Bochum hat seinen VfL wieder entdeckt
24.05.2011 | 21:08 Uhr 2011-05-24T21:08:00+0200
Bochum. Bochum hat seinen VfL wieder entdeckt. Und der Außenseiter glaubt gegen Borussia Mönchengladbach an die Überraschung. „Die Gladbacher sollten sich nicht zu sicher sein“, sagt Trainer Friedhelm Funkel.
Manchmal scheint selbst eine Saison mit Überlänge zu kurz zu sein. Für die Anhänger des VfL Bochum dürfte es jedenfalls nach dem letzten entscheidenden Spiel in Deutschland ruhig noch ein bisschen weiter gehen. Schließlich sind sie erst vor ein paar Wochen wieder so richtig auf den Geschmack gekommen. Aber am späten, unter Umständen sehr späten Mittwochabend ist definitiv Schluss, dann ist es raus, ob der VfL Bochum erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte zwei Spielzeiten in Folge im Unterhaus wird zubringen müssen.
Verloren haben sie in Mönchengladbach, die Bochumer, die Begleitumstände sind hinlänglich bekannt. Eigentlich keine gute Basis für das anstehende Rückspiel, aber in diesem Fall scheinen sich die Dinge in ihr Gegenteil zu verkehren. „Das haben uns nicht viele zugetraut“, sagte Friedhelm Funkel noch am Abend der unglücklichen Niederlage, die aller Aufregung zum Trotz irgendwann weniger Gewicht bekam als der Respekt, der den Bochumern gezollt wurde. Funkels Satz ging im Ärger um de Camargos späten Treffer ein wenig unter, aber er traf die bis dahin vorherrschende Stimmungslage im Bochumer Umfeld ziemlich genau. Und dann das: „Auf Augenhöhe“ habe man sich befunden, sagte der VfL-Trainer, und schließlich: „Ich habe keinen Unterschied zwischen 1. und 2. Bundesliga gesehen.“
Welch’ eine Erleichterung, ja Befreiung. Monatelang hatte man Gegner wie Oberhausen, Osnabrück oder Frankfurt mit großer taktischer Disziplin, mit Willen und Laufbereitschaft, aber ohne jeden Glanz niedergerungen, hatte dem Druck standgehalten. Aber was war das schon gegen diese Herausforderung?
Prüfung bestanden, Skepsis widerlegt, Respekt erworben, Zuneigung zurückgewonnen – das könnten die Zutaten sein für eine am Ende dann doch große Überraschung. „Die Gladbacher sollten sich nicht zu sicher sein“, warnte Funkel prompt, und Christoph Dabrowski, der Kapitän, gab sich „optimistisch, dass wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen können“.
Denn darum geht es ja in Bochum, immer. Die Leute wollen stolz sein auf ihre Mannschaft, stolz sein darauf, dass sie sich nicht verkriecht und nicht in vorauseilendem Gehorsam vor den Großen im Staube wälzt, sondern mithalten kann, mitzuhalten versucht wenigstens dank ihres Willens und ihres Ehrgeizes - unabhängig von Status und Einkommen. Mit 35 Millionen Euro dürfen die Bochumer in ergiebigen Erstliga-Jahren hantieren, in Mönchengladbach nimmt man leicht das Doppelte in die Hand. Aber auf dem Rasen darf das nicht die entscheidende Rolle spielen. Was schwer genug ist, jedoch hin und wieder sogar gelingt – mit dem entscheidenden Plus an Teamgeist und der Bereitschaft, sich zu quälen.
Im Moment sieht es so aus, als ob der VfL Bochum nach einer Phase der Agonie plötzlich zu neuem Leben erwacht sei. Es herrscht eine gespannte Erwartung, der Verein und seine Zukunft ist wieder Stadtgespräch, das Selbstvertrauen der Spieler ist ebenso gewachsen wie das Vertrauen und die Zuversicht der Anhänger. Der sich zu wehren wissende Underdog ist wieder da.
Und wenn es trotzdem nicht reicht? Dann macht man in Bochum eine neue Erfahrung: Zweitliga-Fußball als Kontinuum. Die Zielsetzung wird sich nicht ändern, und auch die Unterstützung wird da sein, sollte sich die Mannschaft in diesem Aufstiegs-Finale noch einmal so konkurrenzfähig und ehrgeizig präsentieren wie in Mönchengladbach. Aber danach sind Ergebnisse gefragt, auf dem Transfermarkt und auf dem Rasen. Jedes weitere Zweitliga-Jahr kostet Geld, kostet auch öffentliche Aufmerksamkeit. Die Bochumer haben keine Region hinter sich, keinen Mythos, keine Titel. Um über die Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen zu werden, brauchen sie die Bundesliga.

18:29
Der VFL, Gustl und Funkel haben das Saisonziel verfehlt, den direkten Aufstieg. Den gibts nur auf Platz 1 oder 2.
Jetzt muss man sich mit einer finanziell haushoch überlegenen Borrussia anlegen und das hat man sich selbst eingebrockt.
16:40
wegen mir auch ein 4 zu 1 Hauptsache Aufstieg!!! und schnelle und viele Tore, denn bei einem 2:1 sind wir raus aus der Nummer...
14:34
Nochmal annähernd so ein engagiertes Spiel wie letzte Woche im Hinspiel, dazu die Hütte voll und Riesen-Unterstützung...dann klappt das mit nem 2:0
12:35
Unser VFL wird heute abend den Fohlen den ***** versohlen.....so sieht dat aus!!!!
Wir (ALLE FANS IM STADION) werden unsere Elf sowas von nach vorne Peitschen das alle Gladbacher mit ohrenschmerzen nach hause fahren!!!
Gemeinsam schaffen wir das, was in der Hinrunde unmöglich schien!!!
12:24
Bochum hat seinen VfL wieder entdeckt?
- War der denn verloren gegangen?
Ich bin ja, was den Fußball angeht, relativ neutral. Aber ich bin im Pott aufgewachsen, weshalb mein Herz für die Region schlägt und ich es den Bochumern von Herzen gönne wieder aufzusteigen (nichts für ungut, verehrte Gladbach-Fans).
Viel Erfolg heute Abend.
11:02
Wir lassen keine Fohlen auf unserem Rasen grasen! So einfach ist es.
08:18
Der nimmt kein plus an, 92. Minute
08:18
2:0, 90 2 Dante ET
04:44
Wollen wir die Fohlen aus dem Stadion treiben
03:26
ey, ich hab nichts gegen Bochum
is halt bloß so das ich Gladbacher bin
und soweit es es uns uns betrifft
gibt es nur eine Borussia
und einen VFL
ich hätte es auch besser gefunden ihr schmeißt Frankfurt raus und Wolfsburg steigt direkt ab...
MÖNCHENGLADBACH OLE!