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Zerstörung

Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden

24.05.2012 | 15:43 Uhr
Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden
Die Deutsche Bahn will die Zerstörungswut mancher Fangruppen bremsen. Foto: imago

Berlin.  Der Schaden an Zügen und in Wagons der Deutschen Bahn, die durch Fußball-Fans verursacht worden sind, geht in die Millionen. Der Zerstörungswut will der Berliner Konzern mit einem Fangipfel entgegentreten. Notfalls will die Bahn die Fußballvereine zur Rechenschaft ziehen.

Die Deutsche Bahn plant als Reaktion auf schwere Beschädigungen in ihren Zügen durch Fußballanhänger einen Fangipfel. Im vergangenen Jahr entstand dem Unternehmen nach eigenen Angaben durch die Anhänger der Klubs ein Schaden im einstelligen Millionenbereich. 'Die betriebsbedingten Folgewirkungen, zum Beispiel Verspätungsminuten, Kundenverärgerung oder Imageschäden haben wir dabei kostenmäßig noch gar nicht einbezogen', sagte DB-Vorstand Gerd Becht.

Bahn will Verantwortliche für Fanreisen an einen Tische bringen

Im September will das Unternehmen deswegen alle am Fanreiseverkehr beteiligten Parteien an einen Tisch holen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. 'Wir müssen dafür sorgen, dass der Fußball-Fanreiseverkehr besser organisiert werden kann. Es kann nicht sein, dass unsere Züge und Bahnhöfe zu Schlachtfeldern gemacht werden', sagte Becht.

Die Planungen für den Fangipfel hätten bereits begonnen, der erste Entwurf einer Einladungsliste werde gerade angefertigt. 'Wir wollen aber vor allem die Fußballfans - nicht nur die Organisatoren, Vereine und Polizei - zu Wort kommen lassen. Bislang ist viel über die Fans gesprochen worden, aber nicht mit den Fans', sagte Becht.

Bahn will Konzerne für die Zerstörung in den Wagons in die Pflicht nehmen

Es werde darüber nachgedacht, auch die Vereine mehr in die Pflicht zu nehmen und bei Verfehlungen zur Kasse zu bitten. Vorstöße, sich an Kosten zu beteiligen, stießen bislang jedoch auf taube Ohren. 'Die Fußballvereine stehen in der Mitverantwortung. Ich halte sehr viel davon, sie stärker heranzuziehen', sagte Becht, der klare Ziele verfolgt: 'Wir wollen mehr Fans in Charterzügen reisen lassen. Wir möchten deswegen auch den direkten Verkehr zu den Austragungsorten fördern und den Fans die von ihnen gewünschte und angemessene Beförderung bieten.'

Nach einer Statistik der Bundespolizei seien die Fans von Eintracht Frankfurt, Dynamo Dresden, Hansa Rostock, dem FC St. Pauli und dem 1. FC Köln 'besonders auffällig'. Eine positive Zusammenarbeit würde hingegen mit den Klubs von Hertha BSC, Union Berlin, dem 1. FC Kaiserslautern, VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg und Eintracht Braunschweig bestehen. 'Hier wird der Fanreiseverkehr mit der Hilfe von Vereinen organisiert', sagte Becht. (sid)

Kommentare
25.05.2012
15:31
man muss garnicht
von marianus | #5

erst warten bis irgendein spiel stattfindet.es fängt schon bei den jugendlichen an welche die füsse auf die sitze legen oder dagegen stellen.viele erwachsene sind nicht besser.
aber es ist klug nichts zu sagen damit man nicht zusammen geschlagen wird und als opfer noch zum täter gemacht wird,man brauchte ja nur den mund zu halten.

25.05.2012
15:17
Hysterie oder Habgier?
von Reimemonster | #4

Für die Anreise zu Heimspielen zahlen die Vereine bereits eine Abgabe an den örtlichen Verkehrsverbund, welche die Fans durch den Kauf von Eintrittskarten letztendlich zahlen. So können die Fans im Ruhrgebiet durch den VRR nutzen, welcher dafür eine Pauschale der Vereine erhält. Für Auswärtsspiele zahlen Fans genauso wie der Berufspendler, der Urlaubs- oder Ausflusgreisende das gewöhnliche Zugticket, sofern das Auswärtsspiel nicht im gleichen Verkehrsverbund wie der Wohnort ist. Warum nun also doppelt abkassieren? Muss der Kegelclub für seine Mitglieder auch eine zusätzliche Abgabe zahlen, weil diese öfter im Zug ihre Bierflaschen liegen lassen? Nein, denn ein einfaches Zugticket berechtigt zur Nutzung des Zuges. Warum soll díes bei Fußballfans anders sein? Diese ganze Hysterie und Panikmache seitens Politik und Presse ist leider nur noch lächerlich!

25.05.2012
13:20
Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden
von Klubchef | #3

Mich als Bahnfahrer nervt es trotzdem, dass nach fast jedem BVB/Schalke Heimspiel die Sitze total siffig , die Türen oft defekt,die Fenster beschmiert sind, etc.
Das fängt dann auch um 12:00 mittags and und ist auch erst um 12:00 Nachts zu Ende.

@ Bronkhorst

Es wäre mit neu, wenn die Vereine den ÖPNV für beispielsweise die S1, den Lüner, etc. bezahlen.

1 Antwort
Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden
von Bronkhorst | #3-1

Die Kosten sind im Ticketpreis enthalten. Bei BVB spielen z.b. im gesamten VRR Bereich, selbst Busse darf man mit der Eintrittskarte benutzen.

25.05.2012
13:11
Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden
von Bronkhorst | #2

Bei so vielen Nullen kann man schonmal den Überblick verlieren. 3.900.000€ statt 390.000€ natürlich.

Ändert trotzdem nicht viel

25.05.2012
13:02
Vandalismus verursacht bei Deutscher Bahn Millionenschaden
von Bronkhorst | #1

http://wirtschaft.t-online.de/deutsche-bahn-verbucht-2011-satte-umsatz-und-gewinnsteigerung/id_55209678/index

"Bahn-Chef Rüdiger Grube kann zufrieden sein: Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr ein deutliches Plus beim Umsatz und Gewinn eingefahren. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zu 2010 um 10,1 Prozent auf den Rekordwert von knapp 38 Milliarden Euro, wie der Konzernchef mitteilte. Der Nettogewinn stieg um knapp 26 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro."

Ihr tut mir so leid.
Schäden im einstelligen Millionenbereich. Rechnet man also mit den maximalen 9Mille, sind das 0,7% vom Gewinn.
Das ist absolut lächerlich deswegen ständig so ein Fass aufzumachen, ausserdem bezahlen die Vereine ja auch für die Bereitstellung der Züge. Wenn man die Einnahmen wieder drauf rechnet kann einem die Bahn wirklich leid tun.
Realistisch gesehen dürfte sich der Schaden dann auf 0,3% vom Gewinn belaufen.

Wenn ich mich nicht völlig verrechnet habe sind das 390.000€ zu 1.300.000.000€ WAHNSINN

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2012-05-24 15:43
Krawalle,Sonderzug,bahn,Deutsche Bahn,Hooligans,Zerstörung
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