Aydin trifft in letzter Sekunde
30.03.2010 | 22:37 Uhr 2010-03-30T22:37:00+0200
Bochum. Das war knapp: In wortwörtlich letzter Sekunde rettete Bochums U23 ein Remis gegen die Reserve des 1. FC Kaiserslautern und bleibt damit im Lohrheidestadion weiterhin ungeschlagen.
VfL Bochum U23 -
1. FC Kaiserslautern U23
1:1 (0:1)
VfL: Luthe – Duah, Kalina, Hrustic, Pellowski – Zech, Mengert (46. Zavarise) – Semlits (46. Eilers), Rzatkowski, Labiadh (72. Hibbeln) – Aydin
Ein „Geduldsspiel“ hatte VfL-Trainer Nico Michaty gegen die Pfälzer angekündigt, bei dem seine Mannschaft „Ballverluste unbedingt vermeiden“ sollte. Nach einer flotten Anfangsphase vergaßen die Hausherren wohl die Anweisungen ihres Trainers. So sahen die Zuschauer Pässe mit dem Außenrist, Fallrückzieher und allerhand schöne Kabinettstückchen, Torchancen erarbeitete sich der VfL auf dem schwer bespielbaren Rasen nach den ersten zehn Minuten jedoch nicht mehr.
Die roten Teufel standen defensiv dicht gestaffelt und produzierten zumindest über Standardsituationen Torgefahr. Und einer dieser Standards saß: Nach einem Freistoß bekam der VfL den Ball nicht aus dem Strafraum - Mario Klinger schaltete am schnellsten und bugsierte den Ball zum 1:0 über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel brachte Michaty zwei frische Kräfte. Besonders der für Philip Semlits eingewechselte Justin Eilers brachte neuen Schwung in die Partie. Seine Versuche in der 45. und 53. Minute landeten aber knapp neben dem Tor. Das Spiel der Bochumer wurde wesentlich ideenreicher, Lautern machte es der VfL-Offensive jedoch schwer. Die Pfälzer zogen sich noch weiter zurück und lauerten ihrerseits auf Konter wie in der 58. Minute, als Luthe nur mit den Fingerspitzen das 0:2 durch Andrew Wooten verhinderte.
Richtig interessant wurde es erst wieder in den Schlussminuten. Der VfL versammelte sich mit Mann und Maus in der gegnerischen Hälfte und versuchte den Ausgleich mit allen Mitteln zu erzwingen. Und die Bochumer wurden für ihre Offensivbemühungen belohnt: Aus dem Gewühl heraus netzte Mirkan Aydin die Ecke von Oliver Zech mit dem Schlusspfiff zum groß umjubelten Ausgleich ein.
„Es ist wichtig, dass wir in der Lohrheide weiter ungeschlagen sind“, sagte Nico Michaty und freute sich über den „gefühlten Sieg“: „Wir haben uns auf dem tiefen Rasen schwer getan, Chancen herauszuspielen. Das Remis ist aber verdient, weil wir uns nie aufgegeben haben.“

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