14. Remis - Aber Bochum hat in Düsseldorf mehr vom Spiel

Kein Tor für Bochum: Stürmer Simon Terodde ging in Düsseldorf leer aus.
Kein Tor für Bochum: Stürmer Simon Terodde ging in Düsseldorf leer aus.
Foto: Kevin Kurek / dpa
Was wir bereits wissen
Dem VfL Bochum fehlte beim 2:2 in Düsseldorf nur der krönende Abschluss. So reißt die Remis-Serie auch unter Neu-Trainer Gertjan Verbeek nicht ab.

Düsseldorf.. Der VfL Bochum wollte endlich seinen in diesem Jahr sehr ansehnlichen Fußball mit den entsprechenden Punkten veredeln, die gastgebende Fortuna hoffte auf den zweiten Sieg unter Interimstrainer Taskin Aksoy. Beides ging nicht so richtig in Erfüllung beim 2:2 in der Landeshauptstadt. Bei den in der zweiten Halbzeit spielerisch deutlich überlegenen Bochumern reißt damit die Serie der Unentschieden auch unter dem neuen Trainer Gertjan Verbeek nicht ab. Es war bereits das 14. Remis des VfL in dieser Zweitliga-Saison.

Die beiden Kontrahenten hielten, was man sich von ihnen zuvor versprechen durfte - viele Tore gab es zu sehen an diesem Freitagabend - jedenfalls in der ersten Halbzeit. Jeweils 35 Treffer hatten die Fortuna und der VfL bislang erzielt, gleichauf bedeutete das vor dem Anpfiff Rang zwei hinter Spitzenreiter Ingolstadt. Und die Bochumer durften sich zuerst freuen. Stanislav Sestak nahm unbedrängt am Strafraum Maß und überwand Fortunas Schlussmann Michael Rensing, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2017 verlängert hatte. Ein Fehler von Patrick Fabian, den schließlich Charlison Benschop nutzte, brachte die Gastgeber postwendend zurück ins Spiel, und der umtriebige Michael Liendl legte per Foulelfmeter nach. Benschop war mit VfL-Schlussmann Michael Esser kollidiert. Eine Fehlentscheidung, meinte Gertjan Verbeek, “unser Torwart stand doch schon."

Einzelkritik Doch die Geschichte des ersten Durchgangs war damit noch nicht geschrieben. Denn kurz vor dem Pausenpfiff nutzten die Bochumer eine unübersichtliche Situation im Düsseldorfer Strafraum zum Ausgleich. Erneut traf Sestak. Es waren die Treffer sechs und sieben für den ehemaligen slowakischen Nationalspieler in der laufenden Spielzeit.

VfL-Trainer Verbeek war zufrieden - vom Ergebnis abgesehen

Nach dem Seitenwechsel übernahmen nicht die Gastgeber das Kommando, wie man es hätte erwarten können, sondern die Gäste. “Da haben die VfL-Fans eine Mannschaft gesehen, die gewinnen wollte”, sagte Verbeek, der - vom Ergebnis abgesehen - auch diesmal mit dem Spiel seiner Mannschaft zufrieden war. Allein es fehlte der krönende Abschluss.

Taskin Aksoy, der nicht nur übergangsweise Cheftrainer in Düsseldorf sein will, sah das aus diesem Blickwinkel etwas anders. “Am Ende geht das 2:2 so in Ordnung”, knurrte Aksoy.