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"Systematisch gemobbt" - Rafati verteidigt seine Angriffe

21.03.2013 | 22:19 Uhr
"Systematisch gemobbt" - Rafati verteidigt seine Angriffe
Babak Rafati sprach in der ARD-Sendung "Beckmann" über seine Angriffe gegen Schiedsrichter-Chef Fandel.Foto: dpa

Köln.   In der ARD-Sendung "Beckmann" hat der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati seine Angriff gegen Schidsrichter-Chef Herbert Fandel verteidigt. Es gehe ihm darum Misststände aufzudecken. Rafati hatte am 19. November 2011 versucht, sich das Leben zu nehmen.

Der frühere Bundesliga-Referee Babak Rafati hat seine Angriffe gegen Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel und Hellmut Krug am Donnerstagabend (23.15 Uhr) in der ARD-Sendung "Beckmann" verteidigt. "Das sind keine Vorwürfe. Sondern ich habe alles, was ich erlebt habe, im Detail beschrieben", sagte der 42-Jährige: "Man hat mich systematisch gemobbt."

Rafati hatte zuletzt in einem stern-Interview kritisiert, dass er von Fandel "absolut keine Rückendeckung" bekommen habe. Außerdem sprach er von "Herabwürdigungen" und "persönlichen Verletzungen". Dazu hätten ihn Fandel und Krug, Vertreter des Ligaverbandes in der Schiedsrichter-Kommission, wie die übrigen Verantwortlichen im Schiedsrichterwesen nach seinem Suizidversuch am 19. November 2011 im einem Kölner Hotel nicht unterstützt.

Kommentar
Harte Bandagen von Rafati zur falschen Zeit

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Chef Herbert Fandel - ausgerechnet, bevor seine "Autobiographie" auf den Markt kommt. Viel billiger kann man eine ernste Sache nicht verramschen. Ein Kommentar.

 

Rafati sieht niemanden als Täter

Einen Schuldigen für seine Tat sucht Rafati nicht. "Ich sehe niemanden als Täter und mich selbst als Opfer. Darum geht es mir gar nicht. Mir geht es einfach darum, diese Missstände in diesem Bereich aufzudecken", sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter: "Was in dieser Nacht passiert ist, muss ich mir ganz allein zuschreiben. Diese Tat wollte ich mir antun - und niemand anders."

Seine Abrechnung mit Fandel ("Unerbittlichkeit und Kälte"), die in dieser Woche für reichlich Wirbel gesorgt hatte, bereut Rafati nicht. Er wolle zeigen, "was passieren kann, wenn man mit Menschen wie mir so umgeht", sagte er, zeigte aber auch Verständnis für die Situation der Kritisierten. "Ich kann mir das natürlich gut vorstellen, dass das für alle Beteiligten nicht schön ist. Aber es ist wichtig, für mich und genauso für die beteiligten Personen, mal in sich zu gehen und zu hinterfragen, was da passiert ist." (sid)



Kommentare
23.03.2013
22:51
Gescheiterter Selbstmordversuch
von AMSTERDAMNED | #1

Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch würde ich wahrscheinlich in keiner TV-Sendung auftreten. Rafati kenne ich nicht. Ich wünsche ihm alles Gute! Zu seiner Kritik kann ich nichts sagen. Ausser dass ich es sehr erstaunlich finde, dass Herbert Fandel und Hellmut Krug soweit beim DFB aufgestiegen sind. Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Beide (Fandel und Krug) habe ich als schlechte Schiris in Erinnerung. Beide waren auch sehr speziell in der Spielleitung.

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