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Sicherheitskonzept: Auch Hertha stimmt nicht zu

21.10.2012 | 15:11 Uhr

Nach Union Berlin und St. Pauli hat auch Zweitligist Hertha BSC das neue Sicherheitskonzept des DFB und der DFL abgelehnt und eine umfassende Einbeziehung der Fans gefordert.

Berlin (SID) - Nach Union Berlin und dem FC St. Pauli hat auch Fußball-Zweitligist Hertha BSC das neue Sicherheitskonzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) abgelehnt und eine umfassende Einbeziehung der Fans gefordert. "Hertha BSC ist der festen Überzeugung, dass sich in einer tragfähigen Lösung auch zwingend die Meinungen und Ansichten der Fans wiederfinden müssen", teilte der Hauptstadtklub auf seiner Internetseite mit.

Aus diesem Grund sei es im Nachgang der letzten Versammlung in Frankfurt/Main für die Berliner nicht möglich, dem "Eckpunktepapier zur Förderung eines sicheren Stadionerlebnisses" zuzustimmen. "Aus mehreren und unterschiedlichen Gründen", wie es in der Mitteilung hieß.

"Seit Jahren steht Hertha BSC mit seinen Fans in einem stetigen und kontinuierlichen Dialog, und hierin sehen wir auch in der Zukunft einen wesentlichen Baustein, Gewalt im Stadion zu begegnen und das Stadionerlebnis für alle sicher zu gestalten", hieß es in dem unter anderem von Präsident Werner Gegenbauer und Geschäftsführer Michael Preetz unterzeichneten Papier.

Derweil stellten die Hertha-Verantwortlichen klar, sich "selbstverständlich" zu dem bei der Sicherheitskonferenz im Juli in Berlin beschlossenen Verhaltenskodex zu bekennen. "Allerdings sind wir auch der Meinung, dass eine statuarische Festlegung von Einzelmaßnahmen nicht der richtige Weg sein kann."

Bis zum Montag können die 36 Profivereine aus der 1. und 2. Liga zu dem Konzept des Ligaverbands Stellung nehmen und eigene Ideen vorschlagen. Bei der Vollversammlung am 12. Dezember soll das "Konzeptpapier 'Sicheres Stadionerlebnis'" verabschiedet werden. Der unter der Leitung des Vizepräsidenten Peter Peters erarbeitete Katalog enthält unter anderem die Streichung von TV-Geldern, Lizenzstrafen, verstärkte Kontrollen und längere Stadionverbote.

sid

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