Spielabbruch in Amsterdam - Alkmaars Torwart tritt auf Hooligan ein
22.12.2011 | 10:03 Uhr 2011-12-22T10:03:00+0100
Amsterdam. Skandal im niederländischen Fußball: Ein Video zeigt, wie beim Pokal-Spiel zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar Alkmaar-Torhüter Esteban Alvaredo den Angriff eines 19-jährigen Ajax-Fans auf dem Spielfeld abwehrt und Sekunden später zweimal auf den am Boden liegenden Fan eintritt. Das Spiel wurde abgebrochen.
Ein Hooligan-Angriff auf einen Spieler und der folgenden Abbruch des Fußball-Pokalspiels zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar sorgen in den Niederlanden für Entsetzen. Ein 19 Jahre alter Ajax-Anhänger war beim Stand von 1:0 für die Gastgeber auf das Spielfeld gestürmt und hatte AZ-Schlussmann Esteban angegriffen. Der Torwart rang den Hooligan nieder und trat mehrmals auf ihn ein - und sah vom Schiedsrichter Bas Nijhuis die Rote Karte.
Spielabbruch nach Fan-Attacke in Amsterdam
Daraufhin weigerten sich die Gäste, die Begegnung fortzusetzen. AZ-Trainer Gertjan Verbeek führte sein Team in die Kabine. Der Referee brach das Spiel daraufhin in der 36. Minute ab.
Der Finanzdirektor von Ajax Amsterdam, Jeroen Slop, entschuldigte sich bei den Gästen. ‘Was für ein Wahnsinn. Das ist ein Drama und ein historischer Tiefpunkt für Ajax’, sagte Ajax-Interimssportdirektor Danny Blind. Der Fan soll eine lebenslange Platzsperre erhalten.
Ajax-Trainer Frank de Boer sagte: „Vielleicht hätte ich dasselbe (wie Alvaredo) getan, vielleicht auch nicht. Aber emotional verstehe ich es.“
Weitere Ausschreitungen in Amsterdam
Der von einem betrunkenen Ajax-Hooligan attackierte AZ-Torwart Esteban reichte Strafanzeige gegen den 19 Jahre alten Täter ein, der in einer ersten Polizeivernehmung als Grund für seine Attacke angegeben haben soll, er könne den AZ-Torwart nicht ausstehen.
Das Disziplinargericht des niederländischen Fußballverbandes KNVB wird nun darüber entscheiden, ob das Spiel (1:0) bis zur 37. Minute gewertet oder ob es ausgespielt wird.
Nach dem Spielabbruch gingen die Ausschreitungen vor dem Stadion weiter. Die Amsterdamer Einsatzpolizei nahm zehn Ajax-Hooligans fest. Sie hatten sich eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert und verbotene Feuerwerkskörper auf die Beamten geworfen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. (sid/dapd)
12:02
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11:07
#3, was sollen wir denn dann Ihrer Meinung nach aus diesem Vorfall lernen? Also, wenn der Torwart nicht mit den Tritten den Anfreifer am Boden gehalten hätte bis die Ordnungskräfte kamen (wofür er mit der roten Karte "bestraft" wurde) und sich stattdessen wiederstandslos vom Angreifer mit Tritten oder Schlägen das Nasenbein und den Kiefer hätte brechen lassen (wofür er dann "keine" rote Karte bekommen hätte) wäre Ihnen lieber gewesen?
Leider würde es sich auch genauso bei U-Bahn-Schläger verhalten. Sollten mehrere Angreifer auf einen Fahrgast einprügeln, dürfte er sich erst danach zur Wehr setzen. Angenommen dieser Fahrgast hätte eine Waffe bei sich und würde vor dem Angriff die U-Bahn-Schläger damit verletzen, so dass sie keine Attacke auf den Fahrgast mehr ausüben können, wird der Fahrgast die größten Schwierigkeiten bekommen, so ist unsere Rechtslage.
12:51
um nicht bestraft zu werden? Der Platzverweis war so wohl regelkonform, aber der Witz des Jahres. Da frag ich mich, ob der Schiri nicht anders entscheiden konnte, denn wenn man auf offener Straße so, und auch noch von hinten, heimtückisch angegriffen würde, wäre das ein klarer Fall von Selbstverteidigung. Die Entscheidung von Alkmaar nicht weiterzuspielen ist nachvollziehbar, man darf gespannt sein, wie die Vorkommnisse geahndet werden.
12:30
Der Angriff des Hooligan ist natürlich nicht zu akzeptieren.
Aber wenn der Torwart zwei mal auf jemanden eintritt der schon auf dem Boden liegt, ist er auch nicht besser als so mancher "U-Bahn Schläger". Mit Notwehr hat das doch gar nichts zu tun.
Beide sollten bestraft werden, der Hooligan und der Torwart. In Deutschland sind Fußtritte gegen einen Menschen gefährliche Körperverletzung, und wird nicht unter drei Monaten Haft bestraft.
denn es ist sehr wohl Notwehr, denn der Angreifer kann wieder aufstehen und mich weiter attackieren. In dem Fall ist es mein gutes Recht zu versuchen ihn von einem weiteren Angriff abzuhalten und ihn so möglicherweise in die Flucht zu schlagen. Den Keeper auf eine Stufe mit Krimminellen zu stellen, die aus purer Aggression heraus ihren Opfern schwerste Verletzungen zugefügt haben, ist ein absolutes Unding. Der hat zweimal versucht den Angreifer in seinen Allerwertesten zu treten, aber nicht etwa gegen den Kopf oder andere Stellen, wo bleibende Schäden zu berfürchten wären. Außerdem richtet sich das Strafmaß nach der schwere der Verletzung(§223 Körperverletzung). Zum Thema Notwehr kann man das u.a. hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Notwehr
Also bitte in Zukunft nicht mehr so unmögliche Vergleiche herstellen.
11:02
Spielabbruch in Amsterdam - Alkmaars Torwart tritt auf Hooligan ein
von Trompetee
Da hat der "Herr Hooligan" sich ja mal den Richtigen ausgesucht....
Endlich mal ein Spieler der sich seiner Haut wehrt.....Ich kann den Mann verstehen.
Man wird hinterrücks angegriffen - da kann man schon mal die Contenance verlieren....
10:46
noch mal nachtreten bitte, andersrum wäre es auch so gekommen oder schlimmer
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