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Stuttgart kassiert Heimpleite gegen Sevilla

20.10.2009 | 23:00 Uhr
Stuttgart kassiert Heimpleite gegen Sevilla

Stuttgart. Der VfB Stuttgart steckt weiter im Tief. Die Schwaben verloren ihren Heimauftritt in der Champions League mit 1:3 (0:1) gegen den FC Sevilla und müssen ums Weiterkommen bangen.

Der krisengeschüttelte VfB Stuttgart muss nach der dritten Pflichtspielniederlage in Folge ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League und Trainer Markus Babbel mehr denn je um seinen Job bangen. Die Schwaben verloren trotz einer zunächst ordentlichen Leistung am Ende verdient 1:3 (0:1) gegen den spanischen Spitzenklub FC Sevilla und warten damit auch nach dem dritten Spiel in der Königsklasse weiter auf den ersten Sieg.

Weiterer Nackenschlag für Stuttgart

Sebastien Squillaci (23./72.) und Jesus Navas (55.) versetzten dem VfB, der in der Bundesliga nach dem schwächsten Start seit der Abstiegssaison 1974/75 nur 13. ist, mit ihren Toren einen weiteren Nackenschlag. Dem eingewechselten Elson gelang lediglich noch der späte Anschlusstreffer (74.). Mit nur zwei Punkten hat Stuttgart vor der Rückserie in der Champions League, die am 4. November mit der Partie in Sevilla beginnt, eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um sein Ziel K.o.-Runde doch noch zu erreichen.

VfB-Trainer Markus Babbel und Manager Horst Heldt können nicht fassen, was auf dem Rasen passiert. Stuttgart lässt vorne Chancen liegen und macht hinten Fehler. (Foto: ap)

Vor 37.500 Fans in der nicht ausverkauften Mercedes-Benz-Arena hatte sich Babbel gegen den Dritten der Primera Division erneut für eine Raute im Mittelfeld mit Christian Träsch als "Sechser" anstelle seines Kapitäns Thomas Hitzlsperger entschieden. Der ein oder andere zuletzt schwache Profi bekam eine Pause. So ersetzte Ricardo Osorio bei seinem ersten Pflichtspiel in dieser Saison Rechtsverteidiger Stefano Celozzi, links spielte Arthur Boka für Ludovic Magnin und im Sturm war Julian Schieber für Babbel die bessere Alternative zu Pawel Pogrebnjak.

Hleb setzte Mitspieler gut in Szene

Im 4-4-2-System fühlte sich Babbels Elf eine Halbzeit lang sehr wohl. Das lag besonders am endlich besser aufgelegten Regisseur Alex Hleb. Zwar trennte sich der Weißrusse mitunter zu spät vom Ball, mit klugen Pässen setzte er die Spitzen aber immer wieder gut ein - wie bei der ersten Chance, die jedoch Cacau freistehend in die Arme von Gäste-Keeper Javi Varas schlenzte. Einem Tor von Zdravko Kuzmanovic versagte der gute Schiedsrichter Pieter Vink (Niederlande) dann die Anerkennung, weil Schieber im Abseits Varas die Sicht versperrte.

Der VfB mühte sich weiter, doch wie beim 1:2 gegen Schalke 04 am Samstag brachten zwei individuelle Fehler Stuttgart um den Lohn: Hleb ließ Adriano nach einer Ecke von links flanken, in der Mitte bewachte Khalid Boulahrouz Gegenspieler Squillaci nicht eng genug - und der köpfte bei der ersten guten Chance der Gäste gleich ein.

Lehmann-Patzer leitet Vorentscheidung ein

Zunächst schien Stuttgart den Rückstand gut wegzustecken, bald aber war der anfängliche Schwung verflogen. Zwar erarbeiteten sich Hleb, Kuzmanovic und Schieber noch Möglichkeiten gegen defensivere Spanier, der Ausgleich wollte aber nicht fallen. Sevilla leistete sich dann sogar den Luxus, seinen Starstürmer Luis Fabiano für den defensiveren Aldo Duscher aus dem Spiel zu nehmen.

Dennoch erhöhte der zweimalige UEFA-Cup-Sieger Sevilla bald auf 2:0. Torhüter Jens Lehmann konnte eine Flanke von Diego Perotti nur abklatschen und Navas vollstreckte aus fünf Metern. Nun war vom VfB kaum mehr ein Aufbäumen zu erkennen, stattdessen drängte Sevilla auf das dritte Tor. Zunächst vertändelte Frederic Kanoute noch gegen den gut reagierenden Lehmann, doch wenig später machte Squillaci erneut per Kopf alles klar, wenngleich er bei seinem zweiten Treffer im Abseits stand.

Kurz zuvor hatte Babbel Hitzlsperger, Pogrebnjak und Elson in die Partie gebracht. Das wurde immerhin mit dem Freistoßtor von Elson belohnt - am dringend benötigten Punktgewinn war der VfB aber trotz zweier Chancen durch Schieber und Tasci in der Schlussphase zu keiner Phase dran.

DerWesten

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