Das Feuer brennt wieder beim VfL
23.05.2011 | 18:17 Uhr 2011-05-23T18:17:00+0200
Bochum. Die Fans stehen vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach geschlossen hinter dem VfL Bochum. Die Begeisterung vor dem zweiten Relegationsspiel erinnert schon an selige Bochumer Uefa-Cup-Zeiten.
Das Feuer brennt wieder. Nach vielen Monaten des Zwistes, des Ärgers und der Zurückhaltung entfacht der VfL Bochum vor dem zweiten Relegationsspiel gegen Mönchengladbach am Mittwoch eine Begeisterung, die fast schon an selige Uefa-Cup-Zeiten erinnert. Die „Aktion Stehplatz! Bochum wie es singt und steht“ wurde im Internet ins Leben gerufen, etliche Fans wollen der Mannschaft während des Trainings am Dienstagnachmittag den Rücken stärken, und eine Choreographie (Tafeln mit der 1 für die 1. Liga) wird diskutiert.
Geht es so weiter, dann wird Friedhelm Funkel Recht behalten mit seiner Prognose. „Ich bin überzeugt davon, dass wir am Mittwoch eine Stimmung haben werden, wie sie hier noch nie war“, hatte Funkel nach der unglücklichen Niederlage in Gladbach gesagt. Im Borussia-Park standen die knapp 5000 Bochumer Fans nicht nur sinnbildlich wie ein Mann hinter ihrer Mannschaft, sie standen auch im wahrsten Sinne des Wortes - und zwar auf ihren Sitzen. Das am Mittwoch im eigenen Stadion in einem größeren Maßstab zu wiederholen, ist Ziel der „Aktion Stehplatz“, die im Forum „VfL4u“geboren und auch von durchaus kritischen Gruppierungen wie „Wir sind VfL“ unterstützt und verbreitet wird.
Ausverkauft ist diese Partie mit Pokal-Charakter schon lange, 29.000 Menschen werden beim letzten bedeutenden Spiel dieser Saison in Deutschland das Privileg haben, live dabei sein zu dürfen. Der VfL hätte im Vorfeld erheblich mehr Karten verkaufen können, auch das erinnert an die „internationalen Zeiten“. Anders als üblicherweise bei Spielen gegen die Bayern, gegen Schalke oder Dortmund, werden dieses Mal die VfL-Fans deutlich in der Überzahl sein. Mit maximal 4000 Gladbach-Fans rechnet man in Bochum, etwa 3000 Tickets durfte die Borussia offiziell für sich in Anspruch nehmen.
„Mannschaft, Fans und Stadt sind wieder zu einer Einheit geworden, das liegt auch am Charakter der Spieler“, sagte Sportvorstand Thomas Ernst, und Kapitän Christoph Dabrowski dankte bereits vorab für die „fantastische Unterstützung in den letzten Wochen“. Der 32-Jährige schaut der Partie ebenso gespannt entgegen wie die Fans: „Selbst für alte Hasen wie den Trainer und mich ist das etwas Besonderes und ein absolutes Highlight.“
Nach dem knappen Ergebnis im Hinspiel und vor allem wegen des Spielverlaufs (Funkel: „Das haben uns viele gar nicht zugetraut“) ist die Zuversicht, das Blatt noch wenden zu können, bei allen Bochumer Beteiligten gestiegen. „Mit der Unterstützung unserer Fans ist alles möglich“, sagte Funkel, der durchaus Parallelen sieht zwischen den Mannschaften in der Saison- und Leistungsentwicklung. „Der einzige Unterschied“, so Funkel: „Mönchengladbach musste den Trainer wechseln, der VfL nicht.“
Sollte der Aufstieg tatsächlich noch gelingen, wird auch in Bochum gefeiert, wenn auch nicht ganz so ausschweifend wie zuvor in Dortmund und Gelsenkirchen. Für den Erfolgsfall vorgesehen ist am Donnerstag um 12 ein Besuch im Rathaus bei Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Für musikalische Untermalung und die dem Anlass entsprechenden Getränke wäre in diesem Fall auch gesorgt.
Aller Anspannung zum Trotz muss jedoch auch der Alltag bewältigt werden. So hat sich MEK Ankaragücü inzwischen beim VfL gemeldet. Der türkische Erstligist möchte den bislang nur ausgeliehenen Stanislav Sestak behalten, aber nicht zu den per Kaufoption vereinbarten Konditionen. Eine neue Verhandlungsrunde steht also an. Vereinbart war ursprünglich eine Ablösesumme in Höhe von 2,8 Millionen Euro, zuzüglich 500.000 Euro Leihgebühr, die die Türken bislang nicht bezahlt haben. Weil Sestak selbst gerne in Ankara bleiben würde, wird der VfL sich zumindest anhören, was MEK anbietet. Eine Rückkehr des Slowaken ist eher unwahrscheinlich.

08:43
@ Tirstwest
Ich bin neutral, weil ich weder VFL noch Borussia Fan bin. Trotzdem erlaube ich mir eine eigene Meinung, wem ich die 1. Liga nach der abgelaufenen Saison mehr gönne.
16:09
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14:44
Es wird wieder eine große Chance vergeben. Ankara zahlt weder Leihgebühr noch Ablöse. Wenn man sich mit denen trifft, nur um zu fordern, was vertraglich vereinbart wurde. Selbst Ernst und Schwenken sind nicht so kaptiert, dass sie weniger wollen.
Es ist aber richtig, dass man noch mehr Geld durch Erlöse einnehmen muss. Die Finanzierung der Saison 10/11 hat für den Sommer Erlöse von 3 dann nachgebessert von 4,5 Mio. vorgesehen. Auch wenn man einen Transfer von Fuchs tatsächlich mit 1,8 Mio. in Ansatz bringt, fehlen noch 1,5 Mio (Gündogan bringt 1,2 Mio.). Die müssen über einen Sestak Transfer erwirtschaftet werden. Und noch einmal zum mitschreiben: diese Einnahmen sind nur zur Sicherung des Spielbetriebs 10/11. Sie helfen uns in der Saison 11/12 nicht. Da muss am Ende wieder je nach Liga ein kräftiger Transfererlös her.
13:38
#11
ganz genau....der Vorstand wird es so auslegen dass das Geld für die fehlenden Zuschauer einnamen verrechnet wird! genauso wie die ablöse für Fuchs!.....zumal ist der Vorstand ja der Meinung das man im sturm ja gut besetzt ist......Tese, Aydin...Saglik Dedic usw........bis auf Tese und Aydin kann man doch alle anderen vergessen...zumindest für die erste Liga.....diese spieler konnten sich ja noch nicht einmal in der zweiten liga dursetzten! Aber da Funkel ja sowieso meist nur mit einer spitze spielt passt dem Vorstand das ins Konzept!
Schade eigentlich!!!!!
13:10
#9 Der Verdacht drängt sich allerdings auf, wie sonst ist es zu erklären, dass die Journalisten anstatt immer nur voneinander abzuschreiben mal der Sache nachgehen, dass Sestak noch vor ein paar Wochen ein langes Interview gibt und dort sagt, er würde auch in der 2. Liga für Bochum spielen? In Ankara hat sich seitdem absolut nichts geändert, was soll jetzt auf einmal da so toll sein? Ist es nicht eher so, dass Ernst und Onkel Dagobert Schwenken auf Teufel komm raus Geld in die Kasse kriegen wollen und sich deshalb auch nicht einmal in diesem Jahr bei Sestak gemeldet haben? Aber kritische Journalisten gibt es ja in Bochum nicht, ist ja alles viel zu bequem, eher wird mal auf die Fans draufgehauen.
Am Ende wissen wir doch wie es ausgehen wird: Ernst knickt ein und lässt Sestak für nen Appel und ein Ei in Ankara, das Geld aber wird man natürlich niemals zu sehen bekommen, warum auch sollte sich die Zahlungsmoral der Türken plötzlich ändern, schließlich machen es die Deppen in Bochum ja mit!
Der neue Aufsichtsrat wollte diese Positionen doch sehr kritisch unter die Lupe nehmen, also sollten sie nun auch Konsequenzen ziehen, ein guter Anfang wurde gemacht, als die Verträge nicht automatisch verlängert wurden.
12:04
Mein Kommentar bezieht sich natürlich auf #3 von Tebrus
12:01
Also ich kann mir vorstellen das Sestak wieder zurückkommen würde....aber meine vermutung geht eher dahin das unser toller Herr Ernst die Ablösesumme schon verplant hat!! Das ist meine Meinung zu dem Thema Sestak!!
11:35
Dein Kommentar disqualifiziert sich selbst, denn wenn Du eindeutig zur Borussia hältst, wie willst Du denn da ein neutraler Betrachter sein? Kann es sein, dass Du Wörter benutzt, der Bedeutung Dir nicht geläufig ist?
11:17
Das Hinspiel hat Hoffnung gemacht!! Freu mich auf hohen Blutdruck und gute Stimmung mit positivem Ausgang!
Zu Sestak: Er möchte bei einem Verein bleiben, der nachweislich seinen Zahlungsverpflichtungen (auf sein Gehalt muss er auch warten, wie er in einem Interview geäußert hat) nicht nachkommt und Vereinbarungen nicht einhält? Ich seh den Kerl nun mit ganz anderen Augen. Ich frag mich nur, wie man mit solchen Leuten verhandeln soll und sollte?
11:13
Sestak kommt zurück, wenn die Asiaten nicht zahlen. So einfach ist das. Dann verkaufen wir den halt woanders hin und solange hütet er eben die Bank, wenn er angeblich hier auf keinen Fall spielen will.
ICh hätte den schon längst zurückgeholt, wo gibts das denn? Die haben nicht mal die Leihsumme gezahlt.
Der Gustl ist so verweichlicht, das kann man kaum in Worte fassen.
Ansonsten: 3:1 für Bochum, ganz einfach.