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Interview mit Heinz...

"Das kann ich nicht gutheißen"

01.04.2008 | 15:16 Uhr

Bochum. Heinz Hossiep ist von seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates beim VfL Bochum zurückgetreten.

"Ich bin etwas traurig über gewisse Entwicklungen in diesem Verein"Die vorzeitige Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz beschäftigt die Öffentlichkeit. Wobei bisher immer der Eindruck vermittelt wurde, der Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten spreche mit einer Stimme. Was aber wohl nur bedingt der Wahrheit entspricht. Der Aufsichtsrat besteht aus acht Mitgliedern. Neben dem Vorsitzenden Werner Altegoer sind dies Dieter Bongert, Horst Christopeit, Volker Goldmann, Gerd Kirchhoff, Klaus-Peter Schütt, Axel Treffner und der SPD-Politiker Heinz Hossiep (70). Mit ihm sprach WAZ-Redakteur Michael Hinz.

Herr Hossiep, Sie sind stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat des VfL Bochum. Ist es richtig, dass Sie von diesem Amt zurückgetreten sind?

Hossiep: Ja, das ist korrekt.

Wann?

Hossiep: Vor vier Wochen.

Und warum?

Hossiep: Weil ich bestimmte Entwicklungen in diesem Verein nicht für gutheißen kann.

Aber Sie bleiben weiterhin Mitglied des Aufsichtsrates?

Hossiep: Ja, weil ich dieses Mandat von der Mitgliederversammlung des Vereins bekommen habe. Ich weiß nicht, ob ich das Recht dazu habe, dieses Mandat zum jetzigen Zeitpunkt niederzulegen.

Im Gegensatz zum Stellvertreteramt?

Hossiep: Ja, das habe ich von den Kollegen im Aufsichtsrat bekommen. Mit meinem Rücktritt von diesem Amt, wollte ich ihnen verdeutlichen, dass ich etwas traurig bin, wie verschiedene Dinge sich entwickelt haben.

Michael Hinz

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Kommentare
04.04.2008
14:50
Das kann ich nicht gutheißen
von Hütti | #24

Nichts für ungut, aber vermeintliche Fakten ohne Quellenangabe und Spekulationen beleuchten für mich nicht annähernd meine Frage nach dem Warum, die ich im übrigen auch explizit an Herrn Eckardt - als Antwort auf seinen Kommentar (s.o.) - gestellt habe, um gerade eine hermeneutische Herangehensweise Außenstehender (zu denen ich mich ebenfalls zähle) zu vermeiden.

03.04.2008
15:13
Das kann ich nicht gutheißen
von Der-Fussball-Beobachter | #23

Also lieber Hütti,

das Warum wurde ja schon im Kommentar 6 beleuchtet !!!

Deshalb darf ich bitten, dort noch mal nachzulesen!

Als Ergänzung vielleicht noch, es mag neben der Eitelkeit noch Machtstreben sein, dass nun in Form der Geschäftsordnung versucht wurde, einen durch seine Beliebtheit, Strahlkraft und geschickte Verpflichtungen zu mächtig werdendem Kuntz ein Zaumzeug anzulegen und klar zu stellen, wer beim VfL die Zügel in der Hand hält!

Wenn das allerdings solche Auswirkungen hat, dass gar ein gestandenes Aufsichtsratsmitglied wie Herr Hossiep Herrn Altegeor nicht mehr vertreten will, sehr wohl aber sein Mandat nicht nieder legt, um weiterhin die Interessen der Mitglieder, jetzt wohl möglich auch gegen einen Aufsichtsratsvorsitzenden, zu vertreten, erscheint mir das als ein mehr als deutlicher Beleg für dieses Warum das nicht im Sinne des Vereins und seiner Mitglieder ist!

Hoffentlich wirkt sich dieses Warum nicht noch auf weitere verdiente und erfolgreich arbeitende Leistungsträger des VfL aus und der Verein muss es ausbaden!

02.04.2008
19:06
Das kann ich nicht gutheißen
von Hütti | #22

Nachschlag:

Den Rechtschreibfehler im Wort vehement bitte ich ebenso zu entschuldigen wie die irregeleiteten Parenthesestriche im dritten Absatz.

Der Kommentar musste leider unter etwas Zeitdruck entstehen.

02.04.2008
18:16
Das kann ich nicht gutheißen
von Hütti | #21

Sehr geehrter Herr Eckardt,

es ehrt sie, dass sie sich so wehement um Aufklärung bemühen. Leider kratzt auch dieser Kommentar (wie eigentlich alle Presseberichte der letzten Tage) m.E. wieder nur an der Oberfläche, lässt zwar die jüngsten Entwicklungen nachvollziehbarer erscheinen, das Kernproblem aber weiterhin im Dunkeln.

Die entscheidende Frage in der Kuntz-Thematik ist doch WARUM wollte der Aufsichtsrat im November 2007 die Kompetenzen des Vorstandes mit Hilfe eines von Schwenken und Kuntz zu unterzeichnenden Papieres beschneiden? (die WAZ berichtete) .

Dass Stefan Kuntz auf Grund eines solchen Vertragsangebots nur das Weite suchen konnte, wäre - wie gesagt -nachvolllziehbar-, doch was war der Auslöser dafür, dass es soweit überhaupt kommen konnte?

Denn an der Qualität der Arbeit, die Stefan Kuntz in seiner Amtszeit abgeliefert hat, kann es ja schwerlich gelegen haben. Werner Altegoer attestierte Kuntz ja jüngst im Interview mit Rainer Calmund (www.calli.tv) höchstselbst, dass er einen guten Job gemacht habe, woran überhaupt nichts auszusetzen gewesen sei.

Ist der Grund eventuell eher vor einem guten Jahr (im November/Dezember 2006) zu suchen/finden, als Marcel Kollers Vertrag noch nicht um zwei(!) Jahre verlängert worden war und in den Medien das Gerücht um Bruno Labbadia als dessen designierter Nachfolger die Runde machte?

Und ist es u.U. so gewesen, dass es zu dieser Zeit Vorkommnisse zwischen den beteiligten Personen gegeben hat, die dazu geführt haben, dass Werner Altegoer in dem oben genannten Interview mit Rainer Calmund jetzt davon sprach, dass die Freundschaft zu Stefan Kuntz darunter doch gelitten habe? Worunter sie genau gelitten habe, ließ der Aufsichtsratsvorsitzende in diesem Interview nämlich offen.

Geplante Beschneidungen des Vorstandes durch den Aufsichtsrat über die aktuelle Satzung hinaus hin oder her. Das WARUM ist die entscheidende Frage.

Und die Antwort darauf kann nicht lauten, dass man Kuntz möglichst kostengünstig seines Amtes entheben wollte, denn daran würde sich erneut die zentrale Frage des WARUM anschließen.

02.04.2008
18:06
Das kann ich nicht gutheißen
von Stefan Richter | #20

Vielen Dank Herr Eckhard für diese klarstellenden(!) Informationen in diesem Sachverhalt, der bisher größtenteils leider nur durch hanebüchene Spekulationen, verständliche Unmutsbekundungen und nicht zu akzeptierende perzonenbezogene kränkende und teilweise sogar hetzerische Diffamierungen in sämtlichen Kommentaren, Blogs und Foren geführt wurde.

Ich habe diesbezüglich nur 2 Fragen, die mein weiteres Dasein als Fan des VfL betrifft:
1. @ Herrn Eckhardt: Von wem im Aufsichtsrat kam denn dieser Vorschlag?
2. @ o.g. Denunzianten: Benehmen bzw. verhalten sich so wirklich Bochumer?

02.04.2008
15:01
Das kann ich nicht gutheißen
von Michael Eckardt | #19

Mal ein Wort in eigener Sache als verantwortlicher Bochumer Redakteur. Dass der Sachverhalt angeblich nicht zu verstehen ist, weil es an Aufklärung mangelt, ist nicht nachvollziehbar.
In der WAZ vom 28. März heißt es wörtlich:

Im November letzten Jahres sollte der Vorstand des VfL Bochum - also Ansgar Schwenken und Stefan Kuntz - unterschreiben, dass ab sofort jede Entscheidung über einen gewissen Rahmen hinaus zunächst vom Aufsichtsrat abgesegnet werden müsse. Der Rahmen soll dabei sehr eng gesteckt worden sein, so eng, dass der Vorstand ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben habe, ob dies überhaupt satzungskonform sei. Dem Gutachten soll ein Gegengutachten des Aufsichtsrats gefolgt sein. So stand es in der zitierten Ausgabe.

Dieser Darstellung wurde bis heute seitens des VfL Bochum nicht widersprochen.

Bedeutet: Der Aufsichtsrat hat versucht, die Bedingungen, unter denen Stefan Kuntz bei Vertragsabschluss vor zwei Jahren angetreten ist, deutlich zu verschlechtern. Kuntz, und auch Schwenken, haben das zu verhindern versucht - mit anwaltlicher Hilfe. Der Aufsichtsrat hat dagegen gehalten - ebenfalls mit anwaltlicher Hilfe. Als nächster Schritt wäre nur der Gang vor ein Gericht geblieben, was das Aus unter noch größerem öffentlichen Trara, als zuletzt zu erleben war, bedeutet hätte. Alternativ dazu blieb nur die Aufgabe. Stefan Kuntz hat sich für Letzteres entschieden.

Nächster Punkt: Ebenfalls in der WAZ war nachzulesen, dass Werner Altegoer kein eigenes Geld mehr im Klub stecken hat, sondern in den letzten Jahren nur noch als Bürge im Zuge der Lizenzerteilung wichtig war. Aber auch das ist angesichts der erfreulich positiven wirtschaftlichen Entwicklung des VfL Bochum nicht mehr nötig, wie bereits in der Ausgabe vom 15. März zu lesen war.

Es gibt also, von unserer Seite, genügend Fakten und Hintergrundwissen zum Thema, nicht nur Meinung.

Zum Hossiep-Interview: Dass sich ein mit allen Wassern gewaschener und nach allen Seiten absichernder Polit-Profi wie Hossiep überhaupt öffentlich kritisch über seine Aufsichtsratskollegen äußert, hat uns, ehrlich gesagt, verblüfft, denn das hat er in all den Jahren bislang nicht getan. Zu glauben, Hossiep werde noch konkreter, ist schlichtweg naiv. Immerhin hat er ja vor, Mitglied des Aufsichtsrates zu bleiben.
Michael Eckardt

02.04.2008
13:56
Das kann ich nicht gutheißen
von schaetzelein | #18

Nur mal für alle Altegoer-Jünger! Der Mann hat sein kapital schon lange aus dem Verein gezogen (Toppmöller UEFA-Cup Saison) genauso wie Hossiep und andere. Altegoer stellt sich heute immer noch so hin, als wenn es ohne ihn nicht geht, was zweifellos nicht stimmt. Die Bundesliga ist ein Profi-Geschäft geworden und da ist kein Platz mehr für Provinzdenken und Eitelkeiten eines Einzelnen. Das die Presse nicht mehr an Fakten rauslockt, ist sehr wundersam. Bei Bild ist es klar (neururer-Fan-Blatt) und somit Altegoer nah, der Reviersport ist ein Drecksblatt aller erster Güte und macht sich mit seiner wirtschaftlichen Abhängigkeit zu einem Neues Deutschland schlimmster Sorte. Aber warum die WAZ nicht mehr rauskitzelt, z. B. Hossiep- Interview ist seltsam. Oder droht euch der Dicke mit Hausverbot?

02.04.2008
13:35
Das kann ich nicht gutheißen
von Uwe-147 | #17

Ich gebe mal hier zu bedenken, das Herr Hossiep der Erste ist, der von Herrn Altegoer abgerückt ist.
Wieviel er bereit ist zu sagen, oder wieviel die WAZ berichten darf und kann, steht doch auf einem anderen Blatt.
Sind wir doch mal froh, das etwas passiert, statt direkt wieder darauf rumzuhacken.

02.04.2008
09:24
Das kann ich nicht gutheißen
von Bochumer am Niederrhein | #16

Die Vorredner sprechen mir aus der Seele! Die Bereichterstattung in der WAZ und RevierSport ist nicht sachlich (das war sie noch nie, wenn es um den VfL geht) und es wird den Fans eingeredet, Herr Altegoer trägt die Schuld. Die Fans sind so leichtgläubig und meinen, was in der Zeitung steht, wird schon stimmen.
Wenn die Presse ab morgen schlecht über Herrn Koller zu schreiben, dauert es nicht lange, bis das Volk schreit Koller raus. Das ist miese Meinungsmache.
Im übrigen wirkt das Interview mit Herrn Hossiep so, als hätte ein Lehrling in der Redaktion sein ersten Interview gemacht. So kommt Herr Hossiep rüber, als wär er hilflos und mit der Situation total überfordert.

01.04.2008
19:09
Das kann ich nicht gutheißen
von sonstwer | #15

Bei der ganze Anti- und Pro Kampagnen von WAZ und RS wird nur eins in meinem Herzen bleiben : Der VfL Bochum. Der RS mit Homann und dem (obwohl er mit dem Vfl leidet) Oberschleimer Pohl, als auch die WAZ (Hinz und Eckhard sind fast genauso lange für den Sportbericht des VfL verantworlich wie Altegoer für den VfL) haben beide megaschlechte Berichte geschrieben, ohne Hintergrund, mit Verbrüderungen und Verfeindungen, nicht wirklich objektiv.
RevierSport und WAZ werde ich zwar noch lesen, aber nie wieder kaufen. Zum VfL werde ich auch in der dritten Liga noch gehen. Und zwar mit einer Jahreskarte. (erspart durch den Verzicht eines Kaufes der WAZ und dem RS !!!!!!!!!!!)

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