Unglaubliches 4:4 wird Löw in den Winter begleiten

Sah seine Mannschaft abstürzen: Bundestrainer Joachim Löw.
Sah seine Mannschaft abstürzen: Bundestrainer Joachim Löw.
Foto: Oliver Lang/dapd
Nach dem 6:1-Hurrasieg in Irland verspielte die Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation eine 4:0-Führung gegen Schweden. Kein irisches Hoch, sondern ein nordisches Tief wird Bundestrainer Joachim Löw also in den Winter begleiten. Ein Kommentar.

Nationalelf Nach dem Verprügeln der Iren herrschte endlich wieder ein bisschen Frieden um die Nationalmannschaft herum. Sicher, den ganz kritischen Begleitern des deutschen Ensembles war beim 6:1-Hurrasieg aufgefallen, dass es sich bei den Herrschaften von der Insel um Kleine handelte. Doch die Art und Weise, wie die verprügelt worden waren, die überzeugte sogar sie.

Essen.. Das bisschen Frieden hielt allerdings nur ein paar Tage. Und dass es diese Tage des Friedens gegeben hat, das wird schnell in Vergessenheit geraten. Es zählt der letzte Eindruck. Es zählt, dass die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw in der WM-Qualifikationspartie gegen Schweden trotz einer furios heraus gezauberten 4:0-Führung nicht den vollen Drei-Punkte-Ertrag erwirtschaften konnte. Es zählt der Eindruck der letzten halben Stunde im letzten Pflichtspiel dieses Jahres, in diesem Spiel, in dem sich Deutschland das kurioseste, das unglaublichste Remis in seiner Fußballgeschichte einhandelte.

Kein irisches Hoch, sondern ein nordisches Tief wird also Löw in den Winter begleiten. Und selbst, wenn im November die Niederländer in Freundschaft geschlagen werden sollten, wird dieses Tief nicht abziehen. Es ist ein Tief, in dem sich die Zweifel daran zusammengeballt haben, dass diese überaus talentierte Mannschaft auch eine wahre Siegermannschaft sein kann. Das mag irrational sein bei einer immer noch klaren Nummer-eins-Positionierung in der Tabelle – ist aber Realität.