Bochum weiter unbezwungen
29.08.2009 | 18:02 Uhr 2009-08-29T18:02:00+0200
VfL II trumpft gegen Leverkusen auf und rückt auf den zweiten Platz vor.
VfL Bochum II - Bayer Leverkusen II 3:1 (1:1)
Tore: 0:1 Sukuta Pasu (30.), 1:1 Rzatkowski (39.), 2:1 Vogt (59.), 3:1 Zech (77., Foulelfmeter)
VfL Bochum: Luthe - Duah, Fabian, Acquistapace, Pellowski - Zech, Vogt, Braininger (60. Bari), Rzatkowski (72. Semlits) - Aydin, Prokoph (86. Neumann)
Bes. Vorkommnisse: Rote Karte gegen Leverkusens Kevin Kampl (76.)
Bochum II bleibt weiter ungeschlagen: Gegen die Elf von Trainer Ulf Kirsten dominierten Nico Michatys Schützlinge über weite Strecken das Spiel und sicherten sich einen verdienten 3:1-Sieg. Nach vier Spieltagen steht der VfL damit auf dem zweiten Platz hinter Mainz. „Wir schauen von Spiel zu Spiel. Am Mittwoch wollen wir gegen Mainz nachlegen”, so Michaty.
Nur 195 Zuschauer fanden sich im Lohrheidestadion ein. Zu groß war wohl die Versuchung, lieber die Bundesligapartie zwischen Bayer und dem VfL anzusehen. Zunächst verpassten die zu Hause gebliebenen nicht viel. Michaty setzte seine Ankündigung, „den Leverkusenern den Spaß am Fußball zu nehmen”, in die Tat um. Dementsprechend agierten die Blau-Weißen bissig und aggressiv, gewannen viele Zweikämpfe und erstickten die Leverkusener Angriffsbemühungen schon im Keim. Chancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware.
Doch just in dem Moment, als der VfL auch offensiv in Schwung kam, verpasste Richard Sukuta Pasu den Bochumern mit dem 0:1 einen Nackenschlag. Völlig unvermittelt zog der U19-Europameister von der Strafraumgrenze ab, was Torhüter Andreas Luthe dermaßen überraschte, dass er sich verschätzte und den Ball nicht übers, sondern ins eigene Tor bugsierte.
Der VfL ließ sich aber nicht schocken, stürmte weiter munter nach vorne und erarbeitete sich nun Chancen im Minutentakt. Doch ob Roman Prokoph (31.), Mirkan Aydin (31./37.), Jürgen Duah (34.), Patrick Fabian (35.) oder Oliver Zech (38.), der Leverkusener Schlussmann Dominik Poremba schien unüberwindbar. In der 39. Minute war es dann doch soweit: Aydin drang über die rechte Seite in den Strafraum ein und steckte den Ball in die Mitte durch, wo Marc Rzatkowski den Ball nur noch reindrücken musste.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich den Zuschauern das gleiche Bild wie am Ende der ersten Halbzeit. Die Bochumer drängten Bayer weit in die eigene Hälfte zurück und bestimmten weiter das Spiel. In der 59. Minute war es dann Kevin Vogt, der sich nach einer Balleroberung im Mittelfeld gegen drei Gegenspieler durchtankte und den Ball lässig am Torhüter zum verdienten 2:1 vorbeischob.
Die Leverkusener gaben sich nach dem Gegentreffer auf und kassierten folgerichtig in der 77. Minute das nächste Gegentor durch einen von Zech verwandelten Elfmeter. Zuvor setzte sich der starke Vogt erneut gegen die halbe Abwehrreihe der Werkself durch, sah die Lücke und spielte klug auf Aydin, der den Ball am Torhüter vorbeilegte und aus spitzem Winkel auf das Tor schoss. Dort sah Kevin Kampel für sich keine andere Gelegenheit als mit der Hand zu klären - Rote Karte, Elfmeter, die Spielentscheidung.
Auch über ein noch höheres Ergebnis hätte sich Bayer nicht beschweren dürfen. So hatte Aydin noch drei dicke Chancen, die aber unbelohnt blieben. Michaty zeigte sich zufrieden und lobte vor allem, dass „wir nach dem 0:1 ruhig geblieben und nicht eingebrochen sind”. Auch wenn der Trainer von einer „geschlossenen Mannschaftsleistung” sprach, ließ er sich ein kleines Lob für Kevin Vogt entlocken: „Er hat auf seiner Position heute sehr gut agiert und ein tolles Spiel gemacht. Dabei muss man bedenken, dass Kevin erst 17 Jahre alt ist.”

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