Bochumer stocksauer auf Schiedsrichter Perl
19.05.2011 | 23:10 Uhr 2011-05-19T23:10:00+0200
Mönchengladbach.Was für eine bittere Niederlage für den VfL Bochum. Die Nachspielzeit ist schon abgelaufen, Borussia Mönchengladbach darf den Einwurf aber dennoch ausführen. Der Ball kommt zu Igor de Camargo, den Kopfball der eingewechselten Offensivkraft kann Andreas Luthe noch entschärfen. Doch der Ball landet nach Hankes Fehltritt erneut bei de Camargo, und sein Nachschuss aus kurzer Distanz sitzt: 1:0 für Gladbach.
In der Nachspielzeit der Nachspielzeit. Unfassbar. VfL-Trainer Friedhelm Funkel, Kapitän Christoph Dabrowski, alle Bochumer waren stocksauer auf Schiedsrichter Günter Perl. „Das war absolut ungerecht. Es waren zwei Minuten angezeigt, nach 2:16 Minuten lässt er den Einwurf noch ausführen. Darüber habe ich mich aufgeregt“, sagte Funkel sichtlich erregt. „Dadurch hat Gladbach gewonnen.“
Höllenlärm im Borussia-Park
Finale, Teil eins. Höllenlärm im Borussia-Park. Da muss man erst einmal bestehen. „Wir müssen alles nach vorne werfen und den Gegner unter Druck setzen“, hat Mike Hanke ein paar Stunden vorher nicht gesagt, sondern gefordert. Und es ist nicht einmal eine Minute gespielt, als Tony Jantschke flankt und Björn Kopplin Juan Arango gerade noch daran hindern kann, den Ball, der schließlich den so siegesgewissen Gastgebern die erste von zu vielen Ecken beschert, ins Bochumer Tor zu köpfen. Aber der VfL, der aus Bochum, hält dagegen. Auch Funkels Mannschaft kommt zu Standards. Auch Anthar Yahia kann köpfen. Aber den Torjubel des Außenseiters in diesem ersten Relegationsspiel verhindern im so erfolgreichen wie glücklichen Zusammenspiel Filip Daems und die Latte.
Mönchengladbach erhöht den Druck, die Bochumer stehen meistens gut, nur Hanke und Marco Reus dürfen ein bisschen zu oft Doppelpass miteinander spielen. Ümit Korkmaz und Matthias Ostrzolek haben einen schweren Stand auf ihrer Seite. Dann ist Andreas Luthe gefordert, Mo Idrissou prüft den VfL-Schlussmann, der sich nun höllisch konzentrieren muss. Denn die Gladbacher bekommen Standards am laufenden Band. Glück für den VfL diesmal, als Dante nach einem der zahlreichen Eckbälle mit dem Kopf über das Tor zielt.
5000 Bochumer machen sich bemerkbar
Es ist eine halbe Stunde gespielt, noch immer ist kein Tor für die Borussia gefallen. Allmählich wird es ruhiger auf den Rängen, die 5000 Bochumer machen sich zunehmend bemerkbar. Ihre Mannschaft bekommt nun mehr Spielanteile, lässt den Ball auch ganz gefällig kreisen, nur der Zug nach vorne fehlt. Mirkan Aydin ist zu oft auf sich allein gestellt. Und plötzlich sind die Borussia-Fans wieder auf den Bäumen. Hanke ist durch, Luthe pariert, Roman Neustädter, den die Bochumer einst haben wollten, aber nicht bekamen, wird von Kopplin gebremst. Immer noch 0:0 - was beschert die zweite Halbzeit?
Sie beginnt auf Bochumer Seite ohne Aydin, der erkältet ist und Atemprobleme hat, und mit Chong Tese. Es ist der erste Einsatz des Koreaners nach seinem Wirbelanbruch in Frankfurt. Damit verliert der VfL etwas an Ballsicherheit und Ballbehauptung, denn Aydin hatte sich hervorragend geschlagen im ersten Durchgang.
An der grundsätzlichen Marschrichtung beider Teams ändert sich nichts. Die Gladbacher machen nicht auf, bleiben bei ihrer kontrollierten Offensive. Offenbar sind Lucien Favres Warnungen vor den Bochumer Kontern auf fruchtbaren Boden gefallen. Das zähe Ringen geht weiter. Und die Frage bleibt offen: Wer macht den ersten, vermutlich entscheidenden Fehler?
Dabrowski macht auf sich aufmerksam
Christoph Dabrowski, in der ersten Halbzeit in seinen Offensivaktionen sehr zurückhaltend, macht jetzt auf sich aufmerksam. Mit einem Kopfball, dem aber der nötige Druck fehlt. Ein paar Minuten später kommt der VfL-Kapitän einen Schritt zu spät - Ümit Korkmaz hatte flach hereingepasst.
Gladbach legt wieder eine Schüppe drauf. Und Kopplin holt sich seine fünfte Gelbe Karte ab - er wird am kommenden Mittwoch im Rückspiel fehlen. Ein herber Nackenschlag. Nur wenige Sekunden später die große Chance für Hanke. Aber der Ball segelt über das Bochumer Tor, das nun noch einmal ernsthaft in Gefahr gerät. Auch Matthias Ostrzolek sieht Gelb - zum Glück. Schiedsrichter Perl wertet sein Foul gegen Reus nicht als Notbremse, wie von den Gladbacher Fans gefordert. Luthe pariert in diesem intensiven, guten Spiel erneut gegen Arango - ehe die Nachspielzeit der Nachspielzeit die Entscheidung bringt.
Im Hinspiel. Zuhause muss der VfL nun mit zwei Toren Differenz gewinnen. Funkel: „Wir müssen eine unglaublich gute Leistung bringen, um das noch zu drehen.“

22:43
für alle amateure:
etwas Regelkunde:
Die Nachspielzeit liegt allein im Ermessen des Schiedsrichters
Die vom 4.ten Offiziellem angezeigte Nachspielzeit ist eine Empfehlung an den Schiedsrichter (an die er nicht gebunden ist)
Eine Aussage wie von Maltritz Was mich so sehr ärgert ist, dass der Schiri vor dem letzten Freistoß sagt, dass es die letzte Aktion des Spiels ist und dann doch nicht abpfeift. kann so nicht zutreffend sein, der Schiedsrichter hat nur beim Strafstoß (für die bochumer Laien ELFER) die Möglichkeit die Spielzeit zu verlängern, ansonsten darf und wird kein Schiedsrichter einem Spieler die Restspielzeit mitteilen.
Also hört auf zu heulen in bochum, gewinnt das Rückspiel damit lüdenscheid nord und WIR nächste Saison kurze Anreise, volle Hütte, und 6 Punkte haben..............
21:00
#58 hahaha, kommt nach Bochum, dann sehn wir was in Ordnung geht!
20:40
@trickflyer
Immer noch nicht verstanden, dass der Schiedsrichter entscheidet, wielange nachgespielt wird. Selbst wenn er 2 min. anzeigen liess, heisst das nicht, dass er nicht auch 3 oder 4 min. nachspielen lassen kann.
Was Perl gemacht hat, war nicht nur regelkonform, sondern auch völlig normal. In der zweiten Halbzeit hat es zahlreiche Unterbrechungen gegeben, für die er auch auf 4 min. Nachspielzeit hätte entscheiden können.
Das 1:0 für Gladbach geht völlig in Ordnung, egal, ob das Tor in der 1. oder 93. min gefallen ist.
20:26
Ihr könnt ja froh sein, nicht auf dem Betzenberg gespielt zu haben. Da hättet Ihr zwei Buden in der Nachspielzeit gefangen. Rückspiel endet 0 - 2 und der Fisch ist gegessen. Forza Borussia
19:43
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19:15
auf so einen schiri wäre jeder stocksauer.denn dafür braucht sein adlatus nicht die tafel mit der 2 hochhalten.
17:39
Ich finde Emotionen gehören zum Fussball dazu. Und da ist mir ein Funkel der so abgeht lieber, als bekackte bengalische Feuer oder Rauchbomben!
17:19
Ich denke mal, dass die Emotionen bei Funkel so hoch waren, dass er sich einfach abreagieren musste. Jetzt über Bochum herzuziehen weil sie in IHrer Frust auf den Shiri schimpfen ist aber auch nicht richtig.
Die meisten die hier sind hätten wohl ähnlich reagiert.
Jetzt zu einem Spezielenn. Das Superhirn Ingoinkognito. Du, ganz allein Du hast es geschafft, dass ich seit gut einer Stunde lieber den Schalkern die Daumen drücke als Deinen MSV Spielern.
Ich wünsche mir, dass ihr bei 3 Minuten Nachspielzeit in minute 3 15 Sekunden den entscheidenen Treffer gegen Schalke einfängt.
Zu Bochum. Wir erden am Mittwoch alles geben und werden 2 : 0 oder 3:1 gewinnen. Meinetwegen auch 1:0, dann eine Torlose Verlängerung und dann Elfmeterschiesen. Die Hauptsache wir gewinnen.
16:45
Man kann Funkels Enttäuschung verstehen , das er händeringend nach einem Schuldigen sucht , und den im Schiedsrichter findet .Trotzdem befindet er sich im Unrecht,und sicher weiß er das auch .Er weiß ganz sicher,das die angezeigten 2 Minuten nicht bedeuten , das der Schiedsrichter nach Punkt 2:00 Minuten Nachspielzeit teutonisch gehorsam abpfeift , sondern das es eine Empfehlung ist .Gibt es nach Ablauf der regulären Spielzeit noch Verzögerungen , wird der Schiri diese ganz sicher dran hängen .Das Spiel ist dann zu Ende , wenn der Schiri pfeift, und er pfiff erst nach dem Tor , also alles regulär.Hätte Anstelle Gladbach der VFL das Tor zu just gleichen Zeitpunkt gemacht , hätte Funkel sich ganz sicher nicht beschwert .Also , Bochumer ,Mund abputzen , anerkennen das Gladbach den Sieg verdient hat ,, und am nächsten Mittwoch zuhause Vollgas geben , aber die Sch..ß-Verschwörungstheorien ganz schnell vergessen.Im übrigen wurde in den seltensten Fällen ein Spiel der Buli oder 2.Buli nach exakt der vorher angezeigten Nachspielzeit sekundengenau abgepfiffen.
16:03
.... das spiel ist erst zu ende, wenn der schiri abpfeift - PUNKT!
... und wenn das wörtchen wenn nicht wär - dann hätte der bochumer abwehrspieler den ball unter das tribünendach geschossen und nicht den 3 meter entfernten gladbacher vor die füss gepölt - PUNKT!
... und zum schluss - das nächste spiel ist immer das schwerste - fragt sich nur für wen?! PUNKT!
und letztendlich - ich fand`s ein tolles spiel, bei dem der gladbacher dante einen sack voller kerzen anzünden dürfte, weil er trotz einiger heftige foulspiele den schlusspfiff auf dem platz erleben durfte - aber, wie war das noch mit dem schiri und dem pfeifen? (verdient war der gladbacher sieg auf jeden fall - wenn dann auch am ende sehr glücklich!!!)