Der VfL Bochum will Ingolstadt die Partyplanung vermiesen

Gehört wieder dem VfL-Kader an: Yusuke Tasaka.
Gehört wieder dem VfL-Kader an: Yusuke Tasaka.
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Was wir bereits wissen
Zwar fehlen Bochum derzeit ein paar Optionen, aber dennoch will der VfL den FCI nicht jubeln sehen. Yusuke Tasaka kehrt zurück in Verbeeks Kader.

Bochum.. Es wäre sicher eine interessante Auseinandersetzung geworden: Auf der einen Seite die Ingolstädter Abwehr, herausragend dirigiert vom Bochumer Marvin Matip, auf der anderen Seite der 16 Tore-Mann Simon Terodde im Ringen um den kollektiven und persönlichen Erfolg, die Torjägerkrone. Dass leider der Konjunktiv bemüht werden muss, liegt an der Absenz der beiden Spieler. Ingolstadts Kapitän, nach Kicker-Noten hinter seinem Mannschaftskapitän Pascal Groß zweitbester Zweitliga-Akteur in dieser Spielzeit, hat sich kürzlich den Arm gebrochen, und der Bochumer Torjäger ist für dieses eine Spiel gesperrt. Eine Attraktion weniger also.

Verbeek sieht den VfL „fußballerisch nicht schlechter"

Erwarten darf man dennoch einiges, schließlich geht es für die Gäste aus Bayern am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE bei uns im Ticker) um nicht weniger als um den Aufstieg. Der VfL Bochum dagegen wird - mit seinen derzeit begrenzten personellen Mitteln - versuchen, Ingolstädter Jubel auf eigenem Rasen zu verhindern. Grundsätzlich, sagt VfL-Trainer Gertjan Verbeek, hätten die Partien gegen Leipzig und Kaiserlautern trotz der Niederlagen ja gezeigt, dass wir „fußballerisch nicht schlechter sind“ als die Spitzenklubs der Zweiten Bundesliga. Allerdings fehlen derzeit wegen der Sperren von Terodde und Onur Bulut und der Verletzungen von Stanislav Sestak und Selim Gündüz ein paar Optionen.

Fechner So kommt also Yusuke Tasaka wohl doch noch einmal an den Ball im rewirpower-Stadion bevor er Bochum verlässt. Zwar erklärte Verbeek noch einmal ausführlich, warum der Japaner so lange keine Rolle mehr gespielt hatte bei ihm, verwies also auf die sehr lange Verletzungspause und erläuterte dann den Unterschied zwischen Selbstwahrnehmung und Außenwahrnehmung auch anhand der unzureichenden Leistung von Nationalspieler Philipp Lahm im Halbfinale der Champions League; letztlich aber hatte der VfL-Trainer dann doch eine „gute Nachricht“ für den Japaner, der zuletzt nicht mehr verstanden hatte, warum er nicht wenigstens auf der Bank sitzen durfte. Verbeek: „Er ist wieder im Kader und kann zehn oder fünfzehn Minuten spielen.“

Forssell und Gregoritsch noch nicht fit für 90 Minuten

Riemann Damit war die Fitness-Unterrichtung aber noch nicht beendet, denn Michael Gregoritsch traut Verbeek momentan keine 90 Minuten zu. „Ich weiß, dass Gregoritsch und Forssell nicht ein ganzes Spiel machen können“, sagte der Holländer, der nun überlegt, wie er am besten aufstellt. Sinn würde wohl machen mit dem physisch stärkeren Österreicher in der Spitze zu beginnen und ihn spielen zu lassen, so lange die Füße tragen. Später könnte dann Forssell übernehmen. Allerdings wird auch Thomas Eisfeld kaum ein komplettes Spiel bestreiten können. Aber vielleicht schafft er ja 70, 75 Minuten, um dann den Weg frei zu machen für Tasaka.

Wie auch immer, die Ingolstädter, sagte Gertjan Verbeek, sollen ruhig Meister werden, „aber nicht Sonntag und nicht hier“. Und wenn es dann doch nicht zu verhindern ist? „Dann gratulieren wir.“

Der VfL-Gegner