Bochum

Darum reist der VfL Bochum selbstbewusst zum Spitzenreiter VfB Stuttgart

Auf ihn ist Verlass: Anthony Losilla war im Hinspiel (1:1) gegen Stuttgart und zuletzt gegen Düsseldorf (1:2) einer der besten Bochumer. 
Auf ihn ist Verlass: Anthony Losilla war im Hinspiel (1:1) gegen Stuttgart und zuletzt gegen Düsseldorf (1:2) einer der besten Bochumer. 
Foto: Udo Kreikenbohm
  • Freitag geht es für den VfL zum Spitzenreiter
  • Der bisherige Saisonverlauf macht Hoffnung für das Stuttgart-Spiel

Bochum. Erst Stuttgart. Dann Aue. Größer kann die Diskrepanz der nächsten Aufgaben für den VfL Bochum nicht sein. Zumindest tabellarisch. Reist der VfL zunächst am Freitag als krasser Außenseiter zum Spitzenreiter, kommt in der Woche darauf (Sonntag, 19. März) das Schlusslicht nach Bochum.

Gemessen an der bisherigen Saison, ist die Partie bei den Schwaben aber nicht zwangsläufig ein hoffnungsloses Unterfangen für den Tabellenzwölften. Einen Sieg gab es zwar noch nicht gegen die „Top vier“ der Liga, die wohl den Aufstieg unter sich ausmachen. Und doch hat der VfL Bochum in allen bisher sechs Duellen gegen diese Bundesliga-Aspiranten gezeigt, dass er mithalten kann. Und: Diese Partien waren überwiegend ansehnlich und attraktiv.

Dreimal 1:1 daheim und auswärts zweimal 1:2 bisher

In der Hinrunde gab es daheim jeweils ein 1:1 gegen Hannover, Stuttgart und Braunschweig - sogar stets mit leichten Vorteilen für Bochum. Hinzu kam ein 2:1-Erfolg gegen Union Berlin.

In der Rückrunde verlor das Team von Gertjan Verbeek zwar in Berlin und - überaus unglücklich - in Hannover jeweils knapp mit 1:2, zeigte dabei aber fußballerisch bisher die besten Leistungen in diesem Jahr 2017.

Nichts für Genießer

In den letzten drei Partien - bei den Siegen gegen Würzburg und Nürnberg und bei der Niederlage gegen Düsseldorf - durfte man indes besser „kein Liebhaber des Fußballs“ sein, um die Spiele genießen zu können, wie Trainer Gertjan Verbeek nach dem 1:0 beim Club sagte.

Nach dem Düsseldorf-1:2 räumte der Freund des gepflegten Kombinationsspiels ein: „Wir befinden uns nicht in einer super Form, das konnte man sehen.“ Der Einsatz indes stimmte, auch die längst strapazierfähigen VfL-Fans honorierten dies.

Offensive Verstärkungen fehlen

Natürlich aber rächt es sich in der so langsam beginnenden finalen Phase der Saison, dass man im Winter keine Verstärkung geholt hat für die vakante linke Seite, für die Offensive. Womöglich auch, weil man mit einer Fortsetzung des Verletzungspechs nicht rechnen wollte und die Stabilität von hinten heraus als gesichert sah.

Doch die Liste der Ausfälle hat sich in diesem Jahr anders als erhofft eben nicht entscheidend verringert. Patrick Fabian, Timo Perthel nach abgesessener Zwei-Spiele-Sperre und Stefano Celozzi hatte man fest eingeplant, alle drei Innen- und Außenverteidiger aber haben erst eine (Fabian in Berlin) beziehungsweise noch gar keine Partie absolviert.

Mehr Auswahl in Sandhausen

Bleibt es bei der von Trainer Gertjan Verbeek vor zehn Tagen geäußerten Prognose, dann müssen die Bochumer die Spiele in Stuttgart und auch gegen Aue weiterhin ohne dieses Trio überstehen.

Danach folgt eine Länderspielpause, ehe es am 1. April nach Sandhausen geht. Womöglich hat Verbeek dann wieder eine größere Auswahl.

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