet werden. Und dennoch hätte es nach einer Stunde 2:0 stehen müssen, aber Inui, der Eigensinnige, scheiterte an Hansa-Torwart Kevin Müller. Ein Querpass auf den freistehenden Aydin - nach einem blitzsauberen Konter über Christoph Dabrowski und Federico - wäre erfolgversprechender gewesen.

Die Mannschaft will und kann nach vorne spielen

Der VfL geriet weiter unter Druck und musste den Ausgleich hinnehmen. Holmar Eyjolfsson, Startelf-Debütant in der Innenverteidigung, legte den Ball unglücklich per Hacke für Freddy Borg auf, und die schwedische Neuerwerbung der Rostocker ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen. Der VfL wankte, fiel aber nicht. Denn neun Minuten nach seiner Einwechselung machte Nikoloz Gelashvili erstmals das, wofür man ihn aus Georgien nach Bochum geholt hatte: Er brachte den Ball im gegnerischen Tor unter - per Hacke. Sprechen wir also nicht über das, was der nervöse Gelashvili sonst noch an diesem Tag zu bieten hatte. Sprechen wir auch nicht über das wackelige Ende, sondern sagen einfach: Das Glas ist halbvoll. Die Mannschaft will und kann nach vorne spielen. Wie lernfähig und zielstrebig sie ist, werden wir in den kommenden Monaten sehen.

Bochum gewinnt

 

Michael Eckardt

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Kommentare
06.02.2012
18:58
Der „Willi“ macht’s für den VfL Bochum
von frau-flodder | #5

Das Wichtigste sind die drei Punkte. Ansonsten hätte es auch schief gehen können. Mir ist es lieber , wenn der Trainer mit der Mannschaft lebt und dafür auch mal auf die Tribüne muss, als wenn man das Gefühl hat er schläft am Spielfeldrand ein. So gings mir manchmal bei Funkel. Wie konnte Aachen eigentlich St Pauli schlagen? Ich hoffe der VfL ist für das Spiel in Hamburg nun ordentlich motiviert. Glückauf!

06.02.2012
13:36
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von FreieMeinung79 | #4

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06.02.2012
09:31
Der „Willi“ macht’s für den VfL Bochum
von frine | #3

Wenn man dem Inui nicht schnell beibringt, dass Fußball ein Mannschaftsspiel ist und nicht nur der eigenen Profilierung dient, wird er mehr Schaden als Nutzen stiften. Die erregten Mitspieler, die als besser postierte nicht von ihm angespielt worden sind, machen das sicherlich nicht lange mit. So kann kein großer Mannschaftsgeist entstehen.

06.02.2012
06:55
Das gleiche Bild wie immer, nach der Halbzeitpause!!!
von DerKenner | #2

Mich würde mal interessieren, was der Trainer oder die Trainer den Jungs von der "Castroper" so in der Pause erzählen. Fakt ist, dass die Spieler mit schöner Regelmäßigkeit mit einer Einstellung aus der Pause kommen, die noch nicht einmal den Ansprüchen der 3. Liga genügen würde.
Das ist doch sonnenklar, dass eine Mannschaft, die zurückliegt, sich in der Pause heiß macht und dann mit Dampf in die 2. Halbzeit geht. Da muss man doch einfach nur von Anfang an dagegen halten?

Ansonsten konnte man zumindest mit der 1. Hälfte zufrieden sein. Die 2. wär auch deutlich besser gelaufen, wenn man sich nach dem Wiederanpfiff mit mehr Aggressivität gegen den Gegner gestellt hätte.

05.02.2012
23:35
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von FreieMeinung79 | #1

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2 Antworten
Der „Willi“ macht’s für den VfL Bochum
von sonnengott | #1-1

Betreff Kommentar von FreieMeinung79.
Man sollte sich vielleicht mit Kommentaren etwas zurückhalten,wenn man ein Fußballspiel nicht so recht beurteilen kann,aufgrund mangelnder Fußballkompetenz.

Blockierter Kommentar.
von Notschrei | #1-2

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